Deutsche Bibelgesellschaft

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5.1. Das Buch Hiob/Ijob (Hi)

Der Name Ijob bedeutet (nach dem Akkadischen) „Wo ist der Vater“, die bekanntere Namensform „Hiob“ entspringt der Übersetzung Martin Luthers. In deutschen Bibeln steht das gleichnamige Buch in der Regel als erstes der Lehrbücher vor dem Psalter, in der Hebräischen Bibel steht es an zweiter (oder an dritter) Stelle nach den Psalmen.

Hiob 14,1-6(7-12)13(14)15-17 | Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres – Volkstrauertag | 16.11.2025

Das Hiobbuch gehört zusammen mit den Büchern Kohelet und Jesus Sirach zur spätbiblischen Weisheit. Allgemein wird angenommen, dass sich in diesen Büchern ein Scheitern der weisheitlichen Lebenskunde andeutet. Sie seien deshalb als „Krisenliteratur“ anzusprechen. Das Urteil ist kaum zutreffend. Vielmehr geht es in diesen Büchern darum, die lebenspraktisch orientierte Weisheit vor dem Erfahrungshintergrund einer immer komplexer werdenden Welt neu auszurichten. Dabei wird auch der Geltungsanspruch des traditionellen Tun-Ergehen-Zusammenhangs einer kritischen Prüfung unterzogen.