Vertrauensbekenntnis eines Angefeindeten
Für den Chormeister. Nach der Weise Stumme Taube der Ferne. Ein Miktam-Lied Davids. Als die Philister ihn in Gat ergriffen.
Sei mir gnädig, Gott, denn Menschen stellten mir nach, *
Tag für Tag bedrängen mich meine Feinde.
Den ganzen Tag stellten meine Gegner mir nach, *
ja, es sind viele, die mich voll Hochmut bekämpften.
An dem Tag, da ich mich fürchte, *
setzte ich auf dich mein Vertrauen.
Auf Gott, dessen Wort ich lobe, /
auf Gott vertraue ich, ich fürchte mich nicht. *
Was kann ein Fleisch mir antun?
Tag für Tag verdrehen sie meine Worte, *
auf mein Verderben geht ihr ganzes Sinnen.
Sie lauern und spähen, sie beobachten meine Schritte, *
denn sie trachteten mir nach dem Leben.
Wegen des Unrechts sollen sie Rettung erfahren? *
Im Zorn, Gott, wirf nieder die Völker!
Die Wege meines Elends hast du gezählt. /
In deinem Schlauch sammle meine Tränen! *
Steht nicht alles in deinem Buche?
Dann weichen die Feinde zurück, am Tag, da ich rufe. *
Ich habe erkannt: Mir steht Gott zur Seite.
Auf Gott, dessen Wort ich lobe, *
auf den HERRN, dessen Wort ich lobe,
auf Gott setzte ich mein Vertrauen, ich fürchte mich nicht. *
Was kann ein Mensch mir antun?
Ich schulde dir, Gott, was ich gelobte, *
Dankopfer will ich dir weihen.
Ja, du hast mein Leben dem Tod entrissen. /
Hast du nicht meine Füße vor dem Straucheln bewahrt? *
So gehe ich meinen Weg vor Gott, /
im Licht des Lebens.