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  • Das Buch Joel
  • Joel 1

Überschrift: 1,1

11Das Wort des Herrn, das an Joël, den Sohn Petuëls, erging.

Die Bußfeier wegen der Heuschrecken-Plage: 1,2 - 2,27

Die Heuschreckenplage als Anlass zur Buße: 1,2-20

2Hört her, ihr Ältesten, /

horcht alle auf, ihr Bewohner des Landes! Ist so etwas jemals geschehen / in euren Tagen oder in den Tagen eurer Väter?

3Erzählt euren Kindern davon /

und eure Kinder sollen es ihren Kindern erzählen / und deren Kinder dem folgenden Geschlecht.

4Was der Grashüpfer übrig ließ, /

hat die Wanderheuschrecke gefressen; was die Wanderheuschrecke übrig ließ, / hat die Larve gefressen; was die Larve übrig ließ, / hat der Nager gefressen.

5Wacht auf, ihr Betrunkenen, und weint! /

Jammert alle, ihr Zecher! / Euer Mund bekommt keinen Wein mehr zu trinken.

6Denn ein Volk zog heran gegen mein Land, /

gewaltig groß und nicht zu zählen; seine Zähne sind Zähne von Löwen, / sein Gebiss ist das Gebiss einer Löwin.

7Es hat meinen Weinstock verwüstet, /

meinen Feigenbaum völlig verstümmelt. Abgeschält ließ es ihn liegen, / die Zweige starren bleich in die Luft.

8Klagt wie eine Jungfrau im Trauergewand, /

die den Bräutigam ihrer Jugend beweint.

9Aus ist es mit dem Speiseopfer, /

mit dem Trankopfer im Haus des Herrn. / Es trauern die Priester, die Diener des Herrn.

10Kahl liegt das Feld, der Acker trauert; /

denn das Korn ist vernichtet, vertrocknet der Wein, / das Öl ist versiegt.

11Die Bauern sind ganz geschlagen, /

es jammern die Winzer; denn Weizen und Gerste, / die Ernte des Feldes ist verloren.

12Der Weinstock ist dürr, der Feigenbaum welk. /

Granatbaum, Dattelpalme und Apfelbaum, alle Bäume auf dem Feld sind verdorrt; / ja, verdorrt ist die Freude der Menschen.

13Legt Trauer an und klagt, ihr Priester! /

Jammert, ihr Diener des Altars! Kommt, verbringt die Nacht im Trauergewand, / ihr Diener meines Gottes! Denn Speiseopfer und Trankopfer / bleiben dem Haus eures Gottes versagt.

14Ordnet ein heiliges Fasten an, /

ruft einen Gottesdienst aus! Versammelt die Ältesten / und alle Bewohner des Landes beim Haus des Herrn, eures Gottes, / und schreit zum Herrn:

15Weh, was für ein Tag! /

Denn der Tag des Herrn ist nahe; / er kommt mit der Allgewalt des Allmächtigen.

16Vor unseren Augen wurde uns die Nahrung entrissen, /

aus dem Haus unseres Gottes sind Freude und Jubel verschwunden.

17Die Saat liegt vertrocknet unter den Schollen; /

die Scheunen sind verödet, die Speicher zerfallen; / denn das Korn ist verdorrt.

18Wie brüllt das Vieh! /

Die Rinderherden irren umher, denn sie finden kein Futter; / selbst die Schafherden leiden Not.

19Zu dir rufe ich, Herr; /

denn Feuer hat das Gras der Steppe gefressen, / die Flammen haben alle Bäume der Felder verbrannt.

20Auch die wilden Tiere schreien lechzend zu dir; /

denn die Bäche sind vertrocknet / und Feuer hat das Gras der Steppe gefressen.