Feuer über Jerusalem
Als ich zu den Kerubim hinsah,
entdeckte ich über ihren Köpfen eine Platte.
Darauf schien etwas wie ein Thron zu stehen,
der wie ein Saphir glänzte.
Auf dem Thron saß eine Gestalt.
Sie sagte zu dem Mann, der in Leinen gekleidet war:
»Geh zwischen die Räder unter den Kerubim!
Nimm zwei Hände mit glühenden Kohlen,
die im Feuerbecken zwischen den Kerubim liegen.
Dann streue sie über die Stadt.«
Da ging er vor meinen Augen zwischen die Räder.
Als der Mann dorthin ging,
standen die Kerubim rechts vom Tempel.
Die Wolke aber erfüllte den inneren Hof.
Da erhob sich die Herrlichkeit des Herrn.
Sie bewegte sich von den Kerubim vorwärts
bis zur Schwelle des Tempels.
Die Wolke füllte den ganzen Tempel aus
und die Herrlichkeit des Herrn
erstrahlte im inneren Hof.
Das Rauschen vom Flügelschlag der Kerubim
konnte man sogar noch im äußeren Hof hören.
Es klang wie die Stimme des allmächtigen Gottes,
wenn er redet.
Die Gestalt auf dem Thron befahl dem Mann,
der in Leinen gekleidet war:
»Nimm etwas von dem Feuer zwischen den Rädern,
hol es aus dem Feuerbecken zwischen den Kerubim!«
Da ging er dorthin
und stellte sich neben eines der Räder.
Einer der Kerubim streckte seine Hand aus
nach dem Feuer, das zwischen den Kerubim brannte.
Er nahm etwas davon
und legte es in die Hände des Mannes,
der in Leinen gekleidet war.
Der nahm das Feuer und ging hinaus.
Ezechiel sieht noch einmal die Herrlichkeit des Herrn
Die Kerubim und das Räderwerk
Unter den Flügeln der Kerubim war etwas,
das aussah wie eine Menschenhand.
Ich sah auch vier Räder neben den Kerubim.
Neben jedem Kerub war ein Rad –
ja, genau ein Rad war neben jedem Kerub.
Die Räder sahen aus,
als wären sie aus Topas gemacht.
Alle vier waren gleich.
Die Räder waren so verarbeitet,
als wäre ein Rad mitten im anderen.
Sie bewegten sich in alle vier Richtungen,
ohne ihre Laufrichtung ändern zu müssen.
Sie bewegten sich einfach in die Richtung,
in die das vorderste Rad sich drehte.
Dazu mussten sie ihre Laufrichtung nicht ändern.
Die Kerubim hatten Augen am ganzen Körper,
am Rücken, an den Händen und an den Flügeln.
Auch die vier Räder waren voller Augen.
Ich hörte, dass die Räder
als »das Räderwerk« bezeichnet wurden.
Jeder Kerub hatte vier Gesichter.
Das erste Gesicht war das eines Kerubs,
das zweite das eines Menschen.
Das dritte Gesicht war das eines Löwen,
das vierte das eines Adlers.
Dann erhoben sich die Kerubim.
Das waren dieselben Lebewesen,
die ich am Kanal Kebar gesehen hatte.
Wenn die Kerubim sich vorwärtsbewegten,
drehten sich die Räder mit ihnen.
Wenn die Kerubim die Flügel ausbreiteten,
um sich vom Boden zu erheben,
blieben die Räder an ihrer Seite.
Wenn die Kerubim stehen blieben,
standen auch die Räder still.
Und wenn sie sich in die Luft schwangen,
erhoben sich die Räder mit ihnen.
Denn der Geist der Lebewesen wirkte in den Rädern.
Die Herrlichkeit des Herrn verlässt den Tempel
Die Herrlichkeit des Herrn verließ die Tempelschwelle
und setzte sich auf den Thron über den Kerubim.
Da breiteten die Kerubim ihre Flügel aus.
Vor meinen Augen erhoben sie sich vom Boden.
So zogen sie fort und die Räder liefen mit.
Bei dem Tor im Osten des Tempelhofs
hielten sie noch einmal an.
Der Gott Israels in seiner Herrlichkeit
war genau über ihnen.
Die Lebewesen aber, die den Gott Israels trugen,
hatte ich schon am Kanal Kebar gesehen.
Jetzt wusste ich, dass es Kerubim waren.
Jeder von ihnen hatte vier Gesichter und vier Flügel.
Unter ihren Flügeln hatten sie menschliche Hände.
Ihre Gesichter glichen den Gesichtern,
die ich am Kanal Kebar gesehen hatte.
Sie bewegten sich in die Richtung,
in die sie blickten.