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3.5. Die Königsbücher

Die Darstellung der beiden Königsbücher (die ursprünglich nur ein Buch waren) reicht vom Beginn des Königtums Salomos bis zum babylonischen Exil. Während die beiden Samuelisbücher einen Zeitraum von kaum mehr als 50 Jahren beschreiben, schildern die Königsbücher also Ereignisse aus 4 Jahrhunderten. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Geschichte immer aus dem Blickwinkel des späteren Juda gesehen wird.

Libanon

Gebirgszug nördlich von Israel mit bis zu 3000 m hohen, dicht bewaldeten Bergen.

Juda (Südreich)

Bezeichnung für das Königreich im Süden mit Jerusalem als Hauptstadt.

Edomiter

Nachbarvolk Israels im Süden.

Opferstätte

Wiedergabe eines hebräischen Begriffs, der wörtlich »Höhe« bedeutet und einen umgrenzten heiligen Bezirk mit Opferaltar oder auch eine größere Opferstätte mit einem Tempelbau bezeichnet (1 Kön 3,4; 2 Kön 23,15). Das Wort wird für die im Land verstreuten Opferplätze gebraucht (1 Kön 3,27; 2 Kön 12,4; 14,4 usw.), die es nach Dtn 12,2-4 in Israel nicht geben durfte und die von Hiskija und Joschija beseitigt wurden (2 Kön 18,4; 23,8.19).

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Salomo

Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte.

Davidsstadt

Name der von David eroberten Jebusiterstadt (alter Kern Jerusalems; → Zion).

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Gesetzbuch

Bundesgesetz, → Gesetz. Als »Gesetzbuch Moses« wird gelegentlich speziell das 5. Mose-Buch (Deuteronomium) angesprochen (Jos 8,31; 2 Kön 22,8.11; 23,2.21.24).

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Sklaven

Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden.

Prophet

Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

Räucheropfer

Verbrennen von Weihrauch oder anderen Duftharzen auf einem Räucheraltar.

Schlachtopfer

Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde.

goldenes Kalb

Verächtliche Bezeichnung für das Standbild eines Stieres, das als Götterbild verehrt wurde.

Edom(iter)

Nachbarvolk Israels, das auf Jakobs Bruder Esau zurückgeführt wird (Gen 36,1-9). Es wohnte südlich des Toten Meeres in dem Seïr genannten Bergland östlich des Jordangrabens. Unterwerfung durch Israel (zuerst unter David; 2 Sam 8,13-14) und Selbstständigkeit wechselten mehrfach ab. Nach der Zerstörung Jerusalems 586 v.Chr. machten sich die Edomiter die Schwäche Judas zunutze (vgl. Obd 10-14; Ps 137,7) und drangen in Südjuda ein. Um 300 v.Chr. entrissen ihnen die aus der Wüste kommenden → Nabatäer das alte Stammland östlich des Jordans und drängten sie ganz in das nun nach ihnen Idumäa genannte südjudäische Gebiet.

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Tempel

Der Tempel in Jerusalem war – wie schon das → Heilige Zelt – nicht Versammlungshaus der Gemeinde, sondern Wohnung Gottes (Ex 40,34; 1 Kön 8,13). Der Tempel Salomos war ein Langhausbau, der aus drei Teilen bestand: Vorhalle, Heiliges und → Allerheiligstes, und der mit 30 m Gesamtlänge etwa die Größe einer Dorfkirche hatte (ausführliche Beschreibung in 1 Kön 6; die Einrichtung entspricht der des Heiligen Zeltes in Ex 40). Der Tempel war von zwei Vorhöfen umgeben: einem inneren, in dem der große → Brandopferaltar stand, und einem äußeren, dessen Umfassungsmauer den südlich des Tempels gelegenen Königspalast mit einschloss. Nebukadnezzar zerstörte den ersten Tempel 586 v.Chr. Nach der Rückkehr der Judäer aus der Verbannung wurde er an der alten Stelle in bescheidenerer Ausstattung wieder aufgebaut (Tempelweihe 515 v.Chr.).

David

Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete.

Israel (Nordreich)

Bezeichnung für das Königreich im Norden (926–722 v. Chr.).