Lebenslanger Wandel in der Weisung des Herrn
(Alef)
Selig, deren Weg ohne Tadel ist, *
die gehen nach der Weisung des HERRN.
Selig, die seine Zeugnisse bewahren, *
ihn suchen mit ganzem Herzen,
die kein Unrecht tun *
und auf seinen Wegen gehn.
Du hast deine Befehle gegeben, *
damit man sie genau beachtet.
Wären doch meine Schritte fest darauf gerichtet, *
deine Gesetze zu beachten.
Dann werde ich nicht zuschanden, *
wenn ich auf all deine Gebote schaue.
Mit lauterem Herzen will ich dir danken, *
wenn ich deine gerechten Entscheide lerne.
Deinen Gesetzen will ich folgen. *
Verlass mich nicht! Niemals!
(Bet)
Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel? *
Wenn er dein Wort beachtet.
Ich suche dich mit ganzem Herzen. *
Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!
Ich barg deinen Spruch in meinem Herzen, *
damit ich gegen dich nicht sündige.
Gepriesen seist du, HERR! *
Lehre mich deine Gesetze!
Mit meinen Lippen verkünde ich *
alle Entscheide deines Munds.
Am Weg deiner Zeugnisse habe ich Freude, *
wie an jeglichem Reichtum.
Ich will nachsinnen über deine Befehle *
und schauen auf deine Pfade.
Ich ergötze mich an deinen Gesetzen, *
dein Wort will ich nicht vergessen.
(Gimel)
Handle an deinem Knecht, so werde ich leben. *
Ich will dein Wort beachten.
Öffne mir die Augen, dass ich schaue *
die Wunder deiner Weisung!
Ich bin nur Gast auf Erden. *
Verbirg mir nicht deine Gebote!
Meine Seele verzehrt sich vor Verlangen *
nach deinen Entscheiden allezeit.
Du drohst den Stolzen. *
Verflucht sei, wer abirrt von deinen Geboten!
Nimm von mir Schmach und Verachtung! *
Denn deine Zeugnisse bewahre ich.
Sitzen auch Fürsten zusammen und verhandeln gegen mich, *
dein Knecht sinnt nach über deine Gesetze.
Deine Zeugnisse sind mein Ergötzen, *
sie sind meine Berater.
(Dalet)
Im Staub klebt meine Seele. *
Nach deinem Wort belebe mich!
Meine Wege hab ich dir erzählt und du gabst mir Antwort. *
Lehre mich deine Gesetze!
Den Weg deiner Befehle lass mich begreifen, *
ich will nachsinnen über deine Wunder!
Meine Seele zerfließt vor Kummer. *
Richte mich auf nach deinem Wort!
Halte mich fern vom Weg der Lüge, *
begnade mich mit deiner Weisung!
Ich wähle den Weg der Treue, *
deine Entscheide stelle ich mir vor Augen.
An deinen Zeugnissen halte ich mich fest. *
Lass mich nicht zuschanden werden, HERR!
Ich will laufen den Weg deiner Gebote, *
denn mein Herz machst du weit.
(He)
Weise mir, HERR, den Weg deiner Gesetze! *
Ich will ihn bewahren bis ans Ende.
Gib mir Einsicht, damit ich deine Weisung bewahre, *
ich will sie beachten mit ganzem Herzen!
Führe mich auf dem Pfad deiner Gebote, *
denn an ihm hab ich Gefallen!
Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen *
und nicht zur Habgier!
Wende meine Augen davon ab, nach Nichtigem zu schauen, *
auf deinen Wegen belebe mich!
Erfülle deinen Spruch an deinem Knecht, *
dass man dich fürchte!
Wende ab von mir die Schande, vor der ich erschrecke! *
Denn gut sind deine Entscheide.
Siehe, nach deinen Befehlen hab ich Verlangen. *
Durch deine Gerechtigkeit belebe mich!
(Waw)
Es komme zu mir, HERR, deine Liebe, *
nach deinem Spruch die Rettung durch dich.
Ich will Antwort geben dem, der mich schmäht, *
denn auf dein Wort vertraue ich.
Entziehe niemals meinem Mund das Wort der Treue, *
denn auf deine Entscheide warte ich!
Ich will deine Weisung beständig beachten, *
auf immer und ewig.
Ich schreite hinaus ins Weite, *
denn deine Befehle suche ich.
Ich will von deinen Zeugnissen reden vor Königen *
und ich werde mich nicht vor ihnen schämen.
Ich ergötze mich an deinen Geboten, *
die ich liebe.
Ich erhebe meine Hände zu deinen Geboten, die ich liebe, *
ich will nachsinnen über deine Gesetze.
(Sajin)
Gedenke des Wortes an deinen Knecht, *
durch das du mir Hoffnung gabst!
Das ist mein Trost in meinem Elend: *
Dein Spruch hat mich belebt.
Frech verhöhnten mich die Stolzen, *
ich aber wich nicht ab von deiner Weisung.
Ich gedachte deiner Entscheide von Urzeit an, *
HERR, so fand ich Trost.
Zorn packte mich wegen der Frevler, *
die deine Weisung verlassen.
Zum Lobgesang wurden mir deine Gesetze *
im Haus, in dem ich fremd war.
In der Nacht gedachte ich, HERR, deines Namens; *
ich will beachten deine Weisung.
Dies wurde mir zuteil, *
denn ich bewahrte deine Befehle.
(Chet)
Mein Anteil ist es, HERR, das habe ich versprochen, *
deine Worte zu beachten.
Ich warb um deine Gunst mit ganzem Herzen: *
Begnade mich gemäß deinem Spruch!
Ich überdachte meine Wege, *
ich lenkte meine Schritte zu deinen Zeugnissen zurück.
Ich eilte und säumte nicht, *
deine Gebote zu beachten.
Die Stricke der Frevler umfingen mich, *
doch ich vergaß nicht deine Weisung.
In der Mitte der Nacht stehe ich auf, dir zu danken *
wegen der Entscheide deiner Gerechtigkeit.
Verbunden bin ich allen, die dich fürchten, *
die deine Befehle beachten.
Von deiner Liebe, HERR, ist erfüllt die Erde. *
Lehre mich deine Gesetze!
(Tet)
Gutes hast du deinem Knecht erwiesen, *
o HERR, nach deinem Wort.
Gutes zu verstehen und zu erkennen, lehre mich, *
denn ich glaube deinen Geboten!
Ehe ich gedemütigt wurde, ging ich in die Irre, *
nun aber will ich deinen Spruch beachten.
Gut bist du und tust Gutes. *
Lehre mich deine Gesetze!
Stolze beschmutzten mich mit Lüge, *
ich aber bewahre mit ganzem Herzen deine Befehle.
Fühllos wie Fett ist ihr Herz, *
ich aber ergötze mich an deiner Weisung.
Dass ich gedemütigt wurde, ist für mich gut, *
damit ich deine Gesetze lerne.
Gut ist für mich die Weisung deines Munds, *
mehr als große Mengen von Gold und Silber.
(Jod)
Deine Hände haben mich gemacht und bereitet. *
Gib mir Einsicht, damit ich deine Gebote lerne!
Die dich fürchten, werden mich sehen und sich freuen, *
denn ich warte auf dein Wort.
Ich habe erkannt, HERR, dass deine Entscheide gerecht sind *
und dass es Treue ist, wenn du mich beugst.
Tröste mich in deiner Liebe, *
nach dem Spruch für deinen Knecht!
Dein Erbarmen komme über mich, sodass ich lebe, *
denn deine Weisung ist mein Ergötzen.
Zuschanden werden sollen die Stolzen, die mich mit Lüge bedrücken. *
Ich aber, ich sinne nach über deine Befehle.
Zuwenden sollen sich zu mir, die dich fürchten, *
die deine Zeugnisse kennen.
Untadelig werde mein Herz durch deine Gesetze, *
so werde ich nicht zuschanden.
(Kaf)
Meine Seele verzehrt sich nach der Rettung durch dich, *
ich warte auf dein Wort.
Meine Augen verzehren sich nach deinem Spruch, *
sie sagen: Wann wirst du mich trösten?
Ich bin wie ein Schlauch, der im Rauch hängt, *
doch deine Gesetze habe ich nicht vergessen.
Wie viele Tage noch bleiben deinem Knecht? *
Wann vollziehst du das Gericht an meinen Verfolgern?
Stolze graben mir Gruben, *
sie, die nicht leben nach deiner Weisung.
Alle deine Gebote sind Treue. *
Mit Lüge verfolgen sie mich. Komm mir zu Hilfe!
Fast hätten sie mich von der Erde getilgt, *
doch ich verlasse nicht deine Befehle.
Gemäß deiner Liebe belebe mich, *
ich will beachten das Zeugnis deines Munds.
(Lamed)
O HERR, in Ewigkeit *
steht aufrecht dein Wort am Himmel.
Von Geschlecht zu Geschlecht währt deine Treue; *
du hast die Erde gegründet, sie bleibt bestehen.
Nach deinen Entscheiden bestehen sie bis heute, *
denn das All steht dir zu Diensten.
Wäre nicht deine Weisung mein Ergötzen, *
ich wäre zugrunde gegangen in meinem Elend.
Nie will ich deine Befehle vergessen; *
denn durch sie belebst du mich.
Dein bin ich, errette mich! *
Ich suche deine Befehle.
Frevler lauern mir auf, um mich zu vernichten, *
doch in deine Zeugnisse habe ich Einsicht.
Ich sah, dass alles Vollkommene Grenzen hat, *
doch dein Gebot ist von unendlicher Weite.
(Mem)
Wie sehr liebe ich deine Weisung, *
den ganzen Tag bestimmt sie mein Sinnen.
Dein Gebot macht mich weiser als meine Feinde, *
denn es ist mein auf ewig.
Ich wurde klüger als alle meine Lehrer, *
denn deine Zeugnisse bestimmen mein Sinnen.
Mehr Einsicht habe ich gewonnen als die Alten, *
denn deine Befehle bewahrte ich.
Von jedem bösen Pfad hielt ich meine Füße zurück, *
damit ich dein Wort beachte.
Ich wich nicht ab von deinen Entscheiden, *
du selbst hast mich unterwiesen.
Wie süß ist dein Spruch meinem Gaumen, *
meinem Mund ist er süßer als Honig.
Aus deinen Befehlen gewinne ich Einsicht, *
darum hasse ich alle Pfade der Lüge.
(Nun)
Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, *
ein Licht für meine Pfade.
Ich tat einen Schwur und ich will ihn halten, *
zu beachten die Entscheide deiner Gerechtigkeit.
Ich bin ganz tief erniedrigt, *
HERR, nach deinem Wort belebe mich!
HERR, nimm gnädig an das Lobopfer meines Munds *
und lehre mich deine Entscheide!
Mein Leben ist stets in Gefahr, *
doch deine Weisung habe ich nicht vergessen.
Frevler haben mir eine Falle gelegt, *
doch von deinen Befehlen bin ich nicht abgeirrt.
Deine Zeugnisse sind auf ewig mein Erbland, *
denn sie sind das Entzücken meines Herzens.
Ich neigte mein Herz deinen Gesetzen zu, sie zu halten *
auf ewig, bis ans Ende.
(Samech)
Zwiespältige Menschen hasse ich, *
doch deine Weisung liebe ich.
Du bist mein Schutz und mein Schild, *
ich warte auf dein Wort.
Weicht zurück von mir, ihr Bösen! *
Ich will die Gebote meines Gottes bewahren.
Stütze mich nach deinem Spruch, dass ich lebe! *
Lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung!
Halte mich fest, dann werde ich gerettet, *
immer will ich schauen auf deine Gesetze.
Du verachtest alle, die sich von deinen Gesetzen entfernen, *
denn ihr trügerisches Tun ist Lüge.
Alle Frevler im Land beseitigst du wie Schlacken, *
darum liebe ich deine Zeugnisse.
Der Schrecken vor dir lässt mein Fleisch erschauern *
und deine Entscheide fürchte ich.
(Ajin)
Ich tat Recht und Gerechtigkeit, *
gib mich nicht preis meinen Bedrückern!
Tritt ein für das Wohl deines Knechts, *
damit die Stolzen mich nicht unterdrücken!
Meine Augen verzehren sich nach der Rettung durch dich, *
nach dem Spruch deiner Gerechtigkeit.
Handle an deinem Knecht nach deiner Liebe *
und lehre mich deine Gesetze!
Dein Knecht bin ich. Gib mir Einsicht, *
damit ich deine Zeugnisse erkenne!
HERR, es ist Zeit zu handeln. *
Sie haben deine Weisung gebrochen.
Darum liebe ich deine Gebote *
mehr als Rotgold und Weißgold.
Darum halte ich alle deine Befehle für richtig, *
alle Pfade der Lüge hasse ich.
(Pe)
Wunderwerke sind deine Zeugnisse, *
darum bewahrt sie meine Seele.
Das Aufschließen deiner Worte erleuchtet, *
den Unerfahrenen schenkt es Einsicht.
Meinen Mund tat ich auf und lechzte, *
nach deinen Geboten habe ich Verlangen.
Wende dich mir zu, sei mir gnädig, *
gemäß deinem Entscheid für jene, die deinen Namen lieben!
Festige meine Schritte durch deinen Spruch! *
Lass kein Unrecht über mich herrschen!
Erlöse mich aus der Unterdrückung durch Menschen *
und ich will deine Befehle beachten.
Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht *
und lehre mich deine Gesetze!
Wasserbäche strömten aus meinen Augen, *
weil man deine Weisung nicht beachtet.
(Zade)
Gerecht bist du, HERR, *
und gerade sind deine Entscheide.
Du hast deine Zeugnisse gegeben in Gerechtigkeit *
und in großer Treue.
Der Eifer für dich verzehrt mich, *
denn meine Bedränger haben deine Worte vergessen.
Dein Spruch ist rein und lauter *
und dein Knecht hat ihn lieb.
Gering bin ich und verachtet, *
doch deine Befehle habe ich nicht vergessen.
Deine Gerechtigkeit ist auf ewig Gerechtigkeit *
und deine Weisung ist Treue.
Bedrängnis und Drangsal haben mich getroffen, *
doch deine Gebote sind mein Ergötzen.
Gerechtigkeit sind deine Zeugnisse auf ewig. *
Gib mir Einsicht, damit ich lebe!
(Qof)
Ich rief zu dir mit ganzem Herzen: HERR, gib mir Antwort! *
Deine Gesetze will ich bewahren.
Ich rief zu dir: Errette mich! *
Und ich werde deine Zeugnisse beachten.
Schon vor dem Morgengrauen kam ich und flehte, *
auf deine Worte hab ich gewartet.
Den Nachtwachen kamen meine Augen zuvor, *
um nachzusinnen über deinen Spruch.
Meine Stimme höre doch, in deiner Liebe, *
belebe mich, HERR, nach deinen Entscheiden!
Nahe gekommen sind heimtückische Verfolger, *
sie haben sich weit entfernt von deiner Weisung.
Doch du bist nahe, HERR, *
und alle deine Gebote sind Treue.
Den Uranfang habe ich erkannt aus deinen Zeugnissen, *
denn bis in Ewigkeit hast du sie gegründet.
(Resch)
Sieh doch mein Elend und befreie mich, *
denn ich habe deine Weisung nicht vergessen!
Verschaff mir Recht und löse mich aus, *
nach deinem Spruch belebe mich!
Fern ist den Frevlern die Rettung, *
denn sie suchen nicht deine Gesetze.
HERR, groß ist dein Erbarmen, *
nach deinen Entscheiden belebe mich!
Groß ist die Zahl meiner Verfolger und Bedränger, *
doch ich bin nicht abgewichen von deinen Zeugnissen.
Ich sah die Treulosen und empfand Ekel, *
weil sie deinen Spruch nicht beachteten.
Sieh doch, wie ich deine Befehle liebe. *
HERR, in deiner Liebe belebe mich!
Das Wesen deines Wortes ist Treue, *
jeder Entscheid deiner Gerechtigkeit hat Bestand auf ewig.
(Schin)
Fürsten verfolgten mich grundlos, *
doch mein Herz erbebt nur vor deinem Wort.
Entzückt bin ich über deinen Spruch *
wie einer, der reiche Beute fand.
Ich hasse die Lüge, sie ist mir ein Gräuel, *
doch deine Weisung liebe ich.
Siebenmal am Tag singe ich dein Lob *
wegen der Entscheide deiner Gerechtigkeit.
Frieden in Fülle empfangen, die deine Weisung lieben, *
für sie gibt es keinen Anstoß zum Straucheln.
HERR, ich hoffe auf die Rettung durch dich *
und ich erfülle deine Gebote.
Meine Seele beachtete deine Zeugnisse, *
ich liebe sie innig.
Ich beachtete deine Befehle und deine Zeugnisse, *
denn alle meine Wege liegen offen vor dir.
(Taw)
HERR, mein Schreien dringe vor dein Angesicht. *
Gib mir Einsicht nach deinem Wort!
Mein Flehen um Gnade komme vor dein Angesicht, *
nach deinem Spruch befreie mich!
Meine Lippen sollen überströmen von Lobpreis, *
denn du lehrst mich deine Gesetze.
Deinen Spruch soll meine Zunge singen, *
denn alle deine Gebote sind Gerechtigkeit.
Deine Hand sei bereit, mir zu helfen; *
denn deine Befehle habe ich erwählt.
HERR, ich habe Verlangen nach der Rettung durch dich *
und deine Weisung ist mein Ergötzen.
Meine Seele lebe, sodass sie dich lobe. *
Deine Entscheide sollen mir helfen.
Ich bin umhergeirrt wie ein verlorenes Schaf. /
Suche deinen Knecht! *
Denn nie habe ich deine Gebote vergessen.