2 Könige 3
Über König Joram von Israel
Der Feldzug gegen die Moabiter
Elischa rettet das Heer vor dem Verdursten
Der Sieg über die Moabiter
Sachwissen
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3.5. Die Königsbücher
Die Darstellung der beiden Königsbücher (die ursprünglich nur ein Buch waren) reicht vom Beginn des Königtums Salomos bis zum babylonischen Exil. Während die beiden Samuelisbücher einen Zeitraum von kaum mehr als 50 Jahren beschreiben, schildern die Königsbücher also Ereignisse aus 4 Jahrhunderten. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Geschichte immer aus dem Blickwinkel des späteren Juda gesehen wird.
Heiliger Geist
Das hebräische Wort für Geist bedeutet ursprünglich »Wind, Hauch«. Gemeint ist damit das Lebensprinzip, das der Schöpfung zugrunde liegt (Gen 1,2), das Gott seinen Geschöpfen verliehen hat und über das er jederzeit verfügt (vgl. Ps 104,29-30). Vom Geist Gottes gehen aber auch spezielle Wirkungen auf bestimmte Menschen aus: Der Geist kommt über einen Menschen und treibt ihn zu einer bestimmten Tat (Ri 3,10; 13,25). Er beseelt die ekstatischen Prophetengemeinschaften (1 Sam 10,10-12) und kann einen → Propheten ganz real an einen anderen Ort versetzen (1 Kön 18,12; vgl. Ez 8,3). Wenn der Geist Gottes für dauernd von einem Menschen Besitz ergreift wie von David (1 Sam 16,13) oder einer prophetischen Gestalt (Jes 42,1; 61,1), ist dies das Zeichen einer besonderen Verbundenheit mit Gott und Beauftragung durch ihn (vgl. Joh 1,32-34).
Zebaot
Das hebräische Wort zebaot bedeutet »Heerscharen/Heeresmacht«. Es ist in Genitivverbindung mit »Gott« oder dem Gottesnamen (»Gott/Herr der Heerscharen«) im Alten Testament der am häufigsten gebrauchte »Titel« für Gott. Er bringt Gottes königliche Würde zum Ausdruck, die er als Herrscher über die »Heere«, d.h. über alle Mächte im Himmel und auf der Erde, hat. »JHWH Zebaot« ist der Name, unter dem Gott am Jerusalemer Tempel verehrt wurde (zu seiner Übersetzung → Herr).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Zebaot
Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck.
Juda (Südreich)
Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt.
Opfer
Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt.
Elija
Prophet im Nordreich Israel. Sein Name bedeutet »Mein Gott ist der HERR«.
Baal
Ein palästinisch-syrischer Fruchtbarkeitsgott, gegen dessen Verehrung im alten Israel der Prophet Elija kämpfte (1 Kön 18–19; Röm 11,4). Der Wortsinn ist eigentlich »Herr« oder »Besitzer«. Im Lauf der Zeit wurde das Wort zu einem Göttertitel und schließlich zum Namen des kanaanitischen Wettergottes. Im Wettergott Baal sahen die → Kanaaniter den Herrn über Donner und Blitz, Wolken, Regen und Schnee. Er wurde oft als Krieger mit gehörntem Helm dargestellt, in der einen Hand eine Keule, in der andern ein Bündel Blitze.
Elischa
Prophet im Nordreich Israel und Nachfolger des Propheten Elija.
Moab(iter)
Mit Israel verwandtes Volk (Gen 19,36-37). Von guten Beziehungen zeugen Rut 1,1; 1 Sam 22,3-4; von Spannungen Num 22–24; Ri 3,12-30. Ursprüngliches Siedlungsgebiet war das fruchtbare Hochland südlich des Arnon. David unterwarf die Moabiter (2 Sam 8,2); in der Mitte des 9. Jh. v.Chr. gewann König Mescha die Selbstständigkeit zurück und dehnte seine Herrschaft auf das Gebiet nördlich des Arnon aus, wobei nach einer Inschrift Meschas der Stamm Gad aufgerieben wurde. Seit Mitte des 8. Jh. assyrischer und dann babylonischer Vasallenstaat; Ende des 5. Jh. ins Reich der → Nabatäer eingegliedert.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Moab, Moabiter
Nachbarvolk Israels im Ostjordanland.
Prophet
Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Baal
Palästinisch-syrischer Wettergott. Er galt als Herrscher über Wolken, Wind und Regen, der für die Fruchtbarkeit des Landes sorgt.
Speiseopfer
Naturalien (Getreide, Backwerk, Feldfrüchte) als selbstständiges Opfer oder Beigabe zu anderen Opfergaben (→ Opfer).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Speiseopfer
Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt.
Steinmal
Ein aufrecht hingestellter heiliger Stein: (a) als Denkstein für einen Vertragsschluss und Grenzstein (Gen 31,45); (b) als Grabstein (Gen 35,20); (c) als Gedenkstein an heiliger Stätte (Gen 28,18); (d) anstelle eines Götterbildes oder in Verbindung mit Götterbildern, darum in Israel streng verboten (Ex 34,13; Lev 26,1; Dtn 7,5; 12,3) und trotzdem immer wieder errichtet (1 Kön 14,23; 2 Kön 3,2).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
goldenes Kalb
Verächtliche Bezeichnung für das Standbild eines Stieres, das als Götterbild verehrt wurde.
Edom(iter)
Nachbarvolk Israels, das auf Jakobs Bruder Esau zurückgeführt wird (Gen 36,1-9). Es wohnte südlich des Toten Meeres in dem Seïr genannten Bergland östlich des Jordangrabens. Unterwerfung durch Israel (zuerst unter David; 2 Sam 8,13-14) und Selbstständigkeit wechselten mehrfach ab. Nach der Zerstörung Jerusalems 586 v.Chr. machten sich die Edomiter die Schwäche Judas zunutze (vgl. Obd 10-14; Ps 137,7) und drangen in Südjuda ein. Um 300 v.Chr. entrissen ihnen die aus der Wüste kommenden → Nabatäer das alte Stammland östlich des Jordans und drängten sie ganz in das nun nach ihnen Idumäa genannte südjudäische Gebiet.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Israel (Nordreich)
Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.).