Das Leben in der Freiheit
Paulus warnt die Gemeinde vor dem Rückfall ins Gesetz
Christus hat uns befreit,
damit wir endgültig frei sind.
Bleibt also standhaft und unterwerft euch nicht wieder
dem Joch der Sklaverei!
Ich, Paulus, sage euch:
Wenn ihr euch beschneiden lasst,
wird Christus euch nichts nützen.
Ich sage es noch einmal mit allem Nachdruck jedem,
der sich beschneiden lässt:
Er ist verpflichtet, das ganze Gesetz einzuhalten.
Ihr habt dann mit Christus nichts mehr zu tun.
Jeder, der durch das Gesetz
vor Gott als gerecht gelten will,
hat damit die Gnade verspielt.
Wir aber dürfen durch den Geist Gottes hoffen,
aufgrund des Glaubens vor Gott als gerecht zu gelten.
Denn wenn wir zu Christus Jesus gehören,
spielt es keine Rolle,
ob jemand beschnitten ist oder nicht.
Es zählt nur der Glaube, der sich in Liebe auswirkt.
Ihr kamt so gut voran!
Wer hat euch denn daran gehindert,
der Wahrheit weiter zu folgen?
Was man euch da einreden will,
kommt nicht von dem, der euch beruft.
Schon ein wenig Sauerteig macht den ganzen Teig sauer.
Ich verlasse mich ganz auf den Herrn.
Deshalb vertraue ich darauf,
dass ihr zu keiner anderen Überzeugung kommen werdet.
Doch wer immer euch aufhetzt,
wird seine Strafe bekommen – ganz gleich, wer es ist.
Brüder und Schwestern,
wenn ich noch immer die Beschneidung fordern würde,
warum werde ich dann weiter verfolgt?
Dann wäre doch der Anstoß beseitigt, den das Kreuz erregt!
Die Leute, die bei euch Unruhe stiften,
sollten sich doch gleich kastrieren lassen!
Der Geist befreit zur Liebe und nicht zur Selbstsucht
Brüder und Schwestern, ihr seid zur Freiheit berufen!
Aber benutzt eure Freiheit nicht als einen Vorwand,
um eurer menschlichen Natur zu folgen.
Dient euch vielmehr gegenseitig in Liebe.
Denn das ganze Gesetz ist erfüllt,
wenn ein einziges Gebot befolgt wird.
Nämlich folgendes:
»Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!«
Aber wenn ihr einander wie wilde Tiere beißt
und auffresst, dann passt auf!
Sonst wird am Ende sogar einer vom andern verschlungen.
Damit will ich sagen:
Lasst euer Leben vom Geist Gottes bestimmt sein
und richtet es danach aus.
Dann werdet ihr nicht
euren selbstsüchtigen Wünschen nachgeben.
Denn eure menschliche Natur
kämpft gegen den Geist Gottes
und der Geist Gottes gegen eure menschliche Natur.
Diese beiden ringen ständig miteinander,
sodass ihr nie tun könnt, was ihr eigentlich wollt.
Aber wenn ihr euch vom Geist Gottes leiten lasst,
untersteht ihr nicht dem Gesetz.
Es ist ja offensichtlich,
was eure menschliche Natur hervorbringt:
Unzucht, Unsittlichkeit und Zügellosigkeit,
Götzendienst, Zauberei,
Feindschaft, Streit, Eifersucht, Wut,
Eigennutz, Uneinigkeit, Lagerbildung,
Neid, Fress- und Trinkgelage und Ähnliches.
Ich warne euch,
wie ich es schon früher getan habe:
Wer sich so verhält,
wird keinen Anteil am Reich Gottes erben.
Der Geist dagegen bringt als Ertrag:
Liebe, Freude und Frieden,
Geduld, Güte und Großzügigkeit, Treue,
Freundlichkeit und Selbstbeherrschung.
Gegen all das hat das Gesetz nichts einzuwenden.
Wer nun zu Christus Jesus gehört,
hat seine menschliche Natur ans Kreuz genagelt –
mit allen Leidenschaften und Begierden.
Wenn wir durch den Geist Gottes das Leben haben,
wollen wir auch aus diesem Geist heraus
unser Leben führen.
Wir sollen nicht überheblich auftreten,
einander nicht herausfordern
und nicht neidisch aufeinander sein.