Gegenüberstellungen: Gerechte–Gottlose: 3,1–4,20
Die Seelen der Gerechten aber sind in Gottes Hand / und keine Folter kann sie berühren.
In den Augen der Toren schienen sie gestorben, / ihr Heimgang galt als Unglück,
ihr Scheiden von uns als Vernichtung; / sie aber sind in Frieden.
In den Augen der Menschen wurden sie gestraft; / doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit.
Ein wenig nur werden sie gezüchtigt; / doch sie empfangen große Wohltat.
Denn Gott hat sie geprüft / und fand sie seiner würdig.
Wie Gold im Schmelzofen hat er sie erprobt / und wie ein Ganzopfer sie angenommen.
Zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie aufleuchten / wie Funken, die durch ein Stoppelfeld sprühen.
Sie werden Völker richten / und über Nationen herrschen / und der Herr wird ihr König sein in Ewigkeit.
Alle, die auf ihn vertrauen, werden die Wahrheit erkennen / und die Treuen werden bei ihm bleiben in Liebe.
Denn Gnade und Erbarmen werden seinen Heiligen zuteil / und Rettung seinen Erwählten.
Die Gottlosen aber werden für ihre Pläne bestraft, / sie, die den Gerechten missachtet haben und vom Herrn abgefallen sind.
Unglücklich sind, die Weisheit und Bildung verachten; / leer ist ihre Hoffnung, vergeblich sind ihre Mühen / und wertlos ihre Taten.
Ihre Frauen sind unverständig / und ihre Kinder böse, / fluchbeladen ist ihr Geschlecht.
Selig ist die Kinderlose, die ohne Makel blieb, / und keine sündige Verbindung kannte; / sie wird gleich einer Mutter geehrt, wenn die Seelen ihren Lohn empfangen.
Selig ist auch der Kinderlose, der sich nicht gegen das Gesetz verging / und gegen den Herrn nichts Böses plante;
besondere Gnade wird seiner Treue zuteil / und ein gar köstlicher Anteil am Tempel des Herrn.
Denn ruhmreich ist die Frucht guter Mühe / und unvergänglich die Wurzel der Klugheit.
Doch die Kinder von Ehebrechern verkümmern / und die Nachkommen einer sündigen Verbindung schwinden dahin.
Auch wenn sie lange leben, gelten sie nichts / und ehrlos ist am Ende ihr Alter.
Sterben sie früh, so haben sie keine Hoffnung / und keinen Trost am Tag des Gerichts;
denn schlimm ist das Ende einer ungerechten Generation.