Dem Vorbild von Christus folgen
Wir, die Starken, sind verpflichtet,
die Schwächen von denen mitzutragen,
die nicht so stark sind.
Es geht ja nicht darum, was uns gefällt.
Vielmehr soll jeder von uns so handeln,
wie es seinem Mitmenschen gefällt.
Das tut diesem gut und hilft, ihn aufzubauen.
Denn auch Christus ging es nicht um das,
was ihm selbst gefallen hätte.
In der Heiligen Schrift heißt es vielmehr:
»Der Spott, mit dem man dich, Gott, verspottet,
hat mich selbst getroffen.«
Alles, was in früherer Zeit dort aufgeschrieben wurde,
wurde festgehalten, damit wir daraus lernen.
Denn wir sollen die Hoffnung nicht aufgeben.
Dabei helfen uns die Ausdauer und die Ermutigung,
die wir aus der Heiligen Schrift gewinnen können.
Diese Ausdauer und diese Ermutigung kommen von Gott.
Er gebe auch, dass ihr euch untereinander einig seid –
so wie es Christus Jesus angemessen ist.
Dann könnt ihr alle miteinander Gott,
den Vater unseres Herrn Jesus Christus,
wie aus einem Munde loben.
Das gemeinsame Lob Gottes
Daher bitte ich euch: Nehmt einander an,
so wie Christus euch angenommen hat,
damit die Herrlichkeit Gottes noch größer wird.
Denn ich sage: Weil Gottes Zusage wahrhaftig gilt,
trat Christus in den Dienst der Beschneidung.
So wollte Gott das einlösen,
was er den Stammvätern versprochen hat.
Aber auch die Völker haben allen Grund,
Gott für sein Erbarmen zu loben.
Denn in der Heiligen Schrift steht:
»Darum will ich dir danken unter den Völkern.
Deinen Namen will ich preisen mit einem Lied.«
An einer anderen Stelle heißt es:
»Freut euch, ihr Völker, zusammen mit seinem Volk.«
Und noch einmal an einer anderen Stelle:
»Lobt den Herrn, alle Völker!
Preist ihn, ihr Menschen aus allen Nationen!«
Und schließlich sagt Jesaja:
»Aus der Wurzel Isais wird ein neuer Spross hervorgehen.
Er wird sich erheben, um über die Völker zu herrschen.
Und auf ihn werden sie ihre Hoffnung setzen.«
Der Gott, der Hoffnung schenkt,
erfülle auch euch in eurem Glauben
mit lauter Freude und Frieden.
So soll eure Hoffnung
über alles Maß hinaus wachsen
durch die Kraft des Heiligen Geistes.
Briefschluss
Der Auftrag des Paulus als Apostel
Brüder und Schwestern, was euch angeht,
bin ich fest davon überzeugt:
Ihr habt wirklich den besten Willen
und alle nötige Erkenntnis.
Deshalb könnt ihr euch auch gegenseitig ermahnen.
Stellenweise habe ich euch recht offen geschrieben.
Damit wollte ich euch einiges ins Gedächtnis rufen.
Gott hat mich in seiner Gnade
zum Diener von Christus Jesus unter den Völkern berufen.
Ich verrichte einen heiligen Dienst,
indem ich die Gute Nachricht verkünde.
Dadurch sollen die Völker zu einer Gabe werden,
die Gott gerne annimmt.
Denn der Heilige Geist selbst hat sie heilig gemacht.
Wenn ich vor Gott auf etwas stolz sein darf,
dann nur auf meine Verbundenheit mit Christus Jesus.
Denn ich werde es nicht wagen, etwas vorzubringen,
das nicht Christus durch mich gewirkt hat.
Er hat es durch mein Wort und meine Tat bewirkt,
dass die Völker nun Gott gehorsam sind.
Das bestätigt er durch machtvolle Zeichen und Wunder
und durch die Kraft von Gottes Geist.
So konnte ich die Gute Nachricht von Christus verbreiten –
ausgehend von Jerusalem
und im ganzen Umkreis bis hin nach Illyrien.
Eines aber war für mich Ehrensache:
Ich verkündete die Gute Nachricht nirgends,
wo man schon den Namen von Christus anruft.
Ich wollte ja nicht auf einem Fundament bauen,
das jemand anderes gelegt hat.
Vielmehr hielt ich mich an das,
was in der Heiligen Schrift steht:
»Gerade die sollen ihn sehen,
denen er noch nicht verkündet wurde.
Und gerade die sollen es begreifen,
die noch nie etwas davon gehört haben.«
Die Reisepläne des Paulus
Das ist der Grund,
warum ich immer wieder daran gehindert wurde,
zu euch zu kommen.
Aber jetzt habe ich in dieser Gegend
nichts mehr zu tun.
Seit vielen Jahren ist es mein sehnlicher Wunsch,
zu euch zu kommen.
Das könnte ich tun, wenn ich nach Spanien reise.
Ich hoffe also, euch auf der Durchreise zu treffen.
Und ich erwarte auch,
bei euch für die Weiterreise ausgerüstet zu werden.
Aber vorher möchte ich gerne eine Weile
die Gemeinschaft mit euch genießen.
Doch jetzt reise ich erst noch nach Jerusalem,
um den Heiligen dort
die nötige Unterstützung zu bringen.
Denn die Gemeinden in Makedonien
und in der Provinz Achaia
haben beschlossen, Geld zu sammeln.
Es ist bestimmt für die Armen
unter den Heiligen in Jerusalem.
Sie hielten das für richtig,
aber sie sind es ihnen auch schuldig.
Denn die Völker haben ja schließlich
Anteil an den geistlichen Gütern der Heiligen erhalten.
Daher sind sie auch verpflichtet,
die Heiligen mit weltlichen Gütern zu versorgen.
Das möchte ich zum Abschluss bringen
und den Ertrag der Sammlung ordnungsgemäß übergeben.
Danach mache ich mich auf den Weg zu euch,
um dann nach Spanien weiterzureisen.
Und ich weiß: Wenn ich zu euch komme,
werde ich den reichen Segen von Christus mitbringen.
Brüder und Schwestern!
Ich bitte euch bei unserem Herrn Jesus Christus
und bei der Liebe, die der Heilige Geist schenkt:
Steht mir bei! Betet für mich zu Gott,
dass er mich vor den Ungehorsamen in Judäa bewahrt.
Und betet, dass mein Dienst für Jerusalem
von den Heiligen gut aufgenommen wird.
Dann kann ich voller Freude zu euch kommen,
wenn es Gottes Wille ist.
Und dann werde ich bei euch neue Kräfte sammeln.
Der Gott, der Frieden schenkt,
sei mit euch allen! Amen.