die-bibel.de - Das Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft
Gute Nachricht Bibel online kaufen
  • Auf Facebook teilen
  • Vers twittern
  • DER ERSTE BRIEF VON JOHANNES (1. Johannesbrief)
  • 1.Joh 3,1

Kinder Gottes und Kinder des Teufels

31Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt. Und wir sind es wirklich: Gottes Kinder! Deshalb kennt uns die Welt* nicht; sie hat ja auch ihn nicht erkannt.

2Ihr Lieben, wir sind schon Kinder Gottes. Was wir einmal sein werden, ist jetzt noch nicht sichtbar. Aber wir wissen, wenn es offenbar wird, werden wir Gott ähnlich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist.

3Alle, die das voller Zuversicht von ihm erwarten, halten sich von allem Unrecht fern, so wie Christus es getan hat.

4Wer sündigt, lehnt sich gegen Gott auf, denn Sünde ist nichts anderes als Auflehnung gegen Gott.

5Ihr wisst doch, dass Christus auf die Erde gekommen ist, um die Sünden der Menschen wegzuschaffen. In ihm gibt es keine Spur von Sünde.

6Wer mit ihm verbunden bleibt, sündigt nicht mehr. Wer aber sündigt, hat ihn nie gesehen und kennt ihn nicht.

7Lasst euch von niemand irreführen, meine Kinder! Wer das Rechte tut, kann wie Christus vor dem Urteil Gottes bestehen.

8Wer sündigt, stammt vom Teufel, denn der Teufel hat von Anfang an gesündigt. Der Sohn Gottes aber ist auf die Erde gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören.

9Wer Gott zum Vater hat, sündigt nicht, weil das Erbgut seines Vaters in ihm wirkt.C Ein solcher Mensch kann gar nicht sündigen, weil er von Gott stammt.

Wörtlich weil sein Same in ihm bleibt.

10Aber wer Unrecht tut oder seinen Bruder und seine SchwesterD nicht liebt, stammt nicht von Gott. Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels zu erkennen.

Wörtlich Bruder; entsprechend in den Versen 13-17; siehe Anmerkung zu 2,9.

Ihr sollt einander lieben!

11Die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, lautet: Wir sollen einander lieben!

12Wir sollen nicht sein wie Kain*, der vom Teufel stammte und seinen Bruder ermordete. Warum hat er ihn ermordet? Weil seine eigenen Taten schlecht waren, aber die seines Bruders gut.

13Wundert euch also nicht, meine Brüder und Schwestern, wenn die Welt* euch hasst.

14Wir wissen, dass wir den Tod hinter uns gelassen und das unvergängliche Leben erreicht haben. Wir erkennen es daran, dass wir unsere Glaubensgeschwister lieben.

Wer dagegen nicht liebt, bleibt im Tod.

15Wer seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist ein Mörder, und ihr wisst, dass in keinem Mörder ewiges Leben sein und bleiben kann.

16Christus gab sein Leben für uns hin; daran haben wir erkannt, was Liebe ist. Auch wir müssen deshalb unser Leben für unsere Brüder und Schwestern einsetzen.

17Angenommen, jemand hat alles, was er in der Welt braucht. Nun sieht er seinen Bruder oder seine Schwester Not leiden, verschließt aber sein Herz vor ihnen. Wie kann da die Liebe Gottes in ihm bleiben und er in ihr?

Wer liebt, darf auf Erbarmen hoffen

18Meine Kinder, unsere Liebe darf nicht nur aus schönen Worten bestehen. Sie muss sich in Taten zeigen, die der Wahrheit* entsprechen: der Liebe, die Gott uns erwiesen hat.

19Daran werden wir erkennen, dass die Wahrheit Gottes unser Leben bestimmt. Damit werden wir auch unser Herz vor Gott beruhigen können,

20wenn es uns anklagt, weil unsere Liebe doch immer Stückwerk bleibt. Denn wir dürfen wissen: Gott ist größer als unser Herz und weiß alles, er kennt unser Bemühen wie unsere Grenzen.A

er kennt ...: verdeutlichender Zusatz, ebenso zuvor weil unsere Liebe immer Stückwerk bleibt. Zu weiß alles vgl. Joh 21,17.

21Ihr Lieben, wenn unser Herz uns nicht mehr anklagt, dann können wir mit Zuversicht zu Gott aufschauen.

22Wir erhalten von ihm, worum wir bitten, weil wir seine Gebote befolgen und tun, was ihm gefällt.

23Sein Gebot ist: Wir sollen uns zu seinem Sohn* Jesus Christus bekennenB und einander so lieben, wie er es uns befohlen hat.

zu seinem Sohn ...: wörtlich an den Namen* seines Sohnes ... glauben*.

24Wer Gottes Gebot befolgt, bleibt mit Gott verbunden und Gott mit ihm. Durch den Geist*, den er uns gegeben hat, wissen wir, dass Gott in uns lebt.