Hesekiel 19
Klagelied über das Geschick des Königshauses
Ezekiel 19
A Lamentation
Sachwissen
Nach Kategorie filtern
6.4. Der Prophet Hesekiel/Ezechiel (Ez)
Der Prophet Ezechiel („Gott möge kräftigen“; Namensform nach Luther: Hesekiel) war ein Priester, der mit der ersten Verbannung 597 nach Babylon deportiert wurde und dort von 593 bis ca. 571 gewirkt hat. Seine Verkündigung ist nach Sprache und Inhalt sehr typisch, zu charakterisieren als theologia gloriae: Ezechiel schreibt, um die Herrlichkeit Gottes zu verkünden. Die typischen Merkmale sind auch von Ezechiels Schülern, die für die Komposition des Buches verantwortlich waren, beibehalten worden. Der Umfang der späteren Zufügungen ist erneut umstritten. Die Sprache Ezechiels ist eindeutig priesterlich und steht der Priesterschrift (P) des Pentateuch nahe, er selbst ist wohl bei Gottesdiensten unter den Exulanten aufgetreten (1,3), so dass er möglicherweise ursprünglich Kultprophet war. Wie auch Jesaja und Jeremia warnte er vor Aufstandsbewegungen gegen die Babylonier (Jesaja: gegen die Assyrer), 21,28-30. Ähnlich dem deuteronomistischen Geschichtswerk versteht Ezechiel das Exil als verdiente Strafe für den Abfall Israels zu anderen Göttern, Kap. 8.
Herrscherstab
Bild für königliche Macht, ursprünglich ein Hirtenstab.
Babylon
(Babel) Stadt am Eufrat, seit dem 2. Jahrtausend v.Chr. Herrschaftszentrum des Vorderen Orients (→ Babylonien; als Name für die Provinz Babylonien innerhalb des Babylonischen und Persischen Reiches wird in der Übersetzung ebenfalls »Babylon« verwendet; Dan 2,49; 3,1).
Ägypten (NT)
Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste.
Verbannung (nach Babylon)
Meint die Zeit zwischen 586 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel gezwungen war, in Babylonien zu leben.
Netz
Wird bei der Jagd eingesetzt, um Tiere darin zu fangen.
Totenklage
Laute Klagerufe, mit denen die Trauer um einen Verstorbenen zum Ausdruck gebracht wurde.
Zorn Gottes
Sein Wille, Gericht zu halten.
David
Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete.