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Stichwort "Kommunikative Übersetzung"

Seit Mitte der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts gehören moderne Bibelübersetzungen in der Regel zum Typ der sogenannten kommunikativen Übersetzungen. Dieser Übersetzungstyp rechnet in einer zunehmend entkirchlichten Gesellschaft bewusst mit wenig Vorwissen in Bezug auf das Bibelverständnis. Der Name »kommunikative Übersetzung« ergibt sich daraus, dass es hier auf die Kommunikation mit denen ankommt, die die Bibel lesen oder hören. Entsprechend orientiert sich eine kommunikative Übersetzung an den Verstehens- möglichkeiten einer breit gestreuten Zielgruppe. Um dies zu erreichen, konzentriert man sich auf den Sinngehalt des Grundtextes. Dabei wird die Form des Originaltextes manchmal bewusst preisgegeben, um seinen Inhalt in der Zielsprache angemessen wiedergeben zu können. Zu den Verfahren, die dabei angewendet werden, gehören:

  • Variabilität in der Begrifflichkeit: Je nach Kontext wird ein ausgangssprachlicher Begriff mit dem an der jeweiligen Stelle treffendsten Begriff der Zielsprache wiedergegeben.
  • Umstrukturierung: Die Reihenfolge, in der die Informationen in der Zielsprache wiedergegeben werden, unterscheidet sich vom Ausgangstext.
  • Explikation: Hintergrundwissen zu bestimmten, oft theologisch komplexen Sachverhalten, das den Menschen heute nicht mehr präsent ist, wird in der Übersetzung mit zum Ausdruck gebracht.

Auch die BasisBibel greift auf diese bewährten Verfahren zurück, denn auch ihr geht es darum, unmittelbar verstanden zu werden. Sie wendet diese Verfahren jedoch wesentlich zurückhaltender an, als alle bisherigen kommunikativen Übersetzungen und nutzt stattdessen die Möglichkeiten digitaler Texte. Dadurch gelingt es ihr, sich der Form des Originaltextes stärker anzunähern, ohne jedoch im Gegenzug wieder schwerer verständlich zu werden. Ein wichtiges Element in diesem Zusammenhang ist die konsistente Wiedergabe von theologischen Grundbegriffen mit möglichst demselben deutschen Äquivalent. Dazu kommen weitere Verfahren, die sich aus der Orientierung an den durch die elektronischen Medien geprägten Lesegewohnheiten ergeben.

Klar und prägnant muss die Botschaft in Worte gefasst werden. Entsprechend kommt die BasisBibel in aller Regel mit Sätzen aus, die nicht mehr als 16 Wörter und nur einen Nebensatz umfassen. Dies entspricht nun wiederum durchaus dem Aufbau des griechischen Originaltextes. Zwar gibt es im griechischen Neuen Testament mitunter schier endlos lange und komplex aufgebaute Sätze. Aber selbst diese sind durch die für das Griechische typischen Infinitiv- und Partizipialkonstruktionen in überschaubare kurze Sinneinheiten gegliedert, die wiederum die Grundlage für die Satzeinheiten der BasisBibel bilden. Das ist der zweite Grund, warum die BasisBibel der Form des Originaltextes genauer entsprechen kann als die traditionellen kommunikativen Übersetzungen.

Auch die Typografie steht im Dienst dieses Anliegens. Bei der BasisBibel ist der Zeilenfall als Teil der Übersetzung nicht zufällig, sondern intendiert. Jede Zeile enthält eine Informationseinheit. Dadurch erreicht die BasisBibel einen Grad an Lesefreundlichkeit, der dem klassischen Fließtext weit überlegen ist und der genau dem durch die elektronischen Medien geprägten Leseverhalten entspricht.

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