Apostelgeschichte 13
Barnabas und Saulus auf Zypern
Die Predigt in der Synagoge von Antiochia in Pisidien
Konflikt mit den Juden, Hinwendung zu den Nichtjuden
Sachwissen
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3. Die Apostelgeschichte (Apg)
Die Überschrift „Taten der Apostel“ (πράξεις ἀποστόλων/praxeis apostolōn) geht wohl auf das 2. Jh. zurück. Sie dient der Abgrenzung von den zu jener Zeit zahlreich entstehenden legendarischen Apostelakten. Zu Verfasser und Entstehungssituation der Apg vergleiche die Ausführungen zum Lk.
Richter
Von Gott eingesetzte Anführer, vor allem für den Kampf gegen äußere Feinde.
Geist Gottes, Heiliger Geist
Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.
Heiliger Geist
Das hebräische Wort für Geist bedeutet ursprünglich »Wind, Hauch«. Gemeint ist damit das Lebensprinzip, das der Schöpfung zugrunde liegt (Gen 1,2), das Gott seinen Geschöpfen verliehen hat und über das er jederzeit verfügt (vgl. Ps 104,29-30). Vom Geist Gottes gehen aber auch spezielle Wirkungen auf bestimmte Menschen aus: Der Geist kommt über einen Menschen und treibt ihn zu einer bestimmten Tat (Ri 3,10; 13,25). Er beseelt die ekstatischen Prophetengemeinschaften (1 Sam 10,10-12) und kann einen → Propheten ganz real an einen anderen Ort versetzen (1 Kön 18,12; vgl. Ez 8,3). Wenn der Geist Gottes für dauernd von einem Menschen Besitz ergreift wie von David (1 Sam 16,13) oder einer prophetischen Gestalt (Jes 42,1; 61,1), ist dies das Zeichen einer besonderen Verbundenheit mit Gott und Beauftragung durch ihn (vgl. Joh 1,32-34).
Gebet
Reden des Menschen mit Gott.
Jesus
Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.
Sabbat
In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf.
Proselyten
(griechisch: Hinzugekommene) Nichtjuden, die rechtsgültig zum Judentum übergetreten sind und sich zur Einhaltung des ganzen → Gesetzes verpflichtet haben; bei Männern schließt das die → Beschneidung mit ein.
Johannes der Täufer
Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.
auferwecken
Sohn Gottes
Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.
Heilige Schriften
Die Bücher, die heute in unserem Alten Testament zusammengefasst sind, waren für das Judentum zur Zeit von Jesus und ebenso für die frühe Christenheit die »Heilige Schrift«. Doch wurden zu ihr auch noch eine Reihe von sehr spät entstandenen Büchern gerechnet, die von den Juden des 1. Jh. n.Chr. aus dem »Kanon« ihrer Heiligen Schriften ausgeschieden worden sind. Diese Spätschriften des Alten Testaments – wie die Deuterokanonischen Schriften bzw. Apokryphen in dieser Bibelausgabe heißen – blieben in der christlichen Kirche bis zur Reformationszeit allgemein als Heilige Schrift anerkannt. (In der katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen sind sie es weiterhin; in den evangelischen Kirchen werden sie unterschiedlich beurteilt.) Im Neuen Testament werden darüber hinaus sogar noch weitere frühjüdische Schriften als »heilige« zitiert (vgl. Jak 4,5; Jud 14-15). Die neutestamentlichen Schreiber sprechen von »der (heiligen) Schrift« als einem einheitlichen Gotteswort in der Einzahl. Die Übersetzung verwendet trotzdem die Mehrzahl »Schriften«, da »die Heilige Schrift« für heutige Christen die Bibel aus Altem und Neuem Testament bezeichnet.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Synagoge
(griechisch »Versammlung«) Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, wo am Sabbat ein Wortgottesdienst mit Gebet, Schriftlesung, Predigt und abschließendem Segen abgehalten wird. Jeder in den → Heiligen Schriften kundige jüdische Mann kann aufgefordert werden, die Schriftlesung vorzunehmen und eine Auslegung zu geben (vgl. Lk 4,16-21; Apg 13,15).
gerecht, Gerechter
Als »gerecht« wird im Deutschen ein Mensch bezeichnet, der sich so verhält, wie es dem allgemeinen Rechtsempfinden entspricht. »Gerecht« im Sinn des Alten Testaments ist der Mensch, der sich nach dem → Gesetz richtet, in dem Gott seinem Volk seinen Willen kundgetan hat. Verschiedentlich meldet sich jedoch schon im Alten Testament das Bewusstsein, dass letztlich kein Mensch vor Gott als »gerecht« bestehen kann (z.B. Ijob 4,17; 15,14; Ps 143,2). Im Frühjudentum wird der »gerechte« Mensch zum Gegenstand endzeitlicher Hoffnung; der Messias (→ Christus) wird als der »Gerechte« erwartet und ersehnt. Vom Erscheinen dieses Gerechten hängt die Rettung Israels ab (Jes 53,11). Diese Schriftstellen und Traditionen stehen im Hintergrund, wenn Jesus im Neuen Testament als »gerecht« (so wörtlich in Lk 23,47; 1 Joh 2,29; 3,7) oder als »der Gerechte« bezeichnet wird (Apg 3,14; 7,52; 22,14; 1 Petr 3,18; 1 Joh 2,1).
Sohn Gottes
(→ Söhne) Im Alten Testament konnte ganz Israel, im Frühjudentum auch der einzelne exemplarisch → Gerechte in Israel »Sohn Gottes« genannt werden (Ex 4,22-23; Hos 11,1; Weish 2,17-20). Das Neue Testament sieht in beidem einen prophetischen Hinweis auf Jesus Christus, in dem dieser Titel seine wahre Erfüllung finden sollte (vgl. Mt 2,15; 27,43).
Gute Nachricht
Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen.
Synagoge
Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde.
Barnabas
Leiter der Gemeinde in Antiochia und Begleiter des Paulus auf seinen Reisen.
Gesetz
Das Judentum bezeichnete die fünf Mosebücher als »Gesetz« (Tora = Weisung) und umschrieb das Alte Testament mit »das Gesetz und die Propheten« (vgl. Mt 5,17; 7,12; 22,40; Röm 3,21). Der Begriff »Gesetz« konnte aber auch auf das ganze Alte Testament ausgedehnt werden. Seit der Zeit Esras (vgl. Neh 8–10) bestimmte das Mosegesetz das gesamte Leben des jüdischen Volkes und grenzte es streng gegen die übrigen Völker ab. Von besonderer Bedeutung wurden dafür die Gesetze über die → Beschneidung und den → Sabbat sowie die Reinheitsvorschriften (→ rein). Die Frage nach der bleibenden Geltung des Mosegesetzes führte in der Urchristenheit zu ernsten Auseinandersetzungen (Apg 15; Gal 2).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Heilige Schrift
Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden.
Synagogenleiter
War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig.
Synagogenvorsteher
umkehren
Galiläa
Das Gebiet zwischen dem See → Gennesaret und der Küstenebene, ursprünglich Siedlungsgebiet der Stämme Ascher, Sebulon und Naftali. Es wurde 733 v.Chr. Provinz des → Assyrerreichs und stand von da an unter der Oberherrschaft der verschiedenen Nachfolgereiche. Seit 104 v.Chr. wieder unter jüdischer Herrschaft; Einwanderer aus → Judäa stärkten das jüdische Element, neben dem es jedoch geschlossene heidnische Bevölkerungsgruppen gab. Zur Zeit von Jesus ist Galiläa Basis militanter nationalistischer jüdischer Gruppen (Apg 5,37; → Zeloten).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Gesetz
Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose.
Gnade
Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.
Staub (von den Füßen schütteln)
Wenn Juden aus nicht jüdischem Gebiet nach Israel zurückkehrten, pflegten sie den Staub von den Füßen zu schütteln, um nichts »Verunreinigendes« (→ rein) in das Heilige Land mitzuschleppen. Im Zusammenhang der Aussendung der → Jünger (Mk 6,11par) und der urchristlichen Mission (Apg 13,51; ähnlich 18,6) bedeutet es Abbruch der Beziehungen und Überantwortung an Gottes Gericht.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Juden
Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.
Lehrer
(1) Der Titel, der Esra beigelegt wird, lautet wörtlich »Schreiber«, ergänzt durch den Zusatz »kundig im Gesetz Moses« (Esra 7,6; vgl. 7,11-12). Der Zusatz stellt klar, dass Esra dieses → Gesetz nicht geschrieben, sondern studiert hat, um auf seiner Grundlage das Leben der Juden in der persischen Provinz Juda zu ordnen (Esra 7,25-26; 9–10; Neh 8). Esra wurde auf diese Weise zum Urbild der späteren → Gesetzeslehrer.
Zauberei
Praktiken und Methoden, um Ereignisse, Menschen oder Gegenstände auf übernatürliche Art und Weise zu beeinflussen.
falscher Prophet
Gibt vor, im Auftrag Gottes zu reden, und verführt seine Mitmenschen so zu falschem Tun.
Saulus
Der jüdische Name des Apostels Paulus (Apg 7,58; 8,1.3; 9,1; 11,25; 13,1); = Saul mit griechisch-lateinischer Endung; vgl 1 Sam 13,1. Paulus ist sein zweiter Name, den er als römischer → Bürger trug. In der Apostelgeschichte wird von 13,9 an nur noch der Name Paulus verwendet, d.h. von dem Augenblick an, wo Paulus erstmals als der große geisterfüllte und vollmächtige Verkünder der → Guten Nachricht in der nicht jüdischen Welt hervortritt.
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Herr
(Jesus Christus) Unter den Würdetiteln, die zum Ausdruck bringen, was Jesus für das Heil der Menschen bedeutet (→ Christus, → Menschensohn), nimmt der Titel »Herr« eine herausragende Stellung ein. Er kann ganz allgemein als Anrede an Höhergestellte gebraucht werden; in der »heidnischen« Umwelt des Neuen Testaments wurden die verschiedensten Götter mit diesem Titel bedacht (vgl. 1 Kor 8,5). Ihnen gegenüber ist Jesus in einzigartiger Weise »der Herr« (1 Kor 8,6). Für die inhaltliche Füllung dieses Titels ist jedoch entscheidend, dass das Wort »Herr« in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments an die Stelle des Gottesnamens Jahwe getreten ist (→ Herr). Damit ist die Möglichkeit gegeben, Aussagen des Alten Testaments über Gott direkt auf Jesus zu beziehen (z.B. Joël 3,5 in Apg 2,21 und in Röm 10,9-13 oder Jes 45,23-24 in Phil 2,10-11) und so – ohne Jesus mit Gott gleichzusetzen – seine entscheidende Heilsbedeutung zum Ausdruck zu bringen.
Saul
Israelitischer Heerführer und erster König in Israel um 1000 v. Chr.
Paulus
Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte.
Gottesfürchtige
Kanaan
Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde.
Staub abschütteln
Zeichenhafte Handlung, die den Abbruch aller Beziehungen zum Ausdruck bringt. Noch nicht einmal den Staub der anderen will man behalten.
Christus
Das Wort bedeutet »der Gesalbte« (von griechisch christos, hebräisch maschiach) und bezeichnet ursprünglich den durch → Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels (1 Sam 12,3; 16,6; 24,7 usw). Als der vorbildliche König in jeder Hinsicht galt → David. Ihm sind durch Prophetenmund große Zusagen gemacht worden: Seine Dynastie soll für immer Bestand haben; seine Nachkommen, die Könige von Juda, sollen den Status von »Söhnen Gottes« haben (2 Sam 7,11b-16). In der Herrschaft dieser »Gesalbten« realisiert sich Gottes heilbringende Herrschaft über Israel. Und weil der Gott Israels der Herr der ganzen Welt ist, dürfen sich die Könige aus dem Haus Davids zugleich berufen wissen, die Herrschaft Gottes weltweit durchzusetzen (vgl. die zum Teil mit der Thronbesteigung des Königs verbundenen Psalmen 2; 45; 72; 110; 132).
Taufe
(1) Ursprung, Bedeutung, Vollzug: Von allem Anfang an wurden Menschen – und zwar ausschließlich – durch die Taufe in die christliche Gemeinde aufgenommen. In der christlichen Taufe lebt die Taufe fort, die der → Täufer Johannes geübt hat, und demgemäß ist auch mit ihr die Forderung radikaler → Umkehr verbunden. Doch im Übrigen hat sich die Bedeutung der Taufe tief greifend gewandelt aufgrund des Sterbens und Auferstehens von Jesus und nicht zuletzt, weil er selbst sich hat taufen lassen und diese seine Taufe »gelebt« hat (→ Taufe [2]). Die christliche Taufe stellt deshalb die Vergebung der Sünden nicht nur für den Tag des Gerichts in Aussicht, vielmehr spricht sie dem Täufling hier und jetzt diese Vergebung wirksam zu – um des Todes willen, den Jesus auf sich genommen hat. Auch die Rettung im Gericht und die Teilhabe am Leben in Gottes neuer Welt (→ Königsherrschaft Gottes) verspricht sie nicht nur für die Zukunft, sondern gibt schon jetzt ersten, entscheidenden Anteil daran durch das Geschenk des → Heiligen Geistes. Sie stellt in die Lebensgemeinschaft mit dem auferstandenen Jesus und stiftet Gemeinschaft mit allen, die gleichfalls durch die Taufe zu Christus gehören (1 Kor 12,13). In der Taufe schafft Gott durch Jesus Christus in der Kraft des Heiligen Geistes die neutestamentliche Gemeinde, den Anfang der neuen Welt und Menschheit (→ Erstling).
Magier
In Apg 13,6-11 steht im Griechischen dasselbe Wort wie für die → Sterndeuter in Mt 2,1. Hier handelt es sich um eine jener schillernden Gestalten, die damals die religiös haltlos gewordenen Massen mit ihrem »übernatürlichen« Wissen und Können beeindruckten und ihr Brot oft als »Hofastrologen« verdienten (vgl. auch Apg 8,9-24).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Statthalter
Im Römischen Reich gab es senatorische Provinzen, die einem vom römischen Senat eingesetzten Prokonsul unterstanden (Apg 13,7; 18,12), und imperatorische Provinzen, die einem vom Kaiser (Imperator) eingesetzten Legaten unterstellt waren (Lk 2,2). Im Unterschied dazu standen → Judäa, → Samarien und Idumäa (→ Edom) und 44–66 n.Chr. vorübergehend ganz Palästina unter einem Präfekten (nach 41 n.Chr. trägt er den Titel Prokurator), der in Cäsarea residierte. Die Präfektur in Judäa, Samarien und Idumäa war eingerichtet worden, nachdem es unter der Regierung des Herodessohnes Archelaus (→ Herodes [2]) zu ständigen Konflikten zwischen ihm und den Juden gekommen war. Der Präfekt bzw. Prokurator hatte vor allem das Steuerwesen zu überwachen und in wichtigen Fällen als Richter zu wirken; ihm war es vorbehalten, Todesurteile auszusprechen und vollstrecken zu lassen. Er verfügte über eine Truppenmacht. Zu besonderen Anlässen – vor allem an den hohen jüdischen Festen, wo wegen der in Jerusalem zusammenströmenden Volksmassen besondere Vorsichtsmaßregeln nötig waren – kam er von Cäsarea nach Jerusalem hinauf und brachte Verstärkung für die dortige römische Garnison mit.
gerecht, als gerecht gelten
Gott nimmt die Menschen an und verurteilt sie nicht, obwohl sie seine Gebote übertreten. Darin zeigt sich Gottes Liebe zu den Menschen.
Herodes Antipas
Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.).
Glaube, glauben
Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.
Galiläa
Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene.
Abraham
Stammvater Israels (zum Namen vgl. Gen 17,4-5). Wer zum erwählten Volk Israel gehört, ist »Sohn« oder »Tochter« Abrahams (Lk 13,16; 19,9; Mt 3,9par). Erwartet wurde, dass die Nachkommen Abrahams bzw. die unter ihnen, die im letzten Gericht als → gerecht anerkannt werden, mit ihm am Festmahl in Gottes neuer Welt teilnehmen dürfen (Mt 8,11par; Lk 16,22). Im Neuen Testament ist Abraham Vorbild des Glaubens (Röm 4; Hebr 11,8-19; vgl. Gen 15,6) und Vater des neuen Gottesvolkes, der Glaubenden aus allen Völkern (Röm 4,11-12).
(Sacherklärungen Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)
Fasten
Verzicht auf Essen und Trinken wurde in Israel als → Sühne für eigene oder fremde Sünden geübt, aber auch aus Trauer und zur Unterstützung eines Gebetes. Üblicherweise dauerte ein Fasten einen Tag (24 Stunden), bei besonderen Anlässen auch länger. Zur Zeit von Jesus war es bei manchen Frommen Sitte geworden, zweimal wöchentlich zu fasten (Lk 18,12; Mk 2,18). Der einzige offizielle und das ganze Volk verpflichtende Fasttag war jedoch der → Versöhnungstag.
ewiges Leben
Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod.
Prophet
Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.
Sabbat
Der Sabbat ist der Schlusstag der siebentägigen Woche, die erstmals bei den Israeliten nachweisbar ist. Zunächst ist für diesen Tag lediglich Arbeitsruhe vorgeschrieben (Ex 20,9-11par). Doch wurde der Tag, vielleicht mitbestimmt durch die an diesem Tag gehaltenen Gottesdienste, im Bewusstsein der Israeliten mehr und mehr zu einem ausschließlich Gott geweihten Tag und in der Zeit nach dem babylonischen → Exil neben der → Beschneidung zu einem Unterscheidungsmerkmal Israels von anderen Völkern und zu einem Zeichen des → Bundes zwischen Israel und seinem Gott (Neh 10,32; 13,15-22; Jes 56,1-8).
Kreuzigung
Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet.
Satan, Teufel
Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht.
Zypern
Insel im östlichen Mittelmeer.
Pontius Pilatus
Verwaltete 26–36 n. Chr. die römischen Provinzen Judäa und Samaria im Auftrag des Kaisers.
römischer Statthalter
Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers.
Fasten
Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis.
Christus
Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.
David
Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete.