Selig der Mann, der mit seiner Rede nicht entgleist ist / und der nicht verletzt worden ist durch Schmerz über Sünden.
Selig ist, wer sich nicht selbst verurteilt hat / und der seine Hoffnung nicht verloren hat.
Einem geizigen Mann steht Reichtum nicht wohl an, / wozu Vermögen für einen neidischen Menschen?
Wer gegen sich selbst geizt, sammelt für andere, / in seinen Gütern werden Fremde schwelgen.
Wer mit sich selbst schlecht umgeht, zu wem wird er gut sein? / Er wird sich nie an seinem Wohlstand erfreuen.
Keiner ist schlimmer als einer, der sich selbst nichts gönnt, / und dies ist Vergeltung für seine Schlechtigkeit.
Sogar wenn er etwas Gutes tut, tut er es aus Versehen / und zuletzt offenbart er seine Schlechtigkeit.
Der ist schlecht, dem der Neid aus den Augen schaut, / der das Gesicht abwendet und über Menschen hinwegsieht.
Das Auge des Habgierigen hat nicht genug mit nur einem Teil / und schlimmes Unrecht zehrt die Seele aus.
Ein schlimmes Auge missgönnt Brot / und es herrscht Mangel an seinem Tisch.
Kind, wenn du etwas hast, tu dir selbst Gutes / und bringe würdige Gaben vor den Herrn!
Denk daran, dass der Tod nicht zögert / und der Pakt mit dem Hades dir nicht gezeigt wurde!
Bevor du stirbst, tu einem Freund Gutes! / Entsprechend deinem Vermögen teile aus und gib ihm!
Einen schönen Tag lass nicht vorbeigehen / und den Anteil an dem, was du Gutes begehrst, lass nicht vorübergehen!
Du wirst die Erträge deiner Anstrengung wohl nicht einem anderen überlassen / und den Lohn deiner Mühen beim Teilen des Erbes?
Gib, nimm und beschwichtige dich selbst, / denn im Hades ist kein Genuss zu finden!
Alle Lebewesen altern wie ein Kleidungsstück, / denn die Bestimmung lautet seit Ewigkeit: Sterben wirst du.
Wie grünendes Blattwerk auf einem dicht belaubten Baum / - die einen fallen zu Boden, die anderen wachsen nach - ,
so ist es auch mit einer Generation aus Fleisch und Blut: / Die eine stirbt, die andere wird gezeugt.
Jedes Werk modert und geht zugrunde, / und wer daran arbeitet, wird mit ihm vergehen.
Glück bei der Weisheitssuche: 14,20–15,10
Selig der Mann, der über Weisheit nachsinnt / und der in seiner Einsicht überlegt,
der in seinem Herzen über ihre Wege nachsinnt / und über ihre Geheimnisse nachdenkt.
Geh ihr nach wie ein Spurensucher / und lauere an ihren Wegen!
Wer sich durch ihre Fenster hineinbeugt / und an ihren Türen lauscht,
wer in der Nähe ihres Hauses sich niederlässt / und einen Pflock an ihren Mauern befestigt,
der wird sein Zelt an ihrer Seite aufstellen / und er wird in einer Wohnung voller Güter einkehren.
Er wird seine Kinder unter ihren Schutz stellen / und unter ihren Zweigen wird er übernachten;
er wird sich unter ihr vor der Hitze bergen / und in ihrer Herrlichkeit sich niederlassen.