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  • Spr 29,25

Ohne Offenbarung wird ein Volk zügellos

29

1Wer ermahnt wird und halsstarrig bleibt, wird im Nu zerschmettert, ohne Rettung.

2Wenn die Gerechten an der Macht sind, freut sich das Volk, aber wenn ein Frevler herrscht, stöhnt das Volk.

3Wer die Weisheit liebt, macht seinem Vater Freude, wer aber mit Huren verkehrt, verschleudert das Vermögen.

4Durch Recht gibt ein König dem Land Bestand, wer aber Steuern erhebt, richtet es zugrunde.

5Ein Mann, der seinem Nächsten schmeichelt, breitet ein Netz aus vor seinen Füssen.

6Ein böser Mann verstrickt sich in seinem Vergehen, aber ein Gerechter jubelt und freut sich.

7Der Gerechte kennt das Recht der Geringen, der Frevler hat kein Verständnis.

8Spötter bringen eine Stadt in Aufruhr, Weise aber beschwichtigen den Zorn.

9Wenn ein Weiser mit einem Toren vor Gericht geht, dann tobt der und lacht, und es gibt keine Ruhe.

10Blutgierige hassen den Schuldlosen, die Rechtschaffenen aber bemühen sich um sein Leben.

11Ein Dummer lässt seiner ganzen Wut freien Lauf, ein Weiser aber hält ihn bis zuletzt zurück.

12Wenn ein Herrscher auf verlogene Worte hört, werden alle seine Diener zu Frevlern.

13Der Arme und der Unterdrücker begegnen einander, der HERR gibt beiden das Augenlicht.

14Wenn ein König in Treue das Recht des Geringen sichert, steht sein Thron für immer fest.

15Stock und Ermahnung verleihen Weisheit, ein Knabe aber, der sich selbst überlassen bleibt, macht seiner Mutter Schande.

16Wenn die Frevler an der Macht sind, nimmt das Vergehen zu, die Gerechten aber werden sehen, wie sie stürzen.

17Züchtige deinen Sohn, so wird er dich zufrieden machen und dir Freude bereiten.

18Ohne Offenbarung wird ein Volk zügellos, doch wohl ihm, wenn es die Weisung beachtet.

19Durch Worte lässt sich ein Sklave nicht zurechtweisen, er versteht sie zwar, aber er fügt sich nicht.

20Siehst du einen Mann, der übereilt redet - für einen Dummen gibt es mehr Hoffnung als für ihn.

21Wenn einer seinen Sklaven von Jugend an verwöhnt, so wird der schliesslich aufsässig.

22Ein zorniger Mann entfacht Streit, und ein Hitzkopf begeht viele Sünden.

23Der Hochmut eines Menschen erniedrigt ihn, aber ein Demütiger wird Ehre erlangen.

24Wer mit einem Dieb teilt, hasst sich selbst, er hört den Fluch und zeigt es nicht an.

25Die Angst eines Menschen wird ihm zur Falle, wer aber auf den HERRN vertraut, findet Schutz.

26Viele wenden sich an den Herrscher, beim HERRN aber bekommt jeder sein Recht.

27Die Gerechten verabscheuen den, der Unrecht tut, und der Frevler verabscheut den, der auf geradem Wege geht.