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Opfer, Opfergaben

Das Opfer ist eine bei allen Völkern des Altertums verbreitete, besonders wichtige und feierliche Form des Gottesdienstes, mit dem Sinn, der Gottheit Verehrung darzubringen, ihre Gunst zu gewinnen oder ihre Strafe abzuwenden. Es gibt blutige und unblutige Opfer. Zu den unblutigen zählen Früchte, Getreide, Brot, Wein, Öl, Weihrauch, für die blutigen sind geeignet Rinder, Kälber, Schafe, Ziegen, Tauben.

4.15. Der Hebräerbrief (Hebr)

Der Hebr ist ursprünglich anonym abgefasst worden. Ein Präskript, das Hinweise auf den Verfasser liefern könnte, fehlt. Der Briefschluss (13,22-25) lehnt sich an das paulinische Briefformular an. In 13,23 wird der Paulusmitarbeiter Timotheus erwähnt. Beides könnte als Indiz dafür gewertet werden, dass der Verfasser sein Werk in die Tradition der paulinischen Briefe stellen wollte. Die sprachlichen und sachlich–theologischen Differenzen sowohl zu den authentischen Paulusbriefen als auch zu den Deuteropaulinen sind allerdings so groß, dass der Verfasser des Hebr nicht einmal als Paulusschüler bezeichnet werden kann. Er vertritt vielmehr eine ganz eigene theologische Position, die stark von der jüdisch–alexandrinischen Theologie beeinflusst ist.

Geist Gottes, Heiliger Geist

Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.

Heiliger Geist

Das hebräische Wort für Geist bedeutet ursprünglich »Wind, Hauch«. Gemeint ist damit das Lebensprinzip, das der Schöpfung zugrunde liegt (Gen 1,2), das Gott seinen Geschöpfen verliehen hat und über das er jederzeit verfügt (vgl. Ps 104,29-30). Vom Geist Gottes gehen aber auch spezielle Wirkungen auf bestimmte Menschen aus: Der Geist kommt über einen Menschen und treibt ihn zu einer bestimmten Tat (Ri 3,10; 13,25). Er beseelt die ekstatischen Prophetengemeinschaften (1 Sam 10,10-12) und kann einen → Propheten ganz real an einen anderen Ort versetzen (1 Kön 18,12; vgl. Ez 8,3). Wenn der Geist Gottes für dauernd von einem Menschen Besitz ergreift wie von David (1 Sam 16,13) oder einer prophetischen Gestalt (Jes 42,1; 61,1), ist dies das Zeichen einer besonderen Verbundenheit mit Gott und Beauftragung durch ihn (vgl. Joh 1,32-34).

Himmel

Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.

Mose

Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote.

heilig

Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen.

Welt, diese

Die neutestamentliche Redeweise von »dieser Welt« bezeichnet die Menschenwelt als eine, die sich von Gott abgewandt hat und seinen → Sohn, in dem er der Welt seine Liebe zugewandt hat (Joh 3,16), abweist. Dadurch wird der Bereich, in dem die Menschen leben, zu einer Welt, die unter Gottes Gericht steht (Joh 3,19) und vom Bösen beherrscht ist (Gal 1,4; Eph 6,12; → Herrscher dieser Welt).

Kerubim

Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes.

Opfer

Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt.

Sünde, Schuld

Sünde beschreibt die Trennung des Menschen von Gott; Schuld bezieht sich im Unterschied dazu auf konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.

Aaron

Der Bruder von → Mose (Ex 4,14; 6,20). Er steht beim Auszug aus Ägypten als Helfer und während der Wüstenwanderung als Priester neben der prophetischen Führergestalt Mose und ist in späterer Sicht der erste → Oberste Priester und Ahnherr der legitimen Jerusalemer Priesterschaft. Im Neuen Testament wird er zum Vor- und Gegenbild des wahren Obersten Priesters Christus (Hebr 5,4; 7,11).

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Aaron

Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester.

heilig, heiligen, Heiligkeit

»Heilig« ist im Alten Testament alles, was Gott und der göttlichen Sphäre zugehört. Das ist aus priesterlicher Sicht der → Tempel und dort wieder in besonderem Maße die heiligen Geräte, die Altäre, die → Bundeslade und der innerste Raum des Tempels, der das »Allerheiligste« heißt. Nur wer selbst geheiligt (geweiht) ist, kann sich dieser Sphäre nahen, ohne Schaden zu nehmen (Num 4,15; Ex 30,29). Die → Opfer, die Gott dargebracht werden, sind in abgestuftem Maße heilig, und entsprechend dürfen unterschiedliche Personenkreise einen Anteil davon verzehren: beim Mahlopfer die ganze Gemeinde (Lev 7,15-21), bei den Erntegaben ans Heiligtum und bei bestimmten Opferanteilen alle Angehörigen der Priesterfamilien (Num 18,11-19), bei den Sühneopfern die Priester allein (Lev 6,19-22).

Gesetz

Das Judentum bezeichnete die fünf Mosebücher als »Gesetz« (Tora = Weisung) und umschrieb das Alte Testament mit »das Gesetz und die Propheten« (vgl. Mt 5,17; 7,12; 22,40; Röm 3,21). Der Begriff »Gesetz« konnte aber auch auf das ganze Alte Testament ausgedehnt werden. Seit der Zeit Esras (vgl. Neh 8–10) bestimmte das Mosegesetz das gesamte Leben des jüdischen Volkes und grenzte es streng gegen die übrigen Völker ab. Von besonderer Bedeutung wurden dafür die Gesetze über die → Beschneidung und den → Sabbat sowie die Reinheitsvorschriften (→ rein). Die Frage nach der bleibenden Geltung des Mosegesetzes führte in der Urchristenheit zu ernsten Auseinandersetzungen (Apg 15; Gal 2).

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Sühne

Gott muss nach biblischem Verständnis nicht von Menschen durch → Opfer oder Leistungen »versöhnt« werden, vielmehr ist er es, der die schuldig gewordenen Menschen mit sich versöhnt (2 Kor 5,18-20). Er tut dies nicht durch eine einfache Absichtserklärung, sondern im Alten Testament ursprünglich dadurch, dass er den Opferdienst stiftet, durch den diese Versöhnung wirksam werden kann (→ Versöhnungstag, → Sühneopfer). Dies entspricht der alttestamentlichen Vorstellung von einem Unheilszusammenhang, der durch die Sünde hervorgerufen wird (vgl. Ps 7,15-17; Jes 5,18; 9,17-20) und der nur aufgehoben werden kann, wenn er sich an einem Ersatzopfer ausgewirkt hat. Entscheidend für die Wirkung des Opfers ist jedoch, dass Gott es annimmt (vgl. Gen 4,4-5).

rein (unrein)

Wegen der → Heiligkeit Gottes muss der Mensch, der sich ihm naht – sei es in der anbetenden Gemeinde, sei es beim Privatopfer –, rein sein. Dabei ist »rein« zunächst kein moralischer Begriff, sondern bezieht sich auf körperliche Vorgänge, die von der Nähe Gottes fernzuhalten sind – vermutlich weil sie zur Einflusssphäre dämonischer Naturmächte gehören, denen sich die Menschen der Frühzeit ausgesetzt sahen. Dazu zählt alles, was mit den Bereichen von Tod und Sexualität zu tun hat, aber auch Hautkrankheiten (→ Aussatz). Auch jede Berührung mit Menschen, die die Reinheitsvorschriften des → Gesetzes nicht beachteten, machte »unrein«. Ein wichtiges Gebiet waren die Bestimmungen über reine und unreine Speisen (→ Nahrungsvorschriften).

rein

Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten.

Blut

Das Blut gilt als Quelle und Sitz des Lebens. Da Gott der Lebensspender ist, gehört es ihm und darf von Menschen nicht gegessen oder getrunken werden. Das führt in Israel zu der Forderung, nur solches Fleisch zu essen, in dem keinerlei Blut zurückgeblieben ist (Gen 9,4), und damit zu einer Form des Schlachtens, bei der das gesamte Blut des Tieres ausfließt (Schächtung). Bei der rituellen Schlachtung (Opferung) wird das Blut der Opfertiere aufgefangen und an den Altar gegossen. Außerdem wird bei bestimmten Opferarten (→ Opfer) das Opferblut als Sühnemittel verwendet, um die verunreinigende Wirkung menschlicher Verfehlungen aufzuheben. Von daher wird im Neuen Testament der Opfertod von Jesus als → Sühne für die Sünden der Menschen verstanden (Hebr 9–10). In anderem Zusammenhang dient das Blut von Opfertieren zur Besiegelung des → Bundes zwischen Gott und seinem Volk (Ex 24,6-8). Auf diesem Hintergrund deutet Jesus seinen Tod als Inkraftsetzung des neuen Bundes (Lk 22,20).

Oberster Priester

(in anderen Bibelübersetzungen »Hohepriester«) Schon vor dem babylonischen → Exil gab es in Jerusalem und an anderen Heiligtümern im Land »Oberpriester«, von denen einzelne – in nachexilischer Berichterstattung – auch schon als »Oberster Priester« bezeichnet werden (2 Kön 12,11; 22,4.8; 23,4). Doch wird das Amt des Obersten Priesters in seiner alles andere Priestertum überragenden Bedeutung erst nach dem Exil, d.h. dem Ende des Königtums greifbar. Der erste namentlich bekannte nachexilische Oberste Priester ist Jeschua (Hag 1,1; 2,2; Sach 3; 6,9-15). In persischer und frühhellenistischer Zeit wurde der Oberste Priester mehr und mehr auch das politische Haupt der jüdischen Gemeinde; die Priester aus dem Geschlecht der → Makkabäer legten sich die Königswürde bei. Von den Römern wurden die Befugnisse des Amtes zurückgeschnitten; doch blieb auch zu dieser Zeit der Oberste Priester der Vorsitzende des jüdischen → Rates und oberster Repräsentant der jüdischen Gemeinde.

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Ysop

Ein Strauch, dessen Büschel bei der kultischen Reinigung zur Besprengung gebraucht wurden. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Ysopkraut, das bei kultischen Handlungen verwendet wurde (Ex 12,22; Lev 14,4; Num 19,6), nicht um den echten Ysop, der in Palästina nicht vorkommt, sondern um eine Origano-Art (den Zwergstrauch Origanum syriacum bzw. Majorana syriaca).

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Ysop

70 cm hoher Strauch mit kleinen runden, grau behaarten Blättern.

Tempel (Jerusalem)

Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte.

Versöhnungstag

(hebräisch jom kippur) Der große Feiertag, der am 10. Tag des 7. Monats, fünf Tage vor dem → Laubhüttenfest, im alten Israel begangen wurde und im Judentum noch heute als jährlicher Bußtag begangen wird. In umfassenden Sühneriten wurden, solange der → Tempel in Jerusalem bestand, Priester, Volk und Heiligtum von der Befleckung durch Sünden gereinigt. Der → Oberste Priester brachte dabei das Opferblut in das → Allerheiligste des Tempels, das er nur an diesem Tag betrat, und der »Sündenbock« wurde, beladen mit den Sünden der ganzen Gemeinde, in die Wüste getrieben (Lev 16). Der Hebräerbrief sieht in der jährlichen Darbringung des Opferbluts einen prophetischen Hinweis auf das einmalige Opfer, das Jesus am Kreuz für die Sünden der Menschen vollbracht hat (Hebr 9,1–10,18; → Sühne).

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Berg Sinai

Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält

Herrlichkeit

Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor.

Allerheiligstes

Der innerste Raum des → Heiligen Zeltes und des Jerusalemer → Tempels, der als Gottes »Wohnung« (d.h. Ort seiner unsichtbaren Gegenwart) ihm allein vorbehalten war. Der dunkle, fensterlose Raum – im Jerusalemer Tempel ein Kubus von 5 m Seitenlänge – enthielt die → Bundeslade mit den Gesetzestafeln und der Deckplatte, an der einmal im Jahr am → Versöhnungstag vom → Obersten Priester die Sühnehandlung vollzogen wurde (Lev 16,11-17); sonst durfte dieser Raum nicht betreten werden.

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Allerheiligstes

Ort der Gegenwart Gottes im hinteren Teil der Haupthalle des Jerusalemer Tempels.

Gebote

Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll.

Manna

Nahrung, die direkt vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste.

Gericht, verurteilen

Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht.

Lade

Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht.

Zehn Gebote

Sie bilden das Kernstück des biblischen Gesetzes und beschreiben in Kurzform, wie das Verhältnis der Menschen zu Gott und untereinander gestaltet werden soll.

Priester

Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes.

Bundesgesetz

Der → Bund zwischen Gott und seinem Volk fordert vom menschlichen Bundespartner die Einhaltung von Verpflichtungen, die im Bundesgesetz niedergelegt sind. Die Mose-Bücher enthalten eine Fülle von Gesetzesbestimmungen, die in diesem Zusammenhang zu sehen sind (→ Gesetz). In Ex 24,7 wird ein Buch erwähnt, in dem Mose das Bundesgesetz aufgeschrieben hat. Dieses sogenannte Bundesbuch ist in Ex 20,22–23,33 überliefert; es umfasst eine Sammlung von Rechtssätzen sowie Bestimmungen zum Schutz der Schwachen. Als geschlossenes Bundesgesetz stellt sich uns das 5. Mose-Buch (Deuteronomium) dar, das unter König Joschija zu einer Erneuerung des Bundes führte (2 Kön 22–23). Speziell sind als »Bundesgesetz« zu betrachten die → Zehn Gebote, die auf Tafeln geschrieben in die → Bundeslade gelegt wurden.

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Leuchter (Menora)

Siebenarmiger Ständer, auf dem Öllampen abgestellt werden. Er stand im Heiligtum.

Bundeslade

Die »Lade« war ein an Stangen tragbarer hölzerner »Kasten« mit goldener Deckplatte, die als Thronsitz des unsichtbaren Gottes gedeutet werden kann und von zwei → Kerubim als Thronwächtern flankiert wird (Ex 25,10-22). Dieses tragbare hochheilige Gerät (vgl. 1 Sam 6,19; 2 Sam 6,6-9) wurde von den Israeliten bei ihren Wanderungen und Kriegszügen (Num 10,35-36; 1 Sam 4,3; 2 Sam 11,11) mitgeführt und im → Allerheiligsten ihres Heiligtums aufgestellt (1 Kön 8,1-9). Sie ist seit der Zerstörung des Jerusalemer → Tempels 586 v.Chr. verschwunden.

Brote, geweihte

Das Brot, das nach der Vorschrift von Ex 25,30 ständig in zwölf Laiben auf einem Opfertisch im zentralen Heiligtum der Israeliten ausgelegt sein musste.

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Zelt der Begegnung

Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem.

Räucheraltar

Spezieller kleiner Altar, auf dem Räucheropfer verbrannt wurden.

Weihrauch

Ein weißes Baumharz, dessen Verbrennung einen kräftigen, würzigen Duft verbreitet. Zum »Räuchern« im Jerusalemer Tempel wurde eine besondere Weihrauchmischung verwendet (Ex 30,34-38). Gold, Weihrauch und → Myrrhe (Mt 2,11) sind Gaben, die eines Königs würdig sind.

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Bund

Das Wort bezeichnet ursprünglich ein Rechtsverhältnis auf Vertragsbasis unter Gleichberechtigten oder einen Vasallenvertrag zwischen einem stärkeren und einem schwächeren Partner. Der Bund zwischen Gott und seinem Volk ist nicht ein Vertrag zwischen gleichgestellten Partnern. Immer geht die Initiative von Gott aus, der mit einem Einzelnen oder dem ganzen Volk Israel in ein besonderes Verhältnis tritt. Dieses Verhältnis umfasst von Gott her die Zusicherung von Heil und Segen (z.B. Land- und Nachkommenschaftszusage), vom Menschen her die Verpflichtung zur Treue gegenüber Gott und seinen Geboten.

Christus

Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. 

unrein, Unreinheit

Manna

Wunderbare Speise der Israeliten auf ihrem Wüstenzug (»Brot vom Himmel«; Ps 78,24-25; Joh 6,31). Nach der Beschreibung in Ex 16,31 handelt es sich möglicherweise um die Absonderungen einer Schildlaus, die sich vom Saft der Manna-Tamariske ernährt. Die Beduinen benutzen sie heute noch als Honigersatz.

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)