Hiob setzt das Gespräch fort
Da antwortete Hiob und sagte:
Welch große Hilfe bist du doch für den,
der keine Kraft mehr hat!
Wie du ihm beistehst und unter die Arme greifst.
Welch kluge Ratschläge gibst du doch dem,
der nicht mehr weiterweiß!
Wie du ihn überschüttest mit deinen Weisheiten.
Wer hat dir denn bei deinem Vortrag geholfen?
Welcher Geist hat dir das alles eingegeben?
Sieh doch, wie die Totengeister zittern –
unter dem Wasser, wo sie das Totenreich bewohnen.
Nackt liegt die Unterwelt vor Gottes Augen.
Keine Decke verbirgt den abgründigen Ort.
Er spannt den Himmel aus über dem Nichts,
verankert die Erde in vollkommener Leere.
Er speichert das Wasser in seinen Wolken.
Doch sie bersten nicht unter ihrer Last.
Seinen Thron entzieht er den Augen,
breitet eine Wolkendecke darüber aus.
Eine Linie hat er über den Meeren gezogen,
die Licht und Finsternis voneinander trennt.
Die Pfeiler des Himmels geraten ins Wanken.
Wenn Gott nur droht, dann beben sie schon.
Durch seine Macht hat er das Meer gebändigt,
durch kluges Vorgehen hat er Rahab besiegt.
Den Himmel ließ er in neuem Glanz erstrahlen,
die Meeresschlange war da schon lange durchbohrt.
Sieh doch, das sind nur Spuren seines Wirkens!
Es ist ein Flüstern, mehr hören wir nicht.
Doch wenn Gott seinen Donner krachen lässt,
wie mächtig muss er dann in Wirklichkeit sein?