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  • Mi 6,8

Der Rechtsstreit des HERRN mit seinem Volk. Drohung gegen Jerusalem

6

1Hört doch, was der HERR spricht: Auf, führe einen Rechtsstreit vor den Bergen, und die Hügel sollen deine Stimme hören!

2Hört, ihr Berge, den Rechtsstreit des HERRN, und ihr UraltenA, ihr Grundfesten der Erde! Denn der HERR hat einen Rechtsstreit mit seinem Volk, und mit Israel rechtet er.

Die Übersetzung des mit ‹ihr Uralten› wiedergegebenen hebräischen Worts ist unsicher.

3Mein Volk, was habe ich dir angetan? Und womit habe ich dich ermüdet? Sage gegen mich aus!

4Ich habe dich doch heraufgeführt aus dem Land Ägypten und dich erlöst aus einem Sklavenhaus! Und vor dir her habe ich Mose, Aaron und Mirjam gesandt.

5Mein Volk, erinnere dich doch, was Balak, der König von Moab, beschlossen und was Bileam, der Sohn von Beor, ihm geantwortet hat, was von Schittim bis Gilgal geschah, damit du die gerechten Taten des HERRN erkennst!

6Mit welcher Gabe soll ich vor den HERRN treten, mich beugen vor dem Gott der Höhe? Soll ich mit Brandopfern vor ihn treten, mit einjährigen Kälbern?

7Gefallen dem HERRN Tausende von Widdern, ungezählte Bäche von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen hingeben für mein Vergehen, die Frucht meines Leibes als Sündopfer für mein LebenA?

Möglich ist auch die Übersetzung: «..., die Frucht meines Leibes für meine Sünde.»

8Er hat dir kundgetan, Mensch, was gut ist, und was der HERR von dir fordert: Nichts anderes, als Recht zu üben und Güte zu lieben und in Einsicht mit deinem Gott zu gehen.

9Horch! Der HERR ruft der Stadt zu - und es ist klug, deinen Namen zu fürchten -, hört auf den Stock und den, der ihn einberuft!

10Sind im Haus des Ungerechten noch immer Schätze des Unrechts und das verwünschte, geschrumpfte Efa?

11Bleibe ich rein trotz ungerechter Waage und trotz des Beutels mit trügerischen Gewichten?

12Da ihre Reichen voll Gewalttat sind und ihre Bewohner Lüge verbreiten und ihre Zunge trügerisch ist in ihrem Mund,

13mache auch ich dich krank, ich schlage dich, richte dich schrecklich zu, deiner Sünden wegen.

14Du wirst essen und nicht satt werden, und dein KotA bleibt in dir. Du wirst hinwegschaffen und nichts retten, denn was du rettest, übergebe ich dem Schwert.

Möglicherweise ist das mit «Kot» wiedergegebene hebräische Wort mit «Hunger» zu übersetzen.

15Du wirst säen und nichts ernten, du wirst Oliven keltern und dich nicht mit Öl salben und Most keltern und keinen Wein trinken.

16Und man hält sich an die Satzungen Omris und an jede Tat des Hauses Achab, und nach ihren Ratschlägen seid ihr gegangen, damit ich dich verwüste und ihre Bewohner zu einem Anlass des Zischens mache: Die Schmach meines Volks werdet ihr tragen!