Rut 1
Noomi und ihre Schwiegertochter Rut
Die Familie von Noomi im Land Moab
Noomi nimmt Abschied von Moab
Rut geht mit Noomi nach Betlehem
Sachwissen
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Einführung: Das Buch Rut
Das Buch Rut erzählt die Geschichte von Rut, einer Frau aus Israels Nachbarstaat Moab im Ostjordanland. Sie gibt dem Buch ihren Namen. Die Geschichte zeigt, wie die Gnade Gottes im Leben von Menschen erfahrbar wird, wenn sie füreinander da sind und sich gegenseitig unterstützen.
Einführung: Die geschichtlichen Bücher
Die geschichtlichen Bücher erzählen die Geschichte von Gottes Wirken in der Welt. Die Darstellung beginnt mit einem weiten Horizont: der Erschaffung der Welt (1. Mose/Genesis 1,1–3,24) und den Geschichten vom Anfang der Menschheit (1. Mose/Genesis 4,1–11,32). Sie konzentriert sich jedoch bald auf die Geschichte der Israeliten. Die letzten Ereignisse, die erzählt werden, hängen mit der Rückkehr aus Babylonien zusammen, wo ein Teil der Israeliten in der Verbannung lebte.
3.3. Das Buch Rut (Rut)
Das Buch Rut spielt der Überschrift nach in der Zeit der Richter, daher wurde es in LXX und Vulgata zwischen dem Richterbuch und den Samuelisbüchern eingeordnet. Inhaltlich und sprachlich gibt es aber keine besonderen Nähen zum Richterbuch. Der jüdischen Tradition nach gehört es zu den fünf Festrollen, den Megillot; es wird zum Wochenfest (christlich: Pfingsttermin) verlesen. Dieses Fest ist das Fest der Ernte und erinnert zugleich an die Geburt und den Tod König Davids.
Richter
Von Gott eingesetzte Anführer, vor allem für den Kampf gegen äußere Feinde.
Richter
Die großen Richter des Richter-Buches sind gottbegnadete Volksführer, während die kleinen Richter (Ri 10,1-5; 12,8-14), die Könige und auch Männer wie Josua und Samuel den Richtertitel im allgemein üblichen Wortsinn tragen.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Gewaltiger
Wiedergabe der hebräischen Gottesbezeichnung Schaddai (oder El Schaddai), deren genaue Bedeutung nicht mehr bekannt ist. Die Wiedergabe mit »der Gewaltige« folgt dem Vorbild der alten griechischen Übersetzung, die Schaddai vermutlich mit einem hebräischen Wort für »überwältigen« in Zusammenhang gebracht und meist mit »der Allherrscher« wiedergegeben hat. Nach neuerer Auffassung bedeutet Schaddai möglicherweise »Bergbewohner«; in diesem Sinne würde es den Gott bezeichnen, der auf dem → Götterberg wohnt und von dort aus über die Welt herrscht.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Moab(iter)
Mit Israel verwandtes Volk (Gen 19,36-37). Von guten Beziehungen zeugen Rut 1,1; 1 Sam 22,3-4; von Spannungen Num 22–24; Ri 3,12-30. Ursprüngliches Siedlungsgebiet war das fruchtbare Hochland südlich des Arnon. David unterwarf die Moabiter (2 Sam 8,2); in der Mitte des 9. Jh. v.Chr. gewann König Mescha die Selbstständigkeit zurück und dehnte seine Herrschaft auf das Gebiet nördlich des Arnon aus, wobei nach einer Inschrift Meschas der Stamm Gad aufgerieben wurde. Seit Mitte des 8. Jh. assyrischer und dann babylonischer Vasallenstaat; Ende des 5. Jh. ins Reich der → Nabatäer eingegliedert.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Moab, Moabiter
Nachbarvolk Israels im Ostjordanland.
Betlehem
Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem.