Hesekiel 18
Gott richtet jeden nach seinem Tun und wartet auf Umkehr
Ezekiel 18
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Sachwissen
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6.4. Der Prophet Hesekiel/Ezechiel (Ez)
Der Prophet Ezechiel („Gott möge kräftigen“; Namensform nach Luther: Hesekiel) war ein Priester, der mit der ersten Verbannung 597 nach Babylon deportiert wurde und dort von 593 bis ca. 571 gewirkt hat. Seine Verkündigung ist nach Sprache und Inhalt sehr typisch, zu charakterisieren als theologia gloriae: Ezechiel schreibt, um die Herrlichkeit Gottes zu verkünden. Die typischen Merkmale sind auch von Ezechiels Schülern, die für die Komposition des Buches verantwortlich waren, beibehalten worden. Der Umfang der späteren Zufügungen ist erneut umstritten. Die Sprache Ezechiels ist eindeutig priesterlich und steht der Priesterschrift (P) des Pentateuch nahe, er selbst ist wohl bei Gottesdiensten unter den Exulanten aufgetreten (1,3), so dass er möglicherweise ursprünglich Kultprophet war. Wie auch Jesaja und Jeremia warnte er vor Aufstandsbewegungen gegen die Babylonier (Jesaja: gegen die Assyrer), 21,28-30. Ähnlich dem deuteronomistischen Geschichtswerk versteht Ezechiel das Exil als verdiente Strafe für den Abfall Israels zu anderen Göttern, Kap. 8.
Obergewand (Oberkleid)
Das Obergewand bestand in der Regel aus einem großen rechteckigen Stück Woll- oder Leinenstoff. Beim Tragen wurde das eine Ende so über die linke Schulter gelegt, dass ein Teil des Tuches die linke Vorderseite des Körpers bedeckte; der andere, größere Teil des Tuches wurde um den Rücken und unter der rechten Achsel hindurch nach vorne geführt, wo sein Ende entweder mit der linken Hand festgehalten oder über die linke Schulter nach hinten geworfen wurde. Eine andere Form des Obergewands bestand aus zwei knapp körperlangen rechteckigen Stoffbahnen, die oben und an der Seite zusammengenäht waren, mit Öffnungen für Kopf und Arme. Die Seitennähte und der untere Saum waren gelegentlich mit Borten oder → Quasten verziert.
Sünde, Schuld
Sünde beschreibt die Trennung des Menschen von Gott; Schuld bezieht sich im Unterschied dazu auf konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.
gerecht, Gerechtigkeit
Meint ein Leben nach dem Willen Gottes.
Lendenschurz
Ein leinenes Kleidungsstück, das von den Männern direkt auf dem Leib getragen und praktisch nie abgelegt wurde. Wer nur mit dem Lendenschurz bekleidet ist, wird als »nackt« bezeichnet.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Gebote
Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll.
Frevler
Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen.
Gerechte
Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt.