Briefanfang
Absender und Empfänger
Paulus, Diener von Christus Jesus,
zum Apostel berufen und dazu bestimmt,
Gottes Gute Nachricht zu verkünden.
Gott hat sie ja durch seine Propheten
in der Heiligen Schrift schon im Voraus angekündigt.
Es ist die Gute Nachricht von seinem Sohn.
Der war seiner leiblichen Herkunft nach
ein Nachkomme Davids.
Gott hat ihm durch die Auferstehung von den Toten
die Vollmacht verliehen, als sein Sohn zu herrschen.
Das steht ihm zu aufgrund seiner Herkunft
aus dem Geist des heiligen Gottes.
Was ich verkünde, ist also die Gute Nachricht
von Jesus Christus, unserem Herrn!
Durch ihn haben wir die Befähigung
und Beauftragung bekommen,
als Apostel unter den Völkern zu wirken.
Sie sollen Christus gehorsam sein,
den Glauben annehmen
und so seinem Namen Ehre machen.
Auch ihr gehört zu diesen Völkern
und seid von Jesus Christus berufen.
An alle in Rom, die von Gott geliebt werden
und zu Heiligen berufen sind.
Ich wünsche euch Gnade und Frieden
von Gott, unserem Vater,
und von dem Herrn Jesus Christus.
Dank für den Glauben der Gemeinde
Zunächst einmal danke ich meinem Gott
durch Jesus Christus für euch alle:
In der ganzen Welt spricht man über euren Glauben.
Gott selbst,
dem ich durch die Verkündigung seines Sohnes
mit all meiner Kraft diene, ist mein Zeuge:
Ich denke unaufhörlich an euch.
In jedem Gebet bitte ich darum,
dass ich nach Gottes Willen
endlich zu euch kommen kann.
Denn ich möchte euch so gerne einmal treffen.
Ich möchte euch etwas von der Gabe weitergeben,
die mir vom Heiligen Geist geschenkt wurde.
So sollt ihr gestärkt werden.
Oder besser gesagt:
Ich möchte, dass wir uns bei meinem Besuch
gegenseitig ermutigen durch den Glauben,
der uns verbindet.
Durch diesen Glauben ermutigt ihr mich
und ebenso ich euch.
Ich will euch eines nicht verschweigen,
Brüder und Schwestern:
Ich habe mir schon oft vorgenommen,
zu euch zu kommen.
Aber bis jetzt wurde ich immer daran gehindert.
Denn ich wollte,
dass meine Arbeit auch bei euch Frucht trägt
wie bei den anderen Völkern.
Das bin ich allen schuldig –
ganz gleich, ob sie Griechen sind oder nicht,
gebildet oder ungebildet.
Wenn es nach mir geht – ich bin bereit,
auch bei euch in Rom die Gute Nachricht zu verkünden.
Das Thema des Briefes: Die Kraft der Guten Nachricht
Denn ich schäme mich nicht für die Gute Nachricht.
Sie ist eine Kraft Gottes,
die jeden rettet, der glaubt –
an erster Stelle die Juden,
dann auch die Griechen.
Denn durch die Gute Nachricht
wird Gottes Gerechtigkeit offenbar.
Das geschieht aufgrund des Glaubens
und führt zum Glauben.
So steht es schon in der Heiligen Schrift:
»Aufgrund des Glaubens
wird der Gerechte das Leben erlangen.«
Kein Mensch wird gerecht durch das Gesetz
Das Gericht Gottes über das Unrecht der Menschen
Zugleich wird nämlich auch der Zorn Gottes offenbar.
Er bricht vom Himmel her herein
über alle Gottlosigkeit und alles Unrecht der Menschen.
Denn durch dieses Unrecht
unterdrücken sie die Wahrheit.
Schließlich wissen sie ganz genau,
was Menschen von Gott bekannt sein kann.
Er selbst hat es ihnen ja vor Augen geführt.
Denn sein unsichtbares Wesen
ist seit der Erschaffung der Welt erkennbar geworden –
und zwar an dem, was er geschaffen hat.
Es ist seine ewige Macht und seine Göttlichkeit.
Deshalb haben die Menschen keine Entschuldigung.
Sie kennen Gott.
Trotzdem ließen sie ihm nicht
die Ehre und den Dank zuteilwerden, die Gott zustehen.
Stattdessen verloren sie sich in Gedankenspielen,
und ihr uneinsichtiges Herz hat sich verfinstert.
Während sie vorgaben, weise zu sein,
machten sie sich zum Narren.
Die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes
gaben sie preis.
An seine Stelle setzten sie Standbilder
von vergänglichen Menschen
oder von Vögeln, Vierbeinern und Kriechtieren.
Deshalb hat Gott sie
ihren innersten Begierden ausgeliefert.
Er überließ sie der Unsittlichkeit,
sodass sie ihren eigenen Körper entwürdigten.
Die Menschen tauschten die Wahrheit Gottes
gegen die Lüge.
Sie verehrten die Schöpfung
und beteten sie statt des Schöpfers an.
Der sei in Ewigkeit gelobt! Amen.
Deshalb hat Gott sie
schändlichen Leidenschaften ausgeliefert.
Denn ihre Frauen vertauschten
den natürlichen Geschlechtsverkehr
mit dem widernatürlichen.
Ebenso gaben die Männer
den natürlichen Geschlechtsverkehr
mit ihren Frauen auf.
Dafür entbrannten sie in wildem Verlangen zueinander.
Männer treiben es schamlos mit Männern.
So empfangen sie am eigenen Leib
den gebührenden Lohn für ihre Verirrung.
Sie hielten es nicht für wichtig,
Gott anzuerkennen.
Deshalb hat Gott sie
ihrer schändlichen Gesinnung ausgeliefert.
Daher tun sie, was sich nicht gehört:
Sie strotzen vor Unrecht,
Bosheit, Habgier und Schlechtigkeit.
Sie sind voller Neid, Mordlust, Streitsucht,
Hinterhältigkeit, Heimtücke, Verleumdung
und übler Nachrede.
Sie verachten Gott,
sind gewalttätig, hochmütig und prahlerisch.
Im Bösen sind sie erfinderisch
und ihren Eltern gegenüber ungehorsam.
Sie sind uneinsichtig, unzuverlässig,
lieblos und unbarmherzig.
Dabei kennen sie Gottes Rechtsordnung
und wissen:
Wer so handelt, verdient den Tod.
Trotzdem tun sie es
und spenden darüber hinaus auch noch denen Beifall,
die genauso handeln.