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Schauspieler und Autor Samuel Koch über die Bibel Martin Luthers

Ein Blick zurück

Schwer vorstellbar, wie die Menschen vor etwa 500 Jahren gelebt haben. Immerhin ist heute noch einiges aus dieser Zeit bekannt. Zum Beispiel, dass die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel ist, wie Kopernikus gegen den Widerstand der Kirche verkündete. Ein anderes Beispiel ist Leonardo da Vinci, dem wir, neben dem berühmten Gemälde „Mona Lisa“ auch die Rückseite der italienischen Euro Münze verdanken. Mit ausgedehnten Armen füllt der Mensch die Bereiche eines Kreises und eines Quadrates aus, was uns sowohl in Biologie und Mathematik beschäftigt hat. Ebenso verdanken wir dieser Zeit die Qualität des Deutschen Biers, das seinen Ursprung im bayerischen Reinheitsgebot von 1516 hat. Fast zeitgleich, nämlich 1517, formulierte ein Mann namens Martin Luther 95 Thesen, die im Wesentlichen gegen den Ablasshandel der Kirche gerichtet waren und als der Ursprung der Reformation gelten.

Wort und Tat

Martin Luther – und aus diesem Grund schreibe ich diese Zeilen –hat die Bibel als Erster ins Deutsche übersetzt und damit Gottes Wort für die Bevölkerung zugänglich gemacht. Zunächst verbreitete sich die Bibel wie damals üblich per Mund¬propaganda, in Gesprächen auf Märkten, in Wirtshäusern und auch bei Theaterspielen. Das gefällt mir natürlich besonders gut. Weniger gut sind die Unruhen und Bauernkriege, die folgten und anstatt Reformation extreme Revolution auslösten.
Neben der Reformation und der Lutherbibel entwickelte sich dann dank Gutenbergs Drucktechnik mit beweglichen Buchstaben und der damit verbunden Möglichkeit Schriften schnell und in großen Stückzahlen zu verbreiten, ein mehr oder weniger einheitliches Deutsch. Ich schätze diese herausragende Leistung aus dieser Zeit, auch wenn sich die Sprache natürlich weiterentwickelt hat.

Luthers vertraute Sprache

Ich bin 1987 geboren. Da liegt es nahe, dass ich die Bibel Luthers nach der revidierten Fassung von 1984 kennengelernt und im Kindergottesdienst teilweise auch auswendig gelernt habe. Daher ist mir diese Ausgabe besonders wertvoll. Verse aus den Psalmen, z.B. „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück.“ (Psalm 23), verbinde ich mit Assoziationen, die andere Übersetzungen nicht auslösen, obwohl sie natürlich den gleichen Inhalt haben. Psalm 1  („Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen“) ist für mich so kraftvoll wegen der Worte, die mir so geläufig sind und mir manches Mal als Lied durch den Kopf gehen. Neuere Übersetzungen können da merkwürdig klingen und fühlen sich komisch an.

Trotzdem sind andere Ausgaben oder Übersetzungen nicht schlechter, denn der Inhalt – so hoffe ich jedenfalls – verändert sich nicht. Wie in jeder Kommunikation kommt es auch auf den Empfänger an, wie er etwas versteht. Wenn mein Vater früher von der Arbeit nach Hause kam und fragte: „Wer bitteschön hat den hier geputzt?“ und der Betreffende meist unsicher antwortete: „Ähm, das war ich“, erhielt dieser dann das Lob: „Sehr gut, vielen Dank dafür“. Worte können vieles auslösen. Ich bin überzeugt, das Gottes Wort, die Bibel, in jedem Menschen Gutes auslösen kann.

Samuel Koch, Schauspieler und Autor.


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