Jakobus 5
Warnung an die Reichen
Geduldig warten
Nicht schwören
Beten in jeder Lage. Das Gebet für die Kranken
Gegenseitiges Sündenbekenntnis und Gebet füreinander
Sorge um die Irrenden
Sachwissen
Nach Kategorie filtern
Krankheit
Nach biblischem Verständnis besteht zwischen Leiden durch Krankheit einerseits und Sünde andererseits eine Verbindung, auch wenn diese nicht immer offensichtlich und direkt zutage liegt. Im Zusammenhang mit dem Sündenfall ist zum ersten Mal von Schmerz die Rede (Gen 3,16f). Den Israeliten wird versprochen, dass sie von Krankheit verschont bleiben sollen, wenn sie Gott ohne Einschränkung gehorchen (Ex 15,26; Lev 26,14-16). Für den Ungehorsam werden ihnen alle möglichen Krankheiten angedroht (Dtn 28,15.22.27.58-61). In der neuen Schöpfung wird es keinen Schmerz und keine Krankheit mehr geben (Jes 35,10; Offb 21,4; 22,2). Zum Zeichen dafür heilte Jesus viele Kranke und ermächtigte seine Jünger, das Gleiche zu tun (Mt 10,1; Lk 9,2). Gelegentlich wird der innere Zusammenhang von Krankenheilung und Sündenvergebung direkt angesprochen (Ps 38,4-6.22-23; 103,3; Jes 33,24; Mk 2,1-12par; Jak 5,14-16).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
5.1. Der Jakobusbrief (Jak)
Der Jak ist an „die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung leben“ (1,1), adressiert, d. h. er wendet sich an die gesamte Christenheit außerhalb Palästinas. Als Absender nennt das Präskript „Jakobus, Knecht Gottes und Jesu Christi, des Herrn“. Damit ist offenbar der Bruder Jesu gemeint (vgl. Gal 1,19; Apg 15,13 u. ö.), denn der Brief will von einem in der ganzen Frühchristenheit anerkannten Lehrer (vgl. 3,1) geschrieben sein. An der Authentizität dieser Angabe bestehen erhebliche Zweifel. Zum einen schreibt der Autor ein gutes Griechisch und besitzt eine gewisse rhetorische Bildung, was bei Jakobus nicht unbedingt zu erwarten ist. Zum anderen – und dieser Grund ist gewichtiger – setzt der Brief eine Gemeindesituation voraus, die in die Zeit nach dem Tod des Jakobus im Jahr 62 weist. Da der Briefschreiber einem weisheitlich geprägten Judenchristentum zuzurechnen ist, hat er bewusst an die Autorität des Jakobus angeknüpft, denn dieser genoss vor allem im Judenchristentum hohes Ansehen.
Zebaot
Das hebräische Wort zebaot bedeutet »Heerscharen/Heeresmacht«. Es ist in Genitivverbindung mit »Gott« oder dem Gottesnamen (»Gott/Herr der Heerscharen«) im Alten Testament der am häufigsten gebrauchte »Titel« für Gott. Er bringt Gottes königliche Würde zum Ausdruck, die er als Herrscher über die »Heere«, d.h. über alle Mächte im Himmel und auf der Erde, hat. »JHWH Zebaot« ist der Name, unter dem Gott am Jerusalemer Tempel verehrt wurde (zu seiner Übersetzung → Herr).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Gebet
Reden des Menschen mit Gott.
Sünde, Schuld
Sünde beschreibt die Trennung des Menschen von Gott; Schuld bezieht sich im Unterschied dazu auf konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.
Gute Nachricht
Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen.
Älteste
Die Stellung der Ältesten gründete ursprünglich in der Würde des Alters: In Familie und Sippe gilt die Autorität der Alten. Obwohl im Grundsatz alle Familienoberhäupter den gleichen Rang hatten, übten im größeren Verband des Stammes die Häupter der mächtigsten Familien die Autorität aus, im Krieg als Anführer und im Frieden durch Rechtsprechung. Sie bildeten eine Art Adel.
Frühjahrsregen
Ijob
(Hiob, Job) Er gilt als Beispiel geduldigen Leidens, auf das am Ende eine große Belohnung folgt (Jak 5,11; vgl. Ijob 1–2 und 42). Die Überlieferung kennt aber auch einen rebellischen Ijob, der auf ein Gottesverhältnis hofft, das über des irdische Leben hinausgeht (Ijob 19,25).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Reich Gottes
Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt.
Herr
(Jesus Christus) Unter den Würdetiteln, die zum Ausdruck bringen, was Jesus für das Heil der Menschen bedeutet (→ Christus, → Menschensohn), nimmt der Titel »Herr« eine herausragende Stellung ein. Er kann ganz allgemein als Anrede an Höhergestellte gebraucht werden; in der »heidnischen« Umwelt des Neuen Testaments wurden die verschiedensten Götter mit diesem Titel bedacht (vgl. 1 Kor 8,5). Ihnen gegenüber ist Jesus in einzigartiger Weise »der Herr« (1 Kor 8,6). Für die inhaltliche Füllung dieses Titels ist jedoch entscheidend, dass das Wort »Herr« in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments an die Stelle des Gottesnamens Jahwe getreten ist (→ Herr). Damit ist die Möglichkeit gegeben, Aussagen des Alten Testaments über Gott direkt auf Jesus zu beziehen (z.B. Joël 3,5 in Apg 2,21 und in Röm 10,9-13 oder Jes 45,23-24 in Phil 2,10-11) und so – ohne Jesus mit Gott gleichzusetzen – seine entscheidende Heilsbedeutung zum Ausdruck zu bringen.
Gemeindeälteste
Leitungsamt in frühchristlichen Gemeinden, das meistens von älteren Männern ausgeübt wurde.
Gericht, verurteilen
Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht.
Bruder, Schwester
Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.
Gerechte
Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt.
Prophet
Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Christus
Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.