BasisBibel (BB)
5

Die Heilung am Teich Betesda und der Konflikt mit den jüdischen Behörden

51Einige Zeit später war wieder ein jüdisches Fest5,1 jüdisches Fest: Vermutlich das Wochenfest, ein Erntefest, das sieben Wochen nach dem Passafest gefeiert wurde.und Jesus5,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zog nach Jerusalem5,1 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..

2Beim Schaftor in Jerusalem5,2 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.gibt es einen Teich mit fünf Säulenhallen.Auf Hebräisch wird dieser Ort Betesda5,2 Betesda: Wasserbecken und Badeanlage im Nordosten der heutigen Altstadt von Jerusalem. genannt.3In den Hallen lagen viele Kranke, Blinde, Gelähmteund Menschen mit verkrüppelten Gliedern.[...] 4[...]5,4 [...]: Viele spätere Handschriften fügen hinzu: »Sie warteten darauf, dass das Wasser in Bewegung geriet. 4 Denn von Zeit zu Zeit stieg ein Engel zum Becken herab und brachte das Wasser in Bewegung. Wer dann als Erster in das bewegte Wasser stieg, der wurde gesund – ganz gleich, welche Krankheit er hatte.«5Dort war auch ein Mann, der seit 38 Jahren krank war.6Jesus5,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sah ihn dort liegen und erkannte,dass er schon lange krank war.Da fragte er ihn: »Willst du gesund werden?«7Der Kranke antwortete:»Herr, ich habe keinen, der mich in den Teich bringt,sobald das Wasser in Bewegung gerät.Wenn ich es aber allein versuche,steigt immer ein anderer vor mir hinein.«8Da sagte Jesus zu ihm:»Steh auf, nimm deine Matte5,8 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht. und geh!«9Im selben Augenblick wurde der Mann gesund.Er nahm seine Matte und ging.

Der Tag, an dem dies geschah, war ein Sabbat5,9 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf..10Da sagten die Vertreter der jüdischen Behörden5,10 Vertreter der jüdischen Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.zu dem Geheilten:»Es ist Sabbat! Du darfst deine Matte5,10 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht. nicht tragen!«11Er antwortete ihnen:»Der Mann, der mich geheilt hat,der hat zu mir gesagt:›Nimm deine Matte und geh!‹«12Sie fragten ihn: »Wer ist das gewesen?Wer hat zu dir gesagt: ›Nimm deine Matte und geh!‹?«13Der Geheilte wusste es aber nicht.Denn Jesus5,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war in der Menschenmenge verschwunden,die sich dort versammelt hatte.

14Später traf Jesus5,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. den Mann im Tempel5,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und sagte zu ihm:»Du bist gesund geworden!Lade keine Schuld5,14 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. mehr auf dich,damit dir nichts Schlimmeres geschieht.«15Der Mann ging weg und berichtete den jüdischen Behörden5,15 jüdische Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.:»Es war Jesus, der mich gesund gemacht hat.«16Von da an verfolgten die jüdischen Behörden Jesus,weil er das an einem Sabbat5,16 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. getan hatte.17Aber Jesus sagte zu ihnen:»Mein Vater5,17 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. ist ständig am Werk, und ich bin es auch.«18Daraufhin waren die jüdischen Behördenumso fester entschlossen, Jesus zu töten.Denn er hatte nicht nur den Sabbat missachtet,sondern auch Gott seinen Vater genannt.Damit hatte er sich Gott gleichgestellt.

Jesus hat die Vollmacht vom Vater

19Jesus5,19 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. erwiderte auf die Vorwürfe der jüdischen Behörden5,19 jüdische Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.:»Amen5,19 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Von sich aus kann der Sohn5,19 der Sohn: Jesus spricht hier von sich selbst. In dem, was er tut, wirkt sein Vater: Gott. nichts tun.Er kann nur das tun, was er den Vater5,19 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. tun sieht.Was der Vater tut, das tut genauso auch der Sohn.20Der Vater liebt den Sohn.Er zeigt ihm alles, was er selbst tut.Und er wird ihm noch größere Taten zeigen –Taten, über die ihr staunen werdet!21Der Vater weckt die Toten auf5,21 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.und schenkt ihnen das wahre Leben5,21 wahres Leben: Durch den Glauben an Gott geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm..Genauso schenkt auch der Sohn das wahre Lebenden Menschen, denen er es geben will.22Der Vater verurteilt5,22 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. nämlich niemanden.Vielmehr hat er seine ganze richterliche Machtdem Sohn übergeben.23Denn alle sollen den Sohn genauso ehren wie den Vater.Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht,der ihm seinen Auftrag gegeben hat.24Amen5,24 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Wer mein Wort hört und dem glaubt,der mich beauftragt hat, hat das ewige Leben5,24 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod..Er kommt nicht vor Gottes Gericht5,24 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht.,sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen5,24 aus dem Tod ins Leben gehen: Im Johannesevangelium ist der Tod nicht nur das Ende des biologischen Lebens, sondern der Verlust der Verbindung zu Gott. Wer ins Leben geht, lebt in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott in seinem Reich..

25Amen5,25 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Die Stunde kommt, ja sie bricht schon an:Da werden die Toten die Stimme des Gottessohnes5,25 Gottessohn: Jesus spricht hier von sich selbst. In dem, was er tut, wirkt sein Vater: Gott. hören.Und diejenigen, die den Ruf hören, werden leben!26Aus sich selbst herausschenkt der Vater5,26 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. das wahre Leben5,26 wahres Leben: Durch den Glauben an Gott geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm..Genauso hat er es auch dem Sohn gegeben,aus sich selbst heraus das wahre Leben zu schenken.27Er hat ihm auch die Vollmacht gegeben,Gericht5,27 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. zu halten.Denn er ist der Menschensohn5,27 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde..

28Wundert euch nicht darüber: Es kommt die Stunde,in der alle Toten in ihren Gräbern seine Stimme hören.29Sie werden alle herauskommen.Diejenigen, die Gutes getan haben,werden auferstehen5,29 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes., um das ewige Leben5,29 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. zu empfangen.Diejenigen aber, die Böses getan haben,werden auferstehen, um verurteilt zu werden.30Ich kann nichts von mir aus tun:Ich urteile5,30 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. so, wie ich es vom Vater höre.Und mein Urteil ist gerecht.Denn ich folge nicht meinem eigenen Willen,sondern dem Willen dessen, der mich beauftragt hat.«

Zeugen für Jesus

31»Wenn ich als Zeuge für mich selbst auftreten wollte,wäre meine Aussage nicht glaubwürdig.32Es gibt aber einen anderen,der als Zeuge für mich aussagt.Und ich weiß, dass seine Aussage über mich wahr ist.33Ihr habt bei Johannes5,33 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. nachfragen lassen,und er hat die Wahrheit5,33 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. bezeugt.34Ich brauche aber keinen Menschen als Zeugen.Ich sage das, damit ihr gerettet werdet.35Johannes war wie eine hell leuchtende Lampe.Aber ihr wolltet euch nur ein paar Stunden langan ihrem Licht erfreuen.

36Für mich spricht noch etwas,das bedeutender ist als die Aussage des Johannes5,36 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.:Es sind die Taten, die mir mein Vater5,36 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. übertragen hat,damit ich sie zu Ende bringe.Diese Taten, die ich vollbringe, sprechen für mich.Sie bestätigen, dass der Vater mich gesandt hat.37Der Vater, der mich beauftragt hat,hat selbst als Zeuge für mich ausgesagt.Doch ihr habt seine Stimme nie gehörtund seine Gestalt niemals gesehen.38Auch sein Wort bleibt nicht bei euch.Denn ihr glaubt dem nicht, den er gesandt hat.

39Ihr erforscht die Heilige Schrift5,39 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden., weil ihr meint,durch sie das ewige Leben5,39 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. zu haben.Tatsächlich ist sie mein Zeuge.40Doch ihr wollt nicht zu mir kommen,um das ewige Leben zu haben.41Ich bin nicht darauf aus,von Menschen geehrt zu werden.42Vielmehr kenne ich euch und weiß,dass ihr keine Liebe zu Gott in euch habt.43Ich bin im Auftrag meines Vaters5,43 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gekommen,und ihr nehmt mich nicht auf.Wenn aber ein anderer in seinem eigenen Auftrag kommt,den werdet ihr aufnehmen.44Wie könnt ihr überhaupt zum Glauben5,44 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. kommen?Es geht euch doch nur darum,dass einer vom anderen geehrt wird!Aber ihr strebt nicht nach der Ehre,die nur der einzige Gott schenkt.

45Ihr braucht nicht zu denken,dass ich euch vor dem Vater5,45 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. anklagen werde.Es ist vielmehr Mose5,45 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote., der euch anklagt –Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.46Denn wenn ihr Mose wirklich glauben würdet,dann würdet ihr auch an mich glauben.Denn von mir hat er geschrieben.47Wenn ihr aber seinen Schriften5,47 seine Schriften: Die fünf Bücher Mose. Der Tradition nach hat Mose am Berg Sinai nicht nur die Zehn Gebote, sondern alle Lebensvorschriften für das Volk Israel erhalten. nicht glaubt,wie wollt ihr dann meinen Worten glauben?«
Gute Nachricht Bibel (GNB)
5

Die Heilung am Teich Betesda

51Bald darauf war ein jüdisches Fest und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. 2Am Schaftor in Jerusalem befindet sich ein Teich mit fünf offenen Hallen. Auf Hebräisch wird er Betesda genannt. 3Eine große Anzahl von Kranken lag ständig in den Hallen: Blinde, Gelähmte und Menschen mit erstorbenen Gliedern.5,3 Viele spätere Handschriften fügen hinzu: Sie warteten darauf, dass das Wasser Wellen schlug; 4 denn von Zeit zu Zeit kam ein Engel Gottes und brachte das Wasser in Bewegung. Wer als Erster in das bewegte Wasser hineinging, wurde gesund, ganz gleich, welche Krankheit er hatte.

5Unter ihnen war auch ein Mann, der seit achtunddreißig Jahren krank war. 6Jesus sah ihn dort liegen. Er erkannte, dass der Mann schon lange unter seiner Krankheit litt, und fragte ihn: »Willst du gesund werden?«

7Der Kranke antwortete: »Herr, ich habe keinen, der mir in den Teich hilft, wenn das Wasser sich bewegt. Wenn ich es allein versuche, ist immer schon jemand vor mir da.«

8Jesus sagte zu ihm: »Steh auf, nimm deine Matte und geh!«

5,8-9
Mk 2,10-11
9Im selben Augenblick wurde der Mann gesund. Er nahm seine Matte und konnte wieder gehen.

Der Tag, an dem dies geschah, war ein Sabbat.

5,9 (Sabbat)
5,1618
7,21-22
9,14
Mk 2,27-28
10Einige von den führenden Männern5,10 Wörtlich Die Juden, ebenso in Vers 15; vgl. Anmerkung zu 1,19. sagten deshalb zu dem Geheilten: »Heute ist Sabbat, da darfst du deine Matte nicht tragen!«
5,10
Ex 20,8-10
Jer 17,21-22

11Er antwortete: »Der Mann, der mich geheilt hat, sagte zu mir: ›Nimm deine Matte und geh!‹«

12Da fragten sie ihn: »Wer ist es, der dir so etwas befohlen hat?« 13Aber er konnte keine Auskunft darüber geben; denn Jesus hatte den Ort wegen der vielen Menschen schon wieder verlassen.

5,13
6,15
11,54
12,36b
Mt 8,18
13,36

14Später traf Jesus ihn im Tempel und sagte: »Hör zu! Du bist jetzt gesund. Tu nichts Unrechtes mehr, sonst wird es dir noch schlimmer ergehen.«

5,14
8,11
Mt 12,45Jak 5,16

15Der Geheilte ging fort und berichtete den führenden Männern, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte. 16Da begannen sie, Jesus zu verfolgen, weil er an einem Sabbat geheilt hatte.

17Jesus aber sagte zu ihnen: »Mein Vater ist ständig am Werk und deshalb bin ich es auch.«

18Daraufhin waren sie noch fester entschlossen, ihn zu töten. Denn Jesus setzte nicht nur die Sabbatvorschriften außer Kraft, er behauptete sogar, dass Gott sein Vater5,18 Wörtlich sein eigener Vater; d.h.Vater in der herausgehobenen Bedeutung von 1,18. sei, und stellte sich so mit Gott auf eine Stufe.

5,18
7,1

Die Vollmacht des Sohnes

19Jesus erwiderte auf ihre Vorwürfe: »Amen, ich versichere euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun; er kann nur tun, was er den Vater tun sieht. Was der Vater tut, genau das tut auch der Sohn.

5,19
1,34

20Der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selber tut. Er wird ihm noch größere Taten zeigen, sodass ihr staunen werdet.

5,20
3,35
21Denn wie der Vater die Toten auferweckt und ihnen das Leben gibt, so gibt auch der Sohn das Leben, wem er will.
5,21
11,25

22Auch seine ganze richterliche Macht hat der Vater dem Sohn übergeben; er selbst spricht über niemand das Urteil.

5,22 (Jesus als Richter)
3,18
5,2730
9,39
12,47-48
1 Joh 2,28
Apg 10,42
Jud 14-15
23Denn alle sollen den Sohn ebenso ehren wie den Vater. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
5,23
Phil 2,10-11

24Amen, ich versichere euch: Alle, die auf mein Wort hören und dem glauben, der mich gesandt hat, haben das ewige Leben. Sie kommen nicht mehr vor Gottes Gericht; sie haben den Tod schon hinter sich gelassen und das unvergängliche Leben erreicht.

5,24 (ewiges Leben)
3,16
8,51
10,28
11,25-26
14,6
17,2
20,31
1 Joh 2,25
3,14
5,11

25Amen, ich versichere euch: Die Stunde kommt – ja, sie ist schon da –, dass die Toten die Stimme des Gottessohnes hören werden, und wer sie hört, wird leben. 26Wie der Vater der Geber des Lebens ist, so hat er auch dem Sohn Macht verliehen, Leben zu geben.

5,26
1,4
27Und er hat dem Sohn die Macht verliehen, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.

28Wundert euch nicht darüber! Die Stunde kommt, da werden alle Toten in den Gräbern seine Stimme hören 29und ihre Gräber verlassen. Alle, die Gutes getan haben, werden auferstehen, um das Leben zu empfangen, und die Böses getan haben, um verurteilt zu werden.

30Ich kann nichts von mir aus tun, sondern entscheide als Richter so, wie ich den Vater entscheiden höre. Meine Entscheidung ist gerecht, denn ich setze nicht meinen eigenen Willen durch, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.«

5,30
4,34

Zeugen für Jesus

31»Wenn ich für mich selbst als Zeuge auftreten wollte, hätte meine Aussage keine Beweiskraft. 32Es gibt einen anderen Zeugen, der für mich aussagt, und ich weiß, dass er die Wahrheit über mich sagt.

33Ich meine damit nicht Johannes.5,33 Ich meine ...: verdeutlichender Zusatz. Ihr habt Boten zu ihm geschickt und er ist als Zeuge für die Wahrheit eingetreten.

5,33-34
1,19.15.34

34Ich brauche aber keinen Menschen als Zeugen; auf Johannes verweise ich nur, weil ich möchte, dass ihr gerettet werdet. 35Johannes war wie eine brennende Lampe, ihr aber wolltet nichts weiter, als eine Zeit lang an seinem Licht eure Freude haben.

36Ich habe ein Zeugnis auf meiner Seite, das die Aussage von Johannes weit übertrifft: die Taten meines Vaters, die ich in seinem Auftrag vollenden soll. Sie sprechen für mich und bestätigen, dass mein Vater mich gesandt hat.

5,36
4,34
10,2538
14,10-11
15,24

37Der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mit diesen Taten für mich ausgesagt. Ihr habt seine Stimme niemals gehört und seine Gestalt nie gesehen.

5,37
Ex 20,19
Dtn 4,12
38Auch sein Wort in den Heiligen Schriften nützt euch nichts mehr – weil ihr dem, den er gesandt hat, keinen Glauben schenkt.
5,38
16,9
39Ihr forscht doch in den Heiligen Schriften und seid überzeugt, in ihnen das ewige Leben zu finden – und gerade sie weisen auf mich hin.
5,39
2 Tim 3,15-16
Lk 24,2744
1 Petr 1,10-11
40Aber ihr seid nicht bereit, zu mir zu kommen und so das ewige Leben zu haben.

41Ich bin nicht darauf aus, von Menschen geehrt zu werden.

5,41
7,18
42Außerdem kenne ich euch; ich weiß, dass in euren Herzen keine Liebe zu Gott ist. 43Ich bin im Auftrag meines Vaters gekommen, doch ihr weist mich ab. Wenn aber jemand in seinem eigenen Auftrag kommt, werdet ihr ihn aufnehmen. 44Wie könntet ihr denn auch zum Glauben an mich kommen? Ihr legt ja nur Wert darauf, einer vom andern bestätigt zu werden. Aber die Anerkennung bei Gott, dem Einen, zu dem ihr euch bekennt,5,44 Wörtlich bei dem alleinigen Gott; vgl. Dtn 6,4. die sucht ihr nicht.
5,44
12,43

45Ihr braucht aber nicht zu denken, dass ich euch bei meinem Vater verklagen werde. Mose klagt euch an, derselbe Mose, auf dessen Fürsprache ihr hofft. 46Wenn ihr Mose wirklich glaubtet, dann würdet ihr auch mir glauben; denn er hat über mich geschrieben.

5,46
Dtn 18,1518
Lk 24,2744
Apg 3,22
7,37
47Da ihr aber seinen geschriebenen Worten nicht glaubt, wie könnt ihr dann meinen gesprochenen glauben?«
5,47
Lk 16,31

Zürcher Bibel (ZB)
5

Heilung am Teich Betesda

51Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.

5,1
2,13

2In Jerusalem beim Schaftor ist ein Teich mit fünf Hallen, der auf hebräisch Betesda heisst. 3In den Hallen lagen viele Kranke.5,3 Verschiedene Handschriften ergänzen den V.3 und fügen V.4 ein: 3 In den Hallen lagen viele Kranke, die auf die Bewegung des Wassers warteten. 4 Denn ein Engel (des Herrn) stieg von Zeit zu Zeit in den Teich hinab und wühlte das Wasser auf. Wer nun als Erster hineinstieg nach dem Aufwallen des Wassers, wurde gesund, mit welcher Krankheit er auch behaftet war. 5Dort war auch ein Mensch, der seit achtunddreissig Jahren an seiner Krankheit litt. 6Als Jesus diesen liegen sieht und erkennt, dass er schon eine lange Zeit leidet, sagt er zu ihm: Willst du gesund werden? 7Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, sobald das Wasser aufgewühlt wird, in den Teich trägt; und wenn ich versuche, selber hinzukommen, steigt ein anderer vor mir hinein. 8Jesus sagt zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und zeig, dass du gehen kannst!

5,8
Mt 9,6
9Und sogleich wurde der Mensch gesund, er nahm seine Bahre und konnte gehen.

An jenem Tag aber war Sabbat. 10Die Juden sagten nun zum Geheilten: Es ist Sabbat, es ist dir nicht erlaubt, deine Bahre zu tragen.

5,10
Ex 20,8-11
Dtn 5,12-15
5,10
7,23
11Er aber antwortete ihnen: Der mich gesund gemacht hat, hat zu mir gesagt: Nimm deine Bahre und zeig, dass du gehen kannst! 12Sie fragten ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm sie und zeig, dass du gehen kannst? 13Der Geheilte wusste aber nicht, wer es war, denn Jesus hatte sich zurückgezogen, da an dem Ort ein Gedränge entstanden war. 14Später findet ihn Jesus im Tempel, und er sagt zu ihm: Du siehst, du bist gesund geworden. Sündige nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt! 15Der Mensch ging fort und berichtete den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe. 16Und darum verfolgten die Juden Jesus, weil er solches an einem Sabbat tat.

17Jesus aber entgegnete ihnen: Mein Vater ist bis heute am Werk, und auch ich bin am Werk. 18Da suchten die Juden erst recht eine Gelegenheit, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat auflöste, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich selbst Gott gleichmachte.

5,18
Ex 31,14
Mt 12,14
5,18
19,7

Die Vollmacht des Sohnes

19Da entgegnete ihnen Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, es sei denn, er sehe den Vater etwas tun; denn was dieser tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn. 20Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und noch grössere Werke als diese wird er ihm zeigen, dass ihr euch wundern werdet.

5,20
3,35
21Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will. 22Auch richtet der Vater niemanden, sondern er hat das Richten ganz dem Sohn übergeben, 23damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
5,23
15,23
Lk 10,16

24Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist hinübergegangen aus dem Tod in das Leben.

5,24
3,1836
25Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist jetzt da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden und leben werden, die hören. 26Denn wie der Vater in sich Leben hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, in sich Leben zu haben.
5,26
1,4
27Und er gab ihm Vollmacht, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.
5,27
Mt 9,6
28Wundert euch nicht, dass es heisst:5,28 Andere Übersetzungsmöglichkeit: «Wundert euch nicht: Die Stunde kommt, ...» Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören 29und herauskommen werden - die das Gute getan haben, zur Auferstehung ins Leben, die aber das Böse verübt haben, zur Auferstehung ins Gericht.
5,29
Dan 12,2

30Ich kann von mir aus nichts tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht, weil ich nicht meinen Willen suche, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

5,30
5,19
5,30
4,34

Streit um das Zeugnis

31Wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, ist mein Zeugnis nicht glaubwürdig; 32ein anderer ist es, der über mich Zeugnis ablegt, und ich weiss, dass das Zeugnis, das er über mich ablegt, glaubwürdig ist.

5,32
5,37
6,27
8,18
1Joh 5,9
33Ihr habt zu Johannes geschickt, und er hat Zeugnis abgelegt für die Wahrheit.
5,33
1,19-34
10,41
34Ich aber nehme von einem Menschen kein Zeugnis an; ich sage dies, damit ihr gerettet werdet. 35Jener war die Fackel, die brennt und scheint; ihr aber wolltet nur eine kurze Zeit fröhlich sein in ihrem Licht.

36Ich aber habe ein Zeugnis, das bedeutender ist als das des Johannes. Denn die Werke, die mir der Vater übergeben hat, damit ich sie vollende, eben die Werke, die ich tue, legen Zeugnis dafür ab, dass der Vater mich gesandt hat.

5,36
4,34
5,36
3,210,2538
37Und der Vater, der mich gesandt hat, er hat Zeugnis abgelegt über mich. Weder habt ihr seine Stimme gehört noch seine Gestalt je gesehen,
5,37
1,18
38und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch, weil ihr dem nicht glaubt, den er gesandt hat. 39Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben - und sie sind es auch, die Zeugnis über mich ablegen -,
5,39
1,45
40und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um Leben zu haben.

41Ehre empfange ich nicht von Menschen, 42aber ich habe euch erkannt und weiss, dass ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; kommt aber ein anderer in eigenem Namen, so nehmt ihr ihn auf!

5,43
1,11
44Wie könnt ihr zum Glauben kommen, wenn ihr Ehre voneinander empfangt und nicht die Ehre sucht, die vom alleinigen Gott kommt?
5,44
7,18
8,5054
12,42-43

45Meint nicht, dass ich euch beim Vater anklagen werde; euer Ankläger ist Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. 46Wenn ihr Mose glaubtet, würdet ihr mir glauben, denn er hat über mich geschrieben. 47Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie könnt ihr dann meinen Worten glauben?

Lutherbibel 2017 (LU17)
5

Die Heilung am Teich Betesda

51Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.

5,1
Joh 2,13
2Es ist aber in Jerusalem beim
5,2
Neh 3,1
Schaftor ein Teich, der heißt auf Hebräisch Betesda. Dort sind fünf Hallen; 3in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte.5,3 Die Verse 3b und 4 finden sich erst in der späteren Überlieferung: »Sie warteten darauf, dass sich das Wasser bewegte. Denn der Engel des Herrn fuhr von Zeit zu Zeit herab in den Teich und bewegte das Wasser. Wer nun zuerst hineinstieg, nachdem sich das Wasser bewegt hatte, der wurde gesund, an welcher Krankheit er auch litt.«

5Es war aber dort ein Mensch, der war seit achtunddreißig Jahren krank. 6Als Jesus ihn liegen sah und vernahm, dass er schon so lange krank war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? 7Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. 8Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! 9Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin.

Es war aber Sabbat an diesem Tag. 10Da sprachen die Juden zu dem, der geheilt worden war: Heute ist Sabbat, es ist dir nicht erlaubt, dein Bett zu tragen.

5,10
2. Mose 20,10
Jer 17,21-22
11Er aber antwortete ihnen: Der mich gesund gemacht hat, sprach zu mir: Nimm dein Bett und geh hin! 12Sie fragten ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und geh hin? 13Der aber geheilt worden war, wusste nicht, wer es war; denn Jesus war fortgegangen, da so viel Volk an dem Ort war.

14Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden;

5,14
Joh 8,11
sündige nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre. 15Der Mensch ging hin und berichtete den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe. 16Darum verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Sabbat getan hatte.
5,16
Mt 12,14
17Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und
5,17
Joh 9,4
ich wirke auch. 18Darum
5,18
Joh 7,30
trachteten die Juden noch mehr danach, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat brach, sondern auch sagte,
5,18
Joh 10,33
Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.

Die Vollmacht des Sohnes

19Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur,

5,19
Joh 3,1132
was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn. 20Denn
5,20
Joh 3,35
der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen, sodass ihr euch verwundern werdet. 21Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. 22
5,22
Dan 7,13-14
Denn der Vater richtet niemand, sondern
5,22
Apg 10,42
17,31
hat alles Gericht dem Sohn übergeben, 23damit
5,23
Phil 2,10-11
alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.
5,23
1. Joh 2,23
Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

24Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

5,24
Joh 3,1618
25Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und
5,25
Eph 2,5-6
ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören, die werden leben. 26Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber;
5,26
Joh 1,1-4
27und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er
5,27
Dan 7,13-14
der Menschensohn ist. 28Wundert euch darüber nicht. Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, 29und es werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.
5,29
Dan 12,2
Mt 25,46
2. Kor 5,10

30Ich kann nichts von mir aus tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht; denn

5,30
Joh 6,38
ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Die Zeugen für den Sohn

31Wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. 32Ein anderer ist’s, der von mir zeugt; und ich weiß, dass das Zeugnis wahr ist, das

5,32
1. Joh 5,9
er von mir gibt. 33Ihr habt zu Johannes geschickt, und er hat die Wahrheit bezeugt.
5,33
Joh 1,19-34
34Ich aber nehme nicht von einem Menschen Zeugnis an; sondern ich sage das, damit ihr selig werdet. 35Er war ein brennendes und strahlendes Licht; ihr aber wolltet eine kleine Weile fröhlich sein in seinem Licht. 36Ich aber habe ein größeres Zeugnis als das des Johannes; denn
5,36
Joh 3,2
10,2538
die Werke, die mir der Vater gegeben hat, damit ich sie vollende, ebendiese Werke, die ich tue, zeugen von mir, dass mich der Vater gesandt hat. 37Und der Vater, der mich gesandt hat, hat von mir Zeugnis gegeben.

Ihr habt niemals

5,37
Mt 3,17
seine Stimme gehört noch seine Gestalt
5,37
Joh 1,18
gesehen 38und sein Wort habt ihr nicht in euch wohnen; denn ihr glaubt dem nicht, den er gesandt hat. 39Ihr sucht in den Schriften, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie sind’s, die von mir zeugen;
5,39
Joh 1,45
Lk 24,2744
2. Tim 3,15-17
40aber ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben hättet.

41Ich nehme nicht Ehre von Menschen an; 42aber ich kenne euch, dass ihr nicht Gottes Liebe in euch habt. 43Ich bin gekommen in meines Vaters Namen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer kommen wird in seinem eigenen Namen, den werdet ihr annehmen.

5,43
Mt 24,5
44Wie könnt ihr glauben,
5,44
Joh 12,42-43
1. Thess 2,6
die ihr Ehre voneinander annehmt, und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, sucht ihr nicht?

45Meint nicht, dass ich euch vor dem Vater verklagen werde;

5,45
5. Mose 31,24-27
der euch verklagt, ist Mose, auf den ihr hofft. 46Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn
5,46
1. Mose 3,15
49,10
5. Mose 18,15
er hat von mir geschrieben. 47Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?
5,47
Lk 16,31