Sündenbekenntnis Israels angesichts seiner Geschichte
Halleluja!
Dankt dem HERRN, denn er ist gut, *
denn seine Huld währt ewig.
Wer kann die großen Taten des HERRN erzählen, *
all seinen Ruhm verkünden?
Selig, die das Recht bewahren, *
die Gerechtigkeit üben zu jeder Zeit.
Gedenke meiner, HERR, in Gnade für dein Volk, *
such mich heim mit deiner Hilfe,
dass ich das Glück deiner Erwählten schaue, /
mich freue an der Freude deines Volkes, *
dass ich zusammen mit deinem Erbe mich rühme!
Wir haben gesündigt mit unseren Vätern, *
wir haben Unrecht getan und gefrevelt.
Unsere Väter in Ägypten begriffen deine Wunder nicht, /
gedachten nicht der vielen Erweise deiner Huld *
und waren widerspenstig am Meer, am Roten Meer.
Er aber hat sie um seines Namens willen gerettet, *
um seine Macht zu bekunden.
Er drohte dem Roten Meer, da wurde es trocken, *
er führte sie durch die Fluten wie durch die Wüste.
Er rettete sie aus der Hand derer, die sie hassten, *
er erlöste sie aus der Hand des Feindes.
Ihre Bedränger bedeckte das Wasser, *
nicht einer von ihnen blieb übrig.
Da glaubten sie seinen Worten, *
da sangen sie seinen Lobpreis.
Doch sie vergaßen schnell seine Taten, *
wollten auf seinen Ratschluss nicht warten.
Sie gierten voll Gier in der Wüste, *
sie versuchten Gott in der Öde.
Er gab ihnen, was sie verlangten, *
dann aber sandte er ihnen die Schwindsucht.
Sie wurden im Lager eifersüchtig auf Mose *
und auf Aaron, den Heiligen des HERRN.
Die Erde tat sich auf und verschluckte Datan, *
sie bedeckte die Rotte Abirams.
Feuer verbrannte die Rotte, *
Flammen verzehrten die Frevler.
Sie machten am Horeb ein Kalb *
und warfen sich nieder vor dem Gussbild.
Die Herrlichkeit Gottes tauschten sie ein *
gegen das Abbild eines Stieres, der Gras frisst.
Sie vergaßen Gott, ihren Retter, *
der einst in Ägypten Großes vollbrachte,
Wunder im Land Hams, *
Furcht erregende Taten am Roten Meer.
Da sann er darauf, sie zu vertilgen, *
wäre nicht Mose gewesen, sein Erwählter.
Der trat vor ihn in die Bresche, *
seinen Grimm abzuwenden vom Vernichten.
Sie verschmähten das köstliche Land, *
sie glaubten nicht seinem Wort.
Sie murrten in ihren Zelten, *
hörten nicht auf die Stimme des HERRN.
Da erhob er gegen sie seine Hand, *
um sie niederzustrecken in der Wüste,
ihre Nachkommen niederzustrecken durch die Nationen, *
sie in alle Länder zu zerstreuen.
Sie hängten sich an den Baal-Pegor *
und aßen Opfer für Tote.
Sie erbitterten Gott mit ihren Taten, *
da brach unter ihnen eine Plage aus.
Pinhas trat hin und legte Fürsprache ein, *
da wurde der Plage Einhalt geboten.
Das wurde ihm angerechnet als Gerechtigkeit *
von Geschlecht zu Geschlecht für alle Zeiten.
Sie erzürnten Gott an den Wassern von Meriba, *
ihretwegen erging es Mose übel.
Denn sie waren widerspenstig gegen seinen Geist *
und er redete unbedacht mit seinen Lippen.
Sie rotteten die Völker nicht aus, *
wie der HERR es ihnen befohlen.
Sie vermischten sich mit den Völkern *
und lernten von ihren Taten.
Sie dienten deren Götzen, *
sie wurden ihnen zur Falle.
Sie brachten ihre Söhne und Töchter dar *
als Opfer für die Dämonen.
Sie vergossen unschuldiges Blut, *
das Blut ihrer Söhne und Töchter,
die sie den Götzen Kanaans opferten. *
So wurde das Land durch Blutschuld geschändet.
Sie wurden durch ihre Taten unrein *
und brachen mit ihrem Tun die Treue.
Der Zorn des HERRN entbrannte gegen sein Volk, *
Abscheu empfand er gegen sein Erbe.
Er gab sie in die Hand der Völker *
und die sie hassten, beherrschten sie.
Ihre Feinde bedrängten sie, *
unter ihre Hand mussten sie sich beugen.
Viele Male hat er sie befreit, /
sie aber blieben widerspenstig bei ihren Beschlüssen *
und versanken in ihrer Schuld.
Da sah er auf ihre Drangsal, *
als er auf ihr Schreien hörte,
er gedachte ihnen zuliebe seines Bundes *
und ließ es sich gereuen gemäß der Fülle seiner Huld.
Er ließ sie Erbarmen finden *
bei allen, deren Gefangene sie waren.
Rette uns, HERR, unser Gott, *
und sammle uns aus den Völkern,
damit wir deinem heiligen Namen danken *
und uns in deinem Lobpreis rühmen!
Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels,/
von Ewigkeit zu Ewigkeit. *
Alles Volk soll sprechen:
Amen. Halleluja!