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Heinrich Bedford-Strohm ist ein „Mann mit Feuer im Herzen.“ Dies sagte kein Geringer als
Papst Franziskus, als der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD) ihn zum Auftakt des Reformationsjubiläums im Vatikan
besuchte. 500 Jahre nach der Kirchenspaltung war die Begegnung zwischen hochrangigen
Vertretern beider christlichen Konfessionen von Freundschaft und gegenseitiger Wertschätzung
geprägt. Heinrich Bedford-Strohm, dem die Ökumene ein besonderes Anliegen ist,
überbrachte dem Papst dabei ein ganz besonderes Gastgeschenk – die neue Lutherbibel.

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"Die innere Freiheit des Geborgenseins durch Gott ist der Ausgangspunkt für alles andere."
Heinrich Bedford-Strohm

Das „Feuer im Herzen“ spürt man, wenn man den in einer bayerischen Pfarrersfamilie aufgewachsenen
Bischof und Theologieprofessor persönlich erlebt. Ob auf der Kanzel oder im
Hörsaal, Heinrich Bedford-Strohm gelingt es, den Funken überspringen zu lassen. Er brennt
für die christliche Botschaft und erzählt leidenschaftlich von der innereren Freiheit, die aus
Gottes Liebe erwächst. Martin Luther hat diesen Gedanken in seiner berühmten Schrift „Von
der Freiheit eines Christenmenschen“ als erster Theologe ins Zentrum gerückt. Er spielte
eine entscheidende Rolle beim Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit.

„Die innere Freiheit kommt dadurch zustande, dass ich weiß, dass mein ganzes Leben von
Gottes Liebe umgriffen ist. Daraus folgt, dass ich immer meinem Gewissen folgen kann,
auch dann, wenn äußere Autoritäten mich daran hindern wollen und wenn es Mut kostet,
Zivilcourage zu zeigen. Diese innere Freiheit des Geborgenseins durch Gott ist der Ausgangspunkt
für alles andere,“ so Heinrich Bedford-Strohm. Alles andere, dazu zählen für ihn
die Fähigkeit zur Kritik und Selbstkritik sowie der Einsatz für die Gemeinschaft und für die
Schwachen.

Freiheit und soziale Verantwortung war auch das Thema der wissenschafltichen Arbeit, in
der Heinrich Bedford-Strohm den Zusammenhalt in der modernen Gesellschaft aus theologischer
Perspektive untersucht hat und mit der er zum Professor habilitiert wurde. Der
letzte Satz dieser Arbeit ist das gleiche Zitat, das er nun für die Gestaltung des Bibelschubers
ausgewählt hat – der 17. Vers aus dem zweiten Brief des Paulus an die Korinther, der den
Freiheitsbegriff von Gott herleitet. „Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist,
da ist Freiheit.“ Für Heinrich Bedford-Strohm handelt es sich hierbei um einen Wesenskern
der Reformation.

Zur Gestaltung des Schmuckschubers seiner Edition zur Lutherbibel 2017 diente eine Bildskulptur des Künstlers Gerd Kanz, den er aus seiner langjährigen Heimat Coburg kennt.

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