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3.2. Das Buch der Richter (Ri)

Das Richterbuch schildert die Situation der zwölf Stämme Israels nach der Landnahme und vor dem Beginn einer Königsherrschaft in Israel. Es handelt sich um die vorstaatliche Zeit, die oft als „Richterzeit“ benannt wird. Die Phase der Landnahme gilt als abgeschlossen, nun muss das Land gegen äußere Feinde gesichert werden. Dafür sind im Erzählverlauf die Richter, שֹׁפְטִים, šofetîm, zuständig, daher der in jüdischer und christlicher Tradition gleichlautende Name des Buches. Bei den Richtern unterscheidet die Forschung die kleinen von den großen Richtern. Damit wird nicht auf den deutlich unterschiedlichen Umfang der Berichte hingewiesen, mit dem von den verschiedenen Gruppen oder Personen erzählt wird. Es scheint so, als hätten die großen Richter als charismatische Heerführer gegen Israels Feinde gekämpft, die kleinen Richter gelten dagegen als tatsächliche Richter oder lokale Fürsten. Gelegentlich wird Schamgar auch als kleiner Richter gewertet, weil von ihm nur in zwei Versen (3,31 und 5,6) erzählt wird; seine Ruhmestat ist aber der Simsons vergleichbar.

Richter

Von Gott eingesetzte Anführer, vor allem für den Kampf gegen äußere Feinde.

Richter

Die großen Richter des Richter-Buches sind gottbegnadete Volksführer, während die kleinen Richter (Ri 10,1-5; 12,8-14), die Könige und auch Männer wie Josua und Samuel den Richtertitel im allgemein üblichen Wortsinn tragen.

(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Jordan

Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt.

Betlehem

Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem.

Efraim (Stamm)

Stamm Israels, der nach einem der beiden Söhne Josefs benannt ist. Sein Siedlungsgebiet liegt im mittleren Westjordanland und erstreckt sich bis zum Mittelmeer.