Die erste Mahnrede an die Herrscher
Liebt die Gerechtigkeit, ihr, die ihr die Erde richtet! In guter Weise sinnt nach über den Herrn,
und sucht ihn mit ungeteiltem Herzen!
Denn er lässt sich finden von denen, die ihn nicht auf die Probe stellen,
und er zeigt sich denen, die ihm nicht das Vertrauen verweigern.
Verdrehte Gedanken nämlich trennen von Gott,
und seine Macht, wenn sie herausgefordert wird, überführt die Uneinsichtigen.
Denn zu einer heimtückischen Seele wird die Weisheit nicht kommen,
und sie wird sich in keinem Leib niederlassen, der an die Sünde verpfändet ist.
Denn der heilige Geist der Erziehung wird vor der Arglist fliehen,
und er wird Abstand nehmen von unsinnigen Gedanken,
und wenn das Unrecht sich nähert, wird er zurückgewiesen werden.
Denn die Weisheit ist ein menschenfreundlicher Geist,
und sie wird den nicht ungestraft lassen, der mit seinen Lippen lästert,
denn Gott ist Zeuge seiner Nieren
und verlässlicher Aufseher seines Herzens,
und der Zunge hört er zu.
Denn der Geist des Herrn hat den Erdkreis erfüllt,
und er, der alles zusammenhält, hat Kenntnis von jedem Laut.
Deshalb wird keiner verborgen bleiben, der Unrechtes von sich gibt,
und die strafende Gerechtigkeit wird, wenn sie überführt, nicht an ihm vorübergehen.
Denn die Pläne des Gottlosen werden untersucht werden,
und die Kunde von seinen Worten wird vor den Herrn gelangen -
zur Aufdeckung seiner Verstösse gegen die Weisung.
Denn das eifersüchtige Ohr hört alles,
und das lärmende Murren bleibt nicht im Verborgenen.
Hütet euch also vor nutzlosem Murren,
und bewahrt die Zunge vor bösem Geschwätz!
Denn ein im Verborgenen gesprochenes Wort wird nicht ohne Wirkung hinausgehen,
ein Mund aber, der Lügen erfindet, vernichtet die Seele.
Eifert nicht dem Tod nach auf eurer Irrfahrt des Lebens,
und zieht nicht das Verderben herbei durch das Wirken eurer Hände.
Denn Gott hat den Tod nicht gemacht,
und er erfreut sich nicht am Untergang derer, die leben.
Denn alles hat er erschaffen, damit es ist,
und was auf der Welt entsteht, ist voller Heil.
Unter diesen gibt es keine Arznei des Verderbens
und auf der Erde kein Königreich des Hades.
Denn die Gerechtigkeit ist unsterblich.
. . . . . .
Die Rede der Gottlosen
Die Gottlosen aber haben den Tod mit ihren Händen und Worten herbeigerufen;
sie hielten ihn für einen Freund, und ihr Leben ist dahingeschmolzen.
Sie schlossen einen Bund mit ihm -
sie verdienen es, zu seinem Anteil zu gehören!