Joasch wird gekrönt und Atalja getötet
Mehr als sechs Jahre später
fasste der Priester Jojada einen mutigen Entschluss.
Er verbündete sich mit den Anführern von je 100 Mann:
Asarja, dem Sohn des Jeroham;
Jischmael, dem Sohn des Johanan;
Asarja, dem Sohn des Obed;
Maaseja, dem Sohn des Adaja;
und Elischafat, dem Sohn des Sichri.
Die zogen durch Juda
und versammelten die Leviten aus allen Städten Judas
und die Familienoberhäupter von Israel.
Dann kamen sie nach Jerusalem.
Die ganze Versammlung schloss im Haus Gottes
ein Abkommen mit dem neuen König.
Dabei sprach Jojada zu ihnen:
»Seht her, der Sohn des Königs soll nun König werden.
Das hat der Herr für Davids Nachkommen festgelegt.
Das ist es, was ihr tun sollt: Ein erstes Drittel von euch
soll an den Schwellen der Tore Wache halten.
Das sind diejenigen Priester und Leviten,
die am Sabbat Dienst im Tempel haben.
Ein weiteres Drittel soll in den Palast des Königs gehen
und das letzte Drittel schließlich zum Grund-Tor.
Das übrige Volk soll sich in den Höfen
beim Haus des Herrn versammeln.
Außer den Priestern und den Leviten, die Dienst haben,
soll keiner das Haus des Herrn betreten.
Sie dürfen hineingehen,
weil sie auf den Dienst vorbereitet sind.
Das Volk soll die Pflichten beachten,
die ihm der Herr auferlegt hat.
Die Leviten sollen einen Kreis um den König bilden,
jeder mit seiner Waffe in der Hand.
Wer das Gebäude betritt, wird getötet.
Begleitet den König auf Schritt und Tritt!«
Die Leviten und ganz Juda befolgten alles,
was der Priester Jojada geboten hatte.
Jeder rief seine Männer zusammen –
die, die am Sabbat antraten, und die, die abtraten.
Denn der Priester Jojada gab keiner Gruppe dienstfrei.
Der Priester Jojada gab den Offizieren über 200 Mann
die Lanzen, Rundschilde und Langschilde.
Sie hatten König David gehört
und wurden jetzt im Tempel aufbewahrt.
Dann ließ er das ganze Volk antreten,
jeden mit der Waffe in der Hand.
Sie bildeten einen Halbkreis
um den König und den Altar.
Dazu standen sie von einer Wand des Tempels
bis zur anderen.
Dann führten sie den Königssohn heraus,
setzten ihm die Krone auf und gaben ihm eine Urkunde.
So machten Jojada und seine Söhne ihn zum König.
Sie salbten ihn und alle riefen: »Es lebe der König!«
Da erst hörte Atalja den Lärm des Volkes,
das hinauslief und dem König zujubelte.
Sie ging hinaus zum Volk beim Haus des Herrn.
Da sah sie es:
Der König stand auf einem Podest am Eingang.
Er war umgeben von den obersten Beamten
und den Trompetenspielern.
Das Volk des Landes war fröhlich
und man blies die Trompeten.
Die Sänger hatten ihre Musikinstrumente,
sie leiteten den Lobgesang.
Da zerriss Atalja ihre Kleider und schrie:
»Verrat! Verrat!«
Doch der Priester Jojada befahl den Offizieren,
die die 100 Mann befehligten und das Kommando hatten:
»Führt sie durch die Reihen hinaus!
Wer ihr folgt, den tötet mit dem Schwert.«
Denn der Priester hatte zuvor angeordnet:
»Ihr dürft sie nicht im Haus des Herrn töten.«
Also ergriffen sie Atalja, brachten sie hinaus
und töteten sie vor dem Pferdetor neben dem Palast.
König und Volk verbünden sich
Dann schloss Jojada einen Bund
zwischen sich, dem ganzen Volk und dem König:
Sie sollten das Volk des Herrn sein.
Da ging das ganze Volk zum Tempel des Baal
und zerstörte dort alles:
Sie rissen seine Altäre nieder
und zerstörten seine Götterbilder vollständig.
Sie erschlugen Mattan, den Priester des Baal,
direkt vor den Altären.
Jojada besetzte die Ämter im Haus des Herrn
mit den Priestern und den Leviten.
So hatte es David für das Haus des Herrn angeordnet.
Sie sollten dem Herrn Brandopfer darbringen,
wie es im Gesetzbuch des Mose steht.
Das sollte mit Freude und Gesang geschehen,
wie David es befohlen hatte.
Jojada stellte auch Wächter
an die Tore zum Haus des Herrn.
Niemand sollte hineingehen,
der irgendwie unrein war.
Schließlich nahm er die Anführer der Hundertschaften,
die vornehmen und mächtigen Leute des Volks
und das gesamte Volk des Landes mit sich.
So begleiteten sie den König vom Haus des Herrn
durch das obere Tor zum Palast des Königs.
Dort ließen sie ihn auf dem Königsthron Platz nehmen.
Das Volk des Landes freute sich.
Es herrschte Ruhe in der Stadt,
nachdem man Atalja mit dem Schwert getötet hatte.