Beziehungen – Alter – Furcht des Herrn: 25,1–12
Mit drei Dingen habe ich mich geschmückt / und ich trete in Anmut hin vor den Herrn und vor die Menschen:
Eintracht unter Brüdern, Freundschaft mit den Nächsten / sowie Frau und Mann, die sich in Einklang befinden.
Drei Arten von Menschen sind mir verhasst, / ihre Lebensweise verabscheue ich sehr:
den hochmütigen Armen und den betrügerischen Reichen, / den ehebrecherischen Alten ohne Verstand.
Hast du in der Jugend nicht gesammelt, / wie kannst du in deinem Alter etwas finden?
Wie gut steht den Grauhaarigen ein Urteil an / und den Ältesten, Rat zu wissen.
Wie gut steht den Alten Weisheit an / und den Gerühmten Überlegung und Rat.
Ein Kranz der Alten ist reiche Erfahrung,/ ihr Ruhm ist die Furcht des Herrn
Zu neun Einsichten sprach ich im Herzen: Selig, / die zehnte führe ich im Mund:
ein Mensch, der sich an Kindern erfreut, / einer, der zu Lebzeiten den Sturz der Feinde sieht.
Selig, wer mit einer klugen Frau zusammenlebt, / der nicht durch die Zunge zu Fall kommt / und der keinem als Sklave gedient hat, der seiner unwürdig ist.
Selig, wer Klugheit findet / und der zu Ohren spricht, die zuhören.
Wie groß ist einer, der Weisheit gefunden, / aber er steht nicht über dem, der den Herrn fürchtet.
Die Furcht des Herrn übertrifft alles; / wer an ihr festhält - mit wem wird er zu vergleichen sein?
Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Liebe zu ihm, / Vertrauen aber ist der Anfang der Bindung an ihn.
Böse und gute Frau: 25,13–26,27
Jede Wunde, nur keine Herzenswunde; / jede Bosheit, nur keine Frauenbosheit.
Jeder Angriff, nur kein Angriff von Hassenden, / und jede Rache, nur keine Rache von Feinden.
Kein Kopf ist schlimmer als der Kopf einer Schlange / und keine Wut geht über die Wut einer Frau.
Lieber will ich mit einem Löwen oder Drachen zusammenhausen, / als bei einer bösen Frau wohnen.
Die Bosheit einer Frau verändert ihr Aussehen / und verfinstert ihr Gesicht wie das einer Bärin.
Inmitten seiner Nächsten wird ihr Mann sich niederlassen / und unwillkürlich seufzt er bitterlich.
Klein ist jede Bosheit im Vergleich zur Bosheit einer Frau; / das Los des Sünders möge sie treffen.
Wie ein sandiger Aufstieg für die Füße eines älteren Menschen, / so ist eine geschwätzige Frau für einen stillen Mann.
Fall nicht herein auf die Schönheit einer Frau / und verzehr dich nicht nach einer Frau!
Zorn, Schamlosigkeit und große Schande bringt es, / wenn eine Frau für ihren Mann aufkommt.
Ein bedrücktes Herz und ein mürrisches Gesicht / und eine Wunde für das Herz ist eine böse Frau.
Schlaffe Hände und weiche Knie - / dies ist eine Frau, die ihren Mann nicht seligpreist.
Von einer Frau kommt der Anfang der Sünde / und durch sie sterben wir alle.
Gib dem Wasser keinen Abfluss / und einer bösen Frau keinen Freiraum!
Wenn sie sich nicht von deiner Hand führen lässt, / trenn sie von deinem Fleisch!