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3.5. Die Königsbücher

Die Darstellung der beiden Königsbücher (die ursprünglich nur ein Buch waren) reicht vom Beginn des Königtums Salomos bis zum babylonischen Exil. Während die beiden Samuelisbücher einen Zeitraum von kaum mehr als 50 Jahren beschreiben, schildern die Königsbücher also Ereignisse aus 4 Jahrhunderten. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Geschichte immer aus dem Blickwinkel des späteren Juda gesehen wird.

Juda (Südreich)

Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt.

Altar

Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden.

Saul

Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr.

Hirte

Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott.

Philister

Nachbarvolk Israels im Westen. Ihr Siedlungsgebiet lag vor allem in der südlichen Küstenebene am Mittelmeer.

Isebel

Königstochter aus der phönizischen Stadt Tyrus, Frau des Königs Ahab von Israel (1 Kön 16,31), förderte die Verehrung des Gottes → Baal. In Offb 2,20 Schimpfname für eine Frau, die sich in der Gemeinde von Thyatira als → Prophetin ausgab und die Christen dort durch eine falsche Ausdeutung der christlichen Freiheit auf Abwege führte.

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Baal

Ein palästinisch-syrischer Fruchtbarkeitsgott, gegen dessen Verehrung im alten Israel der Prophet Elija kämpfte (1 Kön 18–19; Röm 11,4). Der Wortsinn ist eigentlich »Herr« oder »Besitzer«. Im Lauf der Zeit wurde das Wort zu einem Göttertitel und schließlich zum Namen des kanaanitischen Wettergottes. Im Wettergott Baal sahen die → Kanaaniter den Herrn über Donner und Blitz, Wolken, Regen und Schnee. Er wurde oft als Krieger mit gehörntem Helm dargestellt, in der einen Hand eine Keule, in der andern ein Bündel Blitze.

Jericho

Oasenstadt in der judäischen Wüste nördlich des Toten Meers.

Baal

Palästinisch-syrischer Wettergott. Er galt als Herrscher über Wolken, Wind und Regen, der für die Fruchtbarkeit des Landes sorgt.

Aschera

Eine im phönizisch-kanaanitischen Bereich beheimatete Fruchtbarkeits- und Muttergöttin. Sie galt ursprünglich als Partnerin des Hauptgottes El und damit als Mutter der anderen kanaanitischen Götter. Nach späterer Vorstellung stand sie jedoch neben → Baal als dessen Schwester oder Partnerin. Aufgerichtete hölzerne Gegenstände, möglicherweise auch bestimmte heilige Bäume, symbolisierten die Gegenwart der Göttin und wurden anbetend verehrt. Diese Verehrung wird an verschiedenen Stellen des Alten Testaments als »Hurerei/Prostitution« bezeichnet. Vermutlich handelte es sich jedoch nicht um sexuelle Rituale, sondern um bestimmte Bräuche (z.B. 2 Kön 23,7: Weben von Decken), die als Untreue gegenüber dem alleinigen Gott Israels bewertet und deshalb bildlich als → Hurerei verurteilt wurden (→ geweiht 2).

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

goldenes Kalb

Verächtliche Bezeichnung für das Standbild eines Stieres, das als Götterbild verehrt wurde.

Israel

Beiname des israelitischen Stammvaters → Jakob, den er nach dem nächtlichen Kampf mit Gott bzw. seinem → Engel am Jabbok erhielt (Gen 32,29; vgl. 35,10). Der Name bedeutet »Gott kämpft (für sein Volk)« oder noch wahrscheinlicher »Gott herrscht«. Als Volksname bezeichnet er einerseits das gesamte Zwölf-Stämme-Volk, andererseits seit der Trennung von Juda (1 Kön 12,1-24) das Nordreich Israel, das nach seinem Hauptstamm auch Efraïm genannt wird. In dem Maß, in dem der Name seine politische Bedeutung verliert, wird er zum Ehrennamen des Gottesvolkes (Jes 48,1; Röm 9,4; 2 Kor 11,22; Gal 6,16).

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

David

Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete.

Israel (Nordreich)

Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.).

Streitwagen

Eine zugleich bewegliche und »schwere« Waffengattung. Der Streitwagen war in der Regel mit zwei Mann besetzt, dem Wagenlenker und dem Bogenschützen; gelegentlich kam noch ein Schildhalter dazu.

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Streitwagen

Ein für den Krieg ausgerüsteter Wagen mit zwei oder drei Mann Besatzung.