Wer das Gesetz hält, bringt viele Gaben dar, / ein Heilsopfer, wer die Gebote hält.
Wer Wohlwollen vergilt, der bringt feinstes Weizenmehl dar, / und wer ein Almosen gibt, spendet ein Lobopfer.
Abkehr vom Bösen findet das Gefallen des Herrn: / Als Sühne gilt ihm die Abkehr vom Unrecht.
Erscheine nicht mit leeren Händen vor dem Angesicht des Herrn, / denn dies alles geschieht um des Gebots willen!
Die Gabe eines Gerechten bereichert den Altar / und ihr Wohlgeruch steigt auf zum Höchsten.
Das Opfer eines gerechten Mannes wird angenommen / und die Erinnerung daran wird nicht vergessen.
Mit großzügigem Auge preise den Herrn / und schmälere nicht die Erstlingsgabe deiner Hände!
Bei jeder Gabe mache ein heiteres Gesicht / und weihe den Zehnt mit Freude!
Gib dem Höchsten, wie er dir gegeben hat, / und gib mit großzügigem Auge nach dem Ertrag der Hand!
Denn der Herr ist einer, der vergilt, / und er wird dir siebenfach vergelten.
Bestich ihn nicht, denn er wird es nicht annehmen, / und vertrau nicht auf ungerechte Opfer!
Denn der Herr ist Richter / und es gibt vor ihm kein Ansehen der Person.
Er bevorzugt niemanden gegenüber einem Armen, / die Bitte eines ungerecht Behandelten wird er erhören.
Er missachtet nicht den Hilferuf der Waise / und die Witwe, wenn sie ihren Jammer ausschüttet.
Fließen nicht Tränen der Witwe über die Wangen / und richtet sich der Schrei nicht gegen den, der sie hinabfließen ließ?
Wer Gott wohlgefällig dient, wird angenommen / und seine Bitte dringt bis in die Wolken.
Das Gebet eines Demütigen durchdringt die Wolken, / und bevor es nicht angekommen ist, wird er nicht getröstet / und er lässt nicht nach, bis der Höchste daraufschaut.
Und er wird für die Gerechten entscheiden und ein Urteil fällen. / Und der Herr wird gewiss nicht zögern
und nicht langmütig sein gegen die Unbarmherzigen, / bis er ihre Hüften zerbrochen hat.
Gerechtigkeit Gottes: 35,23–26
An den Völkern wird er Vergeltung üben, / bis er die Menge der Gewalttätigen entfernt / und die Zepter der Ungerechten zerschlagen hat;
bis er dem Menschen nach seinen Taten vergolten hat / und die Werke der Menschen nach ihren Absichten;
bis er das Urteil über sein Volk gesprochen hat / und sie mit seinem Erbarmen erfreuen wird.
Köstlich ist das Erbarmen zur Zeit der Bedrängnis, / wie Regenwolken zur Zeit der Dürre.