Das Volk bekennt sich schuldig
Als Esra betete und die Schuld des Volkes bekannte,
kniete er vor dem Tempel und weinte.
Da versammelten sich viele Israeliten bei ihm,
Männer, Frauen und Kinder.
Das Volk weinte heftig.
Schechanja, der Sohn des Jehiel und Nachkomme von Elam,
sagte zu Esra:
»Wir sind unserem Gott untreu geworden.
Wir haben fremde Frauen geheiratet,
die aus den Nachbarvölkern stammen.
Doch es gibt noch eine Hoffnung für Israel!
Wir wollen uns nun unserem Gott gegenüber
feierlich dazu verpflichten,
alle unsere fremden Frauen wegzuschicken.
Ihre Kinder sollen sie mitnehmen.
Du selbst hast uns das geraten
und ebenso alle,
die das Gebot unseres Gottes ernst nehmen.
Diese Weisung muss nun umgesetzt werden.
Steh auf! Es ist deine Sache,
das in Ordnung zu bringen.
Wir stehen hinter dir!
Sei entschlossen und handle!«
Da stand Esra auf.
Die führenden Priester, die Leviten und ganz Israel
ließ er schwören, diesen Vorschlag umzusetzen.
Sie schworen es.
Esra erhob sich von seinem Platz vor dem Haus Gottes.
Er ging in den Tempel, in die Kammer von Johanan,
dem Sohn des Eljaschib.
Dort blieb er die Nacht über,
ohne zu essen und zu trinken.
Denn er war sehr traurig darüber,
dass die Heimkehrer Gott untreu geworden waren.
Die Ehen mit fremden Frauen werden aufgelöst
Dann ließ man in Juda und Jerusalem
alle Heimkehrer dazu aufrufen,
sich in Jerusalem zu versammeln.
Die Obersten und Ältesten hatten beschlossen:
Jeder, der nicht innerhalb von drei Tagen kommt,
wird aus der Gemeinde der Heimkehrer ausgeschlossen.
Außerdem soll er seinen gesamten Besitz verlieren.
So versammelten sich die Männer
aus den Stämmen Juda und Benjamin
innerhalb von drei Tagen in Jerusalem.
Am 20. Tag des neunten Monats waren alle beisammen.
Die Leute aus dem Volk saßen auf dem Platz
vor dem Haus Gottes.
Sie zitterten vor Angst, was da kommen sollte,
und wegen des strömenden Regens.
Da stand der Priester Esra auf und sagte zu ihnen:
»Ihr seid Gott untreu geworden.
Denn ihr habt fremde Frauen geheiratet
und so die Schuld Israels noch vergrößert.
Nun bekennt euch wieder zum Herrn,
dem Gott eurer Vorfahren!
Handelt nach seinem Willen!
Trennt euch von den Nachbarvölkern
und schickt die fremden Frauen weg!«
Die Versammelten antworteten mit fester Stimme:
»Wir wollen tun, was du gesagt hast.
Aber es regnet stark, und viele von uns sind hier.
Man kann sich unmöglich im Freien aufhalten.
Außerdem ist das keine Angelegenheit,
die man in ein oder zwei Tagen klären kann.
Zu viele von uns sind in diese Sache verwickelt.
Daher sollen unsere Obersten
die ganze Gemeinde vertreten.
Alle aus unseren Städten,
die fremde Frauen geheiratet haben,
sollen zu festgesetzten Zeiten herkommen.
Die Ältesten und die Richter der Stadt
sollen sie begleiten.
Das soll so lange geschehen,
bis Gott wegen dieser Ehen nicht mehr zornig auf uns ist.«
Nur zwei Männer waren dagegen:
Jonatan, der Sohn des Asael,
und Jachseja, der Sohn des Tikwa.
Sie wurden unterstützt
von den Leviten Meschullam und Schabbetai.
Die Heimgekehrten machten alles so,
wie sie es versprochen hatten.
Der Priester Esra wählte die Männer aus –
ein Familienoberhaupt für jede Großfamilie.
Alle wurden namentlich benannt.
Am ersten Tag des zehnten Monats kamen sie zusammen,
um diese Sache zu untersuchen.
Am ersten Tag des ersten Monats waren sie fertig.
Sie hatten die Fälle aller Männer geklärt,
die fremde Frauen geheiratet hatten.
Verzeichnis der Israeliten mit fremden Frauen
Auch einige Priester hatten fremde Frauen geheiratet:
Maaseja, Elieser, Jarib und Gedalja.
Sie waren Nachkommen des Jeschua,
des Sohnes von Jozadak,
und seine Brüder.
Sie gaben ihr Ehrenwort,
ihre Frauen wegzuschicken.
Weil sie sich ihrer Schuld bewusst waren,
brachten sie einen Widder als Schuldopfer dar.
Dazu kamen noch weitere Priester,
die fremde Frauen geheiratet hatten.
Von den Nachkommen des Immer waren es
Sebadja und Hanani.
Von den Nachkommen des Harim waren es
Maaseja, Elija, Schemaja, Jehiel und Usija.
Von den Nachkommen des Paschhur waren es
Eljoenai, Maaseja, Jischmael, Netanel, Josabad, Elasa.
Dazu kamen von den Leviten
Josabad, Schima und Kelaja –
der auch Kelita genannt wird,
außerdem Petachja, Juda und Elieser.
Von den Tempelsängern war es Eljaschib.
Von den Torwächtern waren es Schallum, Telem und Uri.
Dazu kamen die übrigen Israeliten.
Von den Nachkommen des Parosch waren es
Ramja, Jisija, Malkija, Mijamin,
Eleasar, Haschabja und Benaja.
Von den Nachkommen des Elam waren es
Mattanja, Secharja, Jehiel, Abdi, Jeremot und Elija.
Von den Nachkommen des Sattu waren es
Eljoenai, Eljaschib, Mattanja, Jeremot, Sabad und Asisa.
Von den Nachkommen des Bebai waren es
Johanan, Hananja, Sabbai und Atlai.
Von den Nachkommen des Bani waren es
Meschullam, Malluch, Adaja, Jaschub, Scheal und Jeremot.
Von den Nachkommen des Pahat-Moab waren es
Adna, Kelal, Benaja, Maaseja,
Mattanja, Bezalel, Binnui und Manasse.
Von den Nachkommen des Harim waren es Elieser, Jischija,
Malkija, Schemaja, Simeon,
Benjamin, Malluch und Schemarja.
Von den Nachkommen des Haschum waren es
Mattenai, Mattatta, Sabad, Elifelet,
Jeremai, Manasse und Schimi.
Von den Nachkommen des Bani waren es
Maadai, Amram, Uel,
Benaja, Bedja, Keluhi,
Wanja, Meremot, Eljaschib,
Mattanja, Mattenai und Jaasai.
Von den Nachkommen des Binnui waren es Schimi,
Schelemja, Natan, Adaja,
Machnadbai, Schaschai, Scharai,
Asarel, Schelemja, Schemarja,
Schallum, Amarja und Josef.
Von den Nachkommen des Nebo waren es
Jeiel, Mattitja, Sabad, Sebina, Jaddai, Joel und Benaja.
Alle diese Männer hatten fremde Frauen geheiratet.
Doch jetzt schickten sie ihre Frauen und Kinder weg.