Andere nicht verurteilen
»Ihr sollt andere nicht verurteilen,
damit Gott euch nicht verurteilt.
Denn das Urteil, das ihr fällt, wird euch treffen.
Und der Maßstab, den ihr an andere anlegt,
wird auch für euch gelten.
Du siehst den Splitter im Auge deines Gegenübers.
Bemerkst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?
Wie kannst du zu deinem Gegenüber sagen:
›Komm her! Ich zieh dir den Splitter aus deinem Auge.‹
Dabei steckt doch in deinem eigenen Auge ein Balken!
Du Scheinheiliger!
Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge.
Dann hast du den Blick frei,
um den Splitter aus dem Auge
deines Gegenübers zu ziehen.«
Wertvolle Perlen
»Gebt das, was heilig ist, nicht den Hunden!
Werft eure Perlen nicht vor die Schweine!
Sonst zertreten sie die Perlen
und reißen euch in Stücke.«
Gott voll Vertrauen um etwas bitten
»Bittet und es wird euch gegeben!
Sucht und ihr werdet finden!
Klopft an und es wird euch aufgemacht!
Denn wer bittet, der bekommt.
Und wer sucht, der findet.
Und wer anklopft, dem wird aufgemacht.
Wer von euch gibt seinem Kind einen Stein,
wenn es um Brot bittet?
Oder eine Schlange,
wenn es um einen Fisch bittet?
Ihr Menschen seid böse.
Trotzdem wisst ihr, was euren Kindern guttut,
und gebt es ihnen.
Wie viel mehr Gutes wird euer Vater im Himmel
denen geben, die ihn darum bitten.«
Eine einfache Grundregel
»Behandelt andere Menschen genau so,
wie ihr selbst behandelt werden wollt.
Denn so steht es im Gesetz und bei den Propheten.«
Das weite und das enge Tor
»Geht durch das enge Tor!
Denn das Tor zum Verderben ist weit,
und der Weg dorthin ist breit.
Diesen Weg wählen viele Menschen.
Aber wie eng ist das Tor zum Leben,
und wie schmal ist der Weg dorthin!
Diesen Weg finden nur wenige Menschen.«
Warnung vor falschen Propheten
»Nehmt euch in Acht vor den falschen Propheten!
Sie kommen zu euch und verhalten sich wie Schafe.
Aber im Innern sind sie Wölfe,
die auf Raub aus sind.
An ihren Früchten könnt ihr sie erkennen:
Oder erntet man Trauben von einem Dornbusch
und Feigen von einer Distel?
Ein guter Baum bringt gute Früchte hervor.
Aber ein schlechter Baum
bringt schlechte Früchte hervor.
Ein guter Baum kann
keine schlechten Früchte hervorbringen
und ein schlechter Baum keine guten Früchte.
Ein Baum, der keine guten Früchte bringt,
wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
Also gilt: An ihren Früchten
werdet ihr die falschen Propheten erkennen.«
Den Willen Gottes tun
»Nicht jeder, der zu mir sagt: ›Herr, Herr!‹,
wird in das Himmelreich kommen.
Sondern das gilt für diejenigen,
die den Willen meines Vaters im Himmel tun.
Am Tag des Gerichts werden viele zu mir sagen:
›Herr, Herr! Haben wir nicht in deinem Namen
als Propheten geredet?
Und haben wir nicht in deinem Namen
Dämonen ausgetrieben?
Und haben wir nicht in deinem Namen
viele Wunder getan?‹
Dann werde ich ihnen frei heraus sagen:
›Ich kenne euch überhaupt nicht!
Macht, dass ihr fortkommt,
ihr mit eurem gesetzlosen Treiben!‹«
Das Gleichnis vom Hausbau
»Wer diese Worte von mir hört und sie befolgt,
ist wie ein kluger Mann:
Er baute sein Haus auf felsigem Boden.
Dann kam ein Wolkenbruch.
Die Flüsse traten über die Ufer,
die Stürme tobten und rüttelten an dem Haus.
Doch es stürzte nicht ein,
denn es war auf felsigem Untergrund gebaut.
Wer diese Worte von mir hört und sie nicht befolgt,
ist wie ein dummer Mann:
Er baute sein Haus auf sandigem Boden.
Dann kam ein Wolkenbruch.
Die Flüsse traten über die Ufer,
die Stürme tobten und prallten gegen das Haus.
Da stürzte es ein und fiel völlig in sich zusammen.«
Die Menschen erkennen die Vollmacht von Jesus
So beendete Jesus seine Verkündigung.
Die Volksmenge war von seiner Lehre tief beeindruckt.
Denn an seiner Lehre erkannten sie,
dass Gott ihm die Vollmacht dazu gegeben hatte –
ganz anders als bei den Schriftgelehrten.