Gebet um Rettung Israels: 36,1–22
Hab Erbarmen mit uns, Gebieter, du Gott aller, / sieh herab und wirf die Furcht vor dir auf alle Völker!
Erheb deine Hand gegen fremde Völker, / sie sollen deine Macht sehen!
Wie du dich vor ihnen als heilig erwiesen hast an uns, / so erweise dich als groß an ihnen vor unseren Augen!
Sie sollen dich erkennen, wie auch wir erkannt haben, / dass es keinen Gott gibt außer dir, Herr!
Erneuere die Zeichen und wirke andere Wunder! / Zeig die Herrlichkeit deiner Hand und des rechten Arms!
Wecke die Wut und gieß aus den Zorn!/ Vertreib den Gegner und vertilge den Feind!
Beschleunige die Zeit und gedenke des Eides! / Sie sollen deine Großtaten erzählen.
Wer entkommt, soll durch Zornesglut verzehrt werden. / Die deinem Volk Böses antun, sollen vernichtet werden.
Zerschmettere die Häupter der feindlichen Herrscher, / die da sagen: Es gibt keinen außer uns!
Sammle alle Stämme Jakobs! / Verteil unter ihnen den Erbbesitz wie am Anfang!
Herr, hab Erbarmen mit dem Volk, das bei deinem Namen gerufen worden ist, / und mit Israel, das du einem Erstgeborenen gleichgemacht hast!
Habe Mitleid mit der Stadt deines Heiligtums, / mit Jerusalem, dem Ort deiner Ruhe!
Erfülle Zion mit deinem Lobpreis / und dein Volk mit deiner Herrlichkeit!
Gib Zeugnis für das, was du am Anfang geschaffen hast, / und erwecke die Prophezeiungen wieder, die in deinem Namen ergangen sind!
Gib den Lohn denen, die dich erwarten, / und deine Propheten sollen sich glaubwürdig erweisen!
Erhöre, Herr, die Bitte deiner Diener / gemäß dem Segen Aarons über dein Volk!
Alle auf der Erde werden erkennen, / dass du Herr bist, der Gott der Ewigkeiten.
Kluge Wahl von Vertrauenspersonen: 36,23–37,26
Der Magen verzehrt jede Speise, / aber eine Speise ist besser als eine andere Speise.
Der Gaumen prüft Gerichte vom Wild, / Gleiches tut ein kluges Herz mit Lügenworten.
Ein verschlagenes Herz verursacht Leid, / ein vielerfahrener Mensch vergilt es ihm.
Eine Frau nimmt alles, was männlich ist, / doch eine Tochter ist besser als eine andere Tochter.
Die Schönheit einer Frau macht das Gesicht heiter, / sie übertrifft jedes Verlangen des Menschen.
Wenn sie voll Mitgefühl und Bescheidenheit spricht, / ist ihr Mann nicht wie andere Menschensöhne.
Eine Frau zu erwerben, ist der Anfang vom Besitz, / eine Hilfe, die ihm entspricht, und eine Säule der Ruhe.
Fehlt ein Zaun, wird der Besitz geplündert, / fehlt einem die Frau, wird er herumirren und klagen.
Denn wer wird einem flinken Räuber vertrauen, / der von Stadt zu Stadt springt?
So ist ein Mensch, der kein Heim hat / und überall Halt macht, wo er gerade am Abend ist.