Guter Ruf ist kostbarer als großer Reichtum, / hohes Ansehen besser als Silber und Gold.
Reiche und Arme begegnen einander; / der HERR hat sie alle erschaffen.
Der Kluge sieht das Unheil und verbirgt sich, / die Unerfahrenen laufen weiter und müssen es büßen.
Der Lohn für Demut ist Furcht des HERRN, / Reichtum, Ehre und Leben.
Dornen und Schlingen liegen auf dem Weg des Falschen; / wer sein Leben behütet, bleibt ihnen fern.
Erzieh den Knaben für seinen Lebensweg, / dann weicht er auch im Alter nicht davon ab.
Der Reiche hat die Armen in seiner Gewalt, / der Schuldner ist seines Gläubigers Knecht.
Wer Unrecht sät, erntet Unheil, / der Stecken seines Übermuts versagt.
Wer ein gütiges Auge hat, wird gesegnet, / weil er den Armen von seinem Brot gibt.
Vertreib den Zuchtlosen, so schwindet der Zank, / Streiten und Schimpfen hören auf.
Wer die Lauterkeit des Herzens liebt - / wegen seiner gefälligen Rede wird der König sein Freund.
Die Augen des HERRN behüten den Einsichtigen, / das Gerede des Verräters bringt er zu Fall.
Der Faule sagt: Ein Löwe ist draußen, / mitten auf der Straße käme ich ums Leben.
Der Mund fremder Frauen ist eine tiefe Grube; / wen der HERR verdammt, der fällt hinein.
Steckt Torheit im Herzen des Knaben, / die Rute der Zucht vertreibt sie daraus.
Wer den Armen bedrückt, macht ihn reich, / wer dem Reichen gibt, macht ihn arm.
DRITTE SAMMLUNG: WORTE VON WEISEN: 22,17–24,22
Neige dein Ohr und höre Worte von Weisen, / richte dein Herz auf meine Erkenntnis!
Schön ist es, wenn du sie in deinem Innern bewahrst; / sie mögen fest auf deinen Lippen sein.
Damit dein Vertrauen auf dem HERRN steht, / lehre ich dich heute, ja dich.
Habe ich nicht dreißig Sätze für dich aufgeschrieben / als wissenswerte Ratschläge,
um dich Wahrheit erkennen zu lassen, verlässliche Reden, / damit du denen, die dich senden, verlässliche Worte antworten kannst?
Beraube den Schwachen nicht, denn er ist ja so schwach, / zertritt den Armen nicht am Tor!
Denn der HERR führt den Rechtsstreit für sie / und raubt denen das Leben, die sie berauben.
Befreunde dich nicht mit dem Jähzornigen, / verkehre nicht mit einem Hitzkopf,
damit du dich nicht an seine Pfade gewöhnst / und dir eine Schlinge legst für dein Leben!
Sei nicht unter denen, die sich durch Handschlag verpflichten, / die Bürgschaft leisten für Schulden;
wenn du nicht zahlen kannst - / soll man dein Bett unter dir wegnehmen?
Verschieb nicht die alte Grenze, / die deine Väter gesetzt haben!
Siehst du einen, der gewandt ist in seinem Beruf: / vor Königen wird er dienen. / Vor Niedrigen wird er nicht dienen.