BasisBibel (BB)
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Briefanfang

1. Korinther 1,1-9

Absender und Empfänger

11Paulus1,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. – nach dem Willen Gotteszum Apostel1,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. von Christus Jesus1,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. berufen –und der Bruder1,1 Bruder: Übliche Anrede unter Mitgliedern der Gemeinde. Sosthenes.

2An die Gemeinde Gottes in Korinth1,2 Korinth: Hauptstadt der Provinz Achaia, im Süden des heutigen Griechenland gelegen.:An euch, die ihr heilig1,2 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. geworden seiddurch die Verbundenheit mit Christus Jesus1,2 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..Zu Heiligen1,2 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. seid ihr berufen mit allen,die den Namen unseres Herrn1,2 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Jesus Christus anrufen –überall auf der Welt, hier wie anderswo.

3Wir wünschen euch Gnade1,3 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. und Frieden1,3 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht.von Gott, unserem Vater,und dem Herrn1,3 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Jesus Christus1,3 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.!

Dank für Gottes Gaben in Korinth

4Ich danke meinem Gott immer wieder für die Gnade1,4 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.,die er euch durch Christus Jesus1,4 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. geschenkt hat.5Durch ihn hat Gott euch an allem reich gemacht –an allen Arten der Verkündigung und Erkenntnis.6Auch hat Gott der Botschaft von Christusbei euch einen festen Grund bereitet.7Deshalb fehlt euch keine der Gaben,die er in seiner Gnade schenkt.So erwartet ihr sehnsüchtigdas Erscheinen unseres Herrn1,7 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Jesus Christus.8Gott wird euch helfen,bis zum Schluss fest auf diesem Grund zu stehen.So kann am Tag unseres Herrn1,8 Tag des Herrn: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. Jesus Christuskeine Anklage gegen euch erhoben werden.9Gott ist treu. Durch ihn seid ihr berufenzur Gemeinschaft mit seinem Sohn1,9 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Jesus Christus,unserem Herrn.

Spaltungen in der Gemeinde

1. Korinther 1,10–4,21

Streit zwischen verschiedenen Gruppen

10Brüder und Schwestern1,10 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.,im Namen unseres Herrn1,10 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Jesus Christus1,10 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. bitte ich euch:Seid einig und lasst nicht zu,dass sich verschiedene Lager unter euch bilden!Haltet vielmehr zusammenin gleicher Überzeugung und gleicher Meinung.11Meine Brüder und Schwestern,ich habe von Chloes Leuten erfahren,dass es unter euch Streit gibt.12Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt:»Ich gehöre zu Paulus1,12 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte..« »Ich gehöre zu Apollos.«»Ich gehöre zu Kephas1,12 Kephas: Aramäische Form des Namens Petrus. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon..« »Ich gehöre zu Christus1,12 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.13Christus lässt sich doch nicht zerteilen!Bin etwa ich, Paulus, für euch gekreuzigt1,13 gekreuzigt: Eigentlich Sinnbild für Gottes Zuwendung zu den Menschen, für die Jesus Christus, der tatsächlich am Kreuz starb, sein Leben opferte. worden?Oder wurdet ihr im Namen von Paulus getauft?14Ich danke Gott, dass ich außer Krispus und Gaiusniemanden von euch getauft habe!15So kann wenigstens niemand sagen,dass ihr in meinem Namen getauft worden seid.16Doch, ich habe auch nochStephanas und seine Familie getauft!Ich wüsste aber nicht,dass ich sonst noch jemanden getauft hätte.17Denn Christus hat mich nicht gesandt, um zu taufen,sondern um die Gute Nachricht1,17 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. zu verkünden.Das kann nicht mit klugen Worten geschehen.Sonst verliert das Kreuz1,17 Kreuz: Sinnbild für Gottes Zuwendung zu den Menschen. Am Kreuz opferte Jesus Christus sein Leben, um die Sünden der Menschen wegzunehmen, die sie von Gott trennen. von Christus seinen Sinn.

Die Botschaft vom Kreuz und die Weisheit der Welt

18Die Botschaft vom Kreuz1,18 Kreuz: Sinnbild für Gottes Zuwendung zu den Menschen. Am Kreuz opferte Jesus Christus sein Leben, um die Sünden der Menschen wegzunehmen, die sie von Gott trennen. erscheint denen,die verloren gehen, als eine Dummheit.Aber wir, die gerettet werden,erfahren sie als Kraft Gottes.19Denn in der Heiligen Schrift steht1,19 in der Heiligen Schrift steht (Vers 19): Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 29,14.:»Ich will die Weisheit der Weisen auslöschenund von der Klugheit der Klugen nichts übrig lassen.«

20Wo sind jetzt die Weisen, wo die Schriftgelehrten1,20 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.,wo die wortgewaltigen Redner unserer Zeit?Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt1,20 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte.als Dummheit entlarvt?21Die Weisheit Gottes zeigt sich in dieser Welt.Aber die Welt hat ihn mit ihrer Weisheit nicht erkannt.Deshalb hat Gott beschlossen,durch eine scheinbar unsinnige Botschaftalle Glaubenden1,21 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. zu retten.22Die Juden1,22 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. wollen Zeichen sehen.Die Griechen1,22 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache. streben nach Weisheit1,22 Weisheit: Lebenspraktisches Wissen oder handwerkliches Können, das durch Erfahrung erworben oder von Gott geschenkt wird..23Wir dagegen verkünden Christus, den Gekreuzigten1,23 Christus, der Gekreuzigte: Jesus Christus, der Sohn Gottes, starb wie ein verurteilter Verbrecher am Kreuz. In diesem Opfer zeigt sich die Zuwendung Gottes zu den Menschen.:Das erregt bei den Juden Anstoßund für die anderen Völker ist es reine Dummheit.24Christus ist Gottes Kraft und Gottes Weisheit.Das verkünden wir allen, die berufen sind –Juden wie Griechen.25Denn was an Gott als dumm erscheint,ist weiser als die Menschen.Und was an Gott schwach erscheint,ist stärker als die Menschen.

Gott wählt die Schwachen und Verachteten aus

26Schaut euch doch selbst an, Brüder und Schwestern1,26 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde..Wen hat Gott berufen, zu Christus zu gehören?Nach menschlichem Maßstab geurteilt,gibt es da nicht viele Weise oder Einflussreiche.Es gibt auch nicht viele,die aus vornehmen Familien stammen!27Nein, was der Welt1,27 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. als dumm erscheint,das hat Gott ausgewählt, um die Weisen zu demütigen.Und was der Welt schwach erscheint,das hat Gott ausgewählt, um ihre Stärke zu beschämen.28Was für die Welt keine Bedeutung hatund von ihr verachtet wird, das hat Gott ausgewählt.Er hat also gerade das ausgewählt, was nichts zählt.So setzt er das außer Kraft, was etwas zählt.29Deshalb kann kein Mensch vor Gott stolz sein.30Gott allein habt ihr es zu verdanken,dass ihr zu Christus Jesus gehört.Er bringt uns die Weisheit, die von Gott kommt,Gerechtigkeit1,30 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes., Heiligkeit1,30 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. und Erlösung.31Denn es sollte gültig bleiben,was in der Heiligen Schrift steht1,31 in der Heiligen Schrift steht (Vers 31): Verkürztes Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jeremia 9,22-23.:»Wer auf etwas stolz sein will,soll auf den Herrn1,31 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. stolz sein.«
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Paulus hat der Gemeinde als schwacher Mensch gepredigt

21Brüder und Schwestern2,1 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.,ich bin damals zu euch gekommen,um euch das Geheimnis Gottes2,1 Geheimnis Gottes: Was Paulus darunter versteht, führt er in 1. Korinther 2,7-9 aus. zu verkünden.Ich bin aber nicht mit großartigen Wortenoder mit Weisheit aufgetreten.2Denn ich hatte beschlossen,bei euch nur über eines zu reden:Ich verkünde euch Jesus Christus2,2 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.,der am Kreuz2,2 Kreuz: Sinnbild für Gottes Zuwendung zu den Menschen. Am Kreuz opferte Jesus Christus sein Leben, um die Sünden der Menschen wegzunehmen, die sie von Gott trennen. gestorben ist.3Als schwacher Mensch trat ich vor euchund zitterte innerlich vor Angst.4Meine Rede und meine Verkündigung sollten euch nichtdurch ihre Weisheit überreden.Vielmehr sollte in ihnen Gottes Geist2,4 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. und Kraftzur Geltung kommen.5Denn euer Glaube2,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.sollte nicht aus menschlicher Weisheit kommen,sondern aus der Kraft Gottes.

In der Botschaft vom Kreuz zeigt sich Gottes Weisheit

6Und doch verkünden wir eine Weisheit2,6 Weisheit: Was Paulus damit meint, erklärt er in 1. Korinther 1,18-25.und zwar denen, die dafür bereit sind.Es ist eine Weisheit,die nicht aus dieser Welt2,6 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. stammt.Sie kommt auch nicht von den Herrschern unserer Welt,die ja zum Untergang bestimmt sind.7Nein, wir verkünden die geheimnisvolle Weisheit Gottes,die bis jetzt verborgen war:Schon vor aller Zeit hatte Gott bestimmt,uns Anteil an seiner Herrlichkeit2,7 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. zu geben.8Keiner von den Herrschern unserer Zeithat diese Weisheit erkannt.Sonst hätten sie den Herrn der Herrlichkeit2,8 Herr der Herrlichkeit: Christus als Herrscher über die Welt. Er hat Anteil am Ansehen und der Macht Gottes, und damit auch Anspruch auf dieselbe Ehrerbietung, die Gott zuteilwird.nicht gekreuzigt2,8 Kreuzigung: Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet..9In der Heiligen Schrift2,9 in der Heiligen Schrift: Paulus zitiert aus einer Schrift, die sich nicht in unserer Bibel findet. Das Zitat erinnert an Jesaja 64,3. heißt es dazu:»Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat,worauf kein Mensch jemals gekommen ist –all das hält Gott für die bereit, die ihn lieben.«

10Uns aber hat Gott dieses Geheimnisdurch den Heiligen Geist2,10 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. enthüllt.Denn der Heilige Geist erforscht alles,selbst die unergründlichen Geheimnisse Gottes.11Welcher Mensch weiß denn,was in einem anderen Menschen vorgeht?Das weiß nur sein eigener Geist.So ist es auch mit Gott:Keiner kennt ihn, nur der Geist Gottes2,11 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..12Wir haben aber nicht den Geist dieser Welt2,12 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. empfangen,sondern den Geist, den Gott selbst uns schickt.So können wir erkennen, was Gott uns geschenkt hat.13Davon reden wir nicht in Worten,wie sie die menschliche Weisheit lehrt.Sondern wir reden in Worten,die der Geist Gottes lehrt.Mit seinen Worten erklären wir,was er selbst uns offenbart.

14Der Mensch nimmt mit seinen natürlichen Fähigkeitennicht das an, was vom Geist Gottes2,14 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. kommt.Er hält es für Dummheitund kann damit nichts anfangen.Denn nur mithilfe des Heiligen Geistes2,14 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.kann es richtig eingeschätzt werden.15Aber ein von Gottes Geist erfüllter Menschkann das alles richtig einschätzen.Dabei kann sich kein anderer ein Urteil über ihn anmaßen.16Denn2,16 denn: Es folgt ein verkürztes Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 40,13. wer kann feststellen, was der Herr2,16 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. im Sinn hat,und ihn beraten?Aber was wir im Sinn haben,das kommt von Christus2,16 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. her.