Die Weisheit der Frauen hat ihr Haus gebaut, / die Torheit reißt es nieder mit eigenen Händen.
Wer geradeaus seinen Weg geht, fürchtet den HERRN, / wer krumme Wege geht, verachtet ihn.
Im Mund des Toren sprießt der Hochmut, / den Weisen behüten seine Lippen.
Wo keine Rinder sind, bleibt die Krippe leer, / reicher Ertrag kommt durch die Kraft des Stieres.
Ein zuverlässiger Zeuge lügt nicht, / aber ein falscher Zeuge flüstert Lügen zu.
Der Zuchtlose sucht Weisheit, doch vergebens, / dem Verständigen fällt die Erkenntnis leicht.
Geh einem törichten Mann aus dem Weg, / du erfährst keine verständigen Worte.
Die Weisheit des Klugen gibt ihm Einsicht in seinen Weg, / aber die Dummheit der Toren führt zu Täuschung.
Schuld macht die Toren dreist, / unter Rechtschaffenen aber herrscht Wohlwollen.
Das Herz allein kennt seinen Kummer, / auch in seine Freude mischt sich kein Fremder.
Das Haus der Frevler wird zertrümmert, / das Zelt der Redlichen gedeiht.
Manch einem scheint sein Weg der rechte, / aber am Ende sind es Wege des Todes.
Auch beim Lachen kann ein Herz leiden, / das Ende der Freude ist Gram.
Der Untreue sättigt sich von seinen Wegen, / der gute Mensch von dem, was in ihm ist.
Der Unerfahrene traut jedem Wort, / der Kluge achtet auf seinen Schritt.
Der Weise hat Scheu und meidet das Böse, / der Tor lässt sich gehen und ist sorglos.
Der Zornige handelt töricht, / der Ränkeschmied ist verhasst.
Die Unerfahrenen erben Torheit, / die Klugen krönen sich mit Erkenntnis.
Die Bösen müssen sich bücken vor den Guten / und die Frevler an der Tür des Gerechten.
Selbst seinem Nächsten ist der Arme verhasst, / der Reiche aber hat viele Freunde.
Wer seinen Nächsten verachtet, sündigt; / wohl dem, der Erbarmen hat mit den Notleidenden.
Gehen nicht in die Irre, die Böses planen? / Aber Liebe und Treue erlangen, die Gutes planen.
Jede Mühe bringt Erfolg, / leeres Geschwätz führt nur zu Mangel.
Die Krone der Weisen ist ihr Reichtum, / die Narrheit der Toren bleibt Narrheit.
Ein verlässlicher Zeuge rettet Leben, / wer Lügen zuflüstert, der täuscht.
In der Furcht des HERRN liegt feste Zuversicht / und seine Kinder werden eine Zuflucht haben.
Die Furcht des HERRN ist ein Lebensquell, / um den Schlingen des Todes zu entgehen.
Viel Volk ist der Glanz des Königs, / wenig Leute sind des Fürsten Untergang.
Der Langmütige ist reich an Einsicht, / der Jähzornige treibt die Torheit auf die Spitze.
Ein gelassenes Herz bedeutet Leben für den Leib, / doch Knochenfraß ist die Leidenschaft.
Wer den Geringen bedrückt, schmäht dessen Schöpfer, / ihn ehrt, wer Erbarmen hat mit dem Bedürftigen.
Durch seine Bosheit wird der Frevler gestürzt, / der Gerechte ist selbst in seinem Tod geborgen.
Im Herzen des Verständigen ruht Weisheit, / im Innern der Toren ist sie nicht bekannt.
Gerechtigkeit erhöht ein Volk, / der Völker Schmach ist die Sünde.
Die Gunst des Königs ruht auf dem klugen Diener, / den schändlichen aber trifft sein Zorn.