Die Sehnsucht nach dem himmlischen Zuhause
Wir wissen ja:
Unser Zelt in dieser Welt wird abgebrochen werden.
Dann erhalten wir von Gott ein neues Zuhause.
Dieses Bauwerk ist nicht von Menschenhand gemacht
und wird für immer im Himmel bleiben.
Darum seufzen wir und sehnen uns danach,
von dieser himmlischen Behausung
gewissermaßen umhüllt zu werden.
Wir werden nicht nackt dastehen,
wenn wir einmal unser Zelt in dieser Welt verlassen müssen.
Doch solange wir noch in dem alten Zelt leben,
stöhnen wir wie unter einer schweren Last.
Wir würden diese Hülle am liebsten gar nicht ausziehen,
sondern die neue einfach darüberziehen.
So könnte das, was an uns vergänglich ist,
im neuen Leben aufgehen.
Auf jeden Fall hat Gott selbst uns darauf vorbereitet.
Er hat uns als Vorschuss auf das ewige Leben
seinen Geist gegeben.
So sind wir in jeder Lage zuversichtlich.
Wir sind uns zwar bewusst:
Solange wir in unserem Körper wohnen,
leben wir noch nicht beim Herrn.
Unser Leben ist vom Glauben bestimmt,
nicht vom Schauen dessen, was kommt.
Trotzdem sind wir voller Zuversicht.
Am liebsten würden wir unseren Körper verlassen
und beim Herrn leben.
Deswegen ist es für uns eine Ehrensache,
ihm zu gefallen.
Das gilt, ob wir schon zu Hause bei ihm sind
oder noch hier in der Fremde leben.
Denn wir alle müssen einmal
vor dem Richterstuhl von Christus erscheinen.
Dann bekommt jeder, was er verdient.
Es hängt davon ab,
ob er zu Lebzeiten Gutes oder Böses getan hat.
Die Botschaft von der Versöhnung durch Gott
Wir wissen sehr wohl,
dass man in Ehrfurcht vor dem Herrn leben muss.
Deshalb versuchen wir, die Menschen für ihn zu gewinnen.
Vor Gott aber liegt unser Leben offen zutage.
Und ich hoffe sehr,
dass das auch gegenüber eurem Gewissen gilt.
Wir möchten uns bei euch
nicht schon wieder selbst empfehlen.
Wir wollen euch vielmehr zeigen,
dass ihr Grund habt, stolz auf uns zu sein.
Das könnt ihr dann denen entgegenhalten,
für die das Äußere wichtiger ist
als die innere Überzeugung.
Wenn wir außer uns gerieten,
dann geschah das für Gott.
Wenn wir vernünftig bleiben,
dann kommt das euch zugute.
Denn uns treibt die Liebe an,
die Christus uns erwiesen hat.
Wir sind nämlich zu der Überzeugung gelangt:
Wenn einer für alle gestorben ist,
dann sind damit alle gestorben.
Christus ist für alle gestorben,
damit die Lebenden nicht länger für sich selbst leben.
Sie sollen jetzt vielmehr für den leben,
der für sie gestorben ist und auferweckt wurde.
Daher beurteilen wir von nun an niemanden mehr
nach menschlichen Maßstäben.
Auch Christus beurteilen wir nicht so.
Selbst dann nicht, wenn wir ihn früher
nach menschlichen Maßstäben beurteilt haben.
Wenn jemand zu Christus gehört,
gehört er schon zur neuen Schöpfung.
Das Alte ist vergangen,
etwas Neues ist entstanden!
Das alles kommt von Gott.
Durch Christus hat er uns mit sich versöhnt.
Er hat uns sogar den Dienst übertragen,
die Versöhnung zu verkünden.
Ja, in Christus war Gott selbst am Werk,
um die Welt mit sich zu versöhnen.
Er hat den Menschen ihre Verfehlungen nicht angerechnet.
Und uns hat er sein Wort anvertraut,
das Versöhnung schenkt.
Wir treten also im Auftrag von Christus auf.
Ja, Gott selbst lädt die Menschen durch uns ein.
So bitten wir im Auftrag von Christus:
Lasst euch mit Gott versöhnen!
Obwohl Christus ohne jede Sünde war,
hat Gott ihm unsere Sünde aufgeladen.
Denn durch die Verbindung mit Christus
sollen wir an Gottes Gerechtigkeit teilhaben.