Deutsche Bibelgesellschaft

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5.2. Die Psalmen/Der Psalter (Ps)

Der Name „Buch der Psalmen“ (gr. βίβλος ψαλμῶν, biblos psalmon) ist bereits im Neuen Testament (Apg 1,20) belegt, er stammt wohl aus der griechischen Textüberlieferung. Abgeleitet ist dieser Name von einem griechischen Saiteninstrument (ψαλτήριον, psaltērion), die Psalmen galten demnach als Lieder.

Himmel

Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.

Kerub(im), Kerubfiguren

Der hebräische Begriff kerub (Mehrzahl kerubim) bezeichnet ein geflügeltes Wesen, aus Tier- und Menschengestalt gemischt wie die ägyptische Sphinx. Solche Wesen kommen in bildlichen Darstellungen aus dem Alten Orient als Wächterfiguren vor. In der Bibel finden wir sie als Wächter vor dem Paradies, die eine Rückkehr der Menschen in den Garten → Eden verhindern sollen (Gen 3,24). Zwei Kerubim standen als Wächter bei der → Bundeslade im → Allerheiligsten des Tempels (1 Kön 6,23-27) bzw. waren als Figuren auf der Deckplatte der Bundeslade angebracht (Ex 25,18-22). Wenn von dem Gott Israels gesagt wird, dass er »über den Kerubim thront« (1 Sam 4,4; Ps 80,2), dann erinnert dies an ihre Funktion als Trägerfiguren von Herrscherthronen in bildlichen Darstellungen. Auch die Vision des Propheten Ezechiël von Gott auf seinem »Thronwagen« entspricht diesem Bild (Ez 1,5-12; die »geflügelten Gestalten« von dort werden in 10,1 Kerubim genannt).

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Kerubim

Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes.

Name (von Gott, von Jesus)

Für biblisches Denken ist der Name nicht eine austauschbare Äußerlichkeit (Faust: »Schall und Rauch«), sondern aufs Engste mit der Person des Namensträgers, dessen Wesen und Wirken verbunden. Es hat deshalb eine entscheidende Bedeutung, dass Gott im Alten Testament, wie alle Götter des Altertums, einen Eigennamen trägt (Jahwe; → Herr). Durch das betende Anrufen und feierliche Aussprechen des Gottesnamens wird Gott selbst gegenwärtig, z.B. im Segenszuspruch der Priester (Num 6,22-27) oder wenn der Name als Akt der Besitzergreifung über etwas ausgerufen wird (Jes 43,7; Jer 14,9; Am 9,12). In älterer Zeit wurde der Name Gottes zur Beteuerung der Wahrheit einer Aussage im Schwur angerufen, später aus Scheu vor Missbrauch (Ex 20,7) überhaupt nicht mehr ausgesprochen, nur noch vom → Obersten Priester bei der Erteilung des in Num 6,22-26 überlieferten Segens (Sir 50,20). Wenn der → Tempel in Jerusalem als Wohnsitz für Gottes »Namen« bezeichnet wird (Dtn 12,5), so bedeutet dies, dass Gott dort für sein Volk zu finden ist und ihm seine ganze Heils- und Segensfülle zuwenden will (1 Kön 8,27-53).

Angesicht leuchten lassen

Meint die liebevolle Zuwendung Gottes zu den Menschen.

Hirte

Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott.

Heuschrecken

Flugfähige und gefräßige Insekten, die sich von Grünpflanzen ernähren. In Schwärmen von Millionen Einzeltieren können sie ganze Ernten vernichten.

Eufrat

Neben dem Tigris einer der beiden Hauptflüsse in Assyrien und Babylonien, im heutigen Irak.

Zeder

Bis zu 30 m hoher Gebirgsbaum, der vor allem im Libanon wächst.

Angesicht

Bezeichnet im übertragenen Sinn die Zuwendung Gottes zu den Menschen.

Zorn Gottes

Sein Wille, Gericht zu halten. 

Efraim (Stamm)

Stamm Israels, der nach einem der beiden Söhne Josefs benannt ist. Sein Siedlungsgebiet liegt im mittleren Westjordanland und erstreckt sich bis zum Mittelmeer.

Asaf

Sänger und Leiter einer Gruppe von Musikern am Tempel in Jerusalem.