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Die Übersetzung des Alten Testaments

Ziel der Arbeit ist es, die teilweise über 2500 Jahre alten Texte in ein prägnantes, problemlos verständliches Deutsch zu übersetzen. Dabei muss der Bibelübersetzer darauf achten, möglichst nah am vorliegenden hebräischen Urtext zu bleiben. Die Frage ist also zunächst: Wie wurde der Text in der Lebenswelt des Alten Testamentes im Orient verstanden? Der Sinn, den der Text ursprünglich hatte, muss heute verständlich gemacht werden.

Schon der zweite Satz des Schöpfungsberichtes im ersten Buch Mose, Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und die Erde war Tohuwabohu (hebr. tōhū wāṿōhū; Luther: „wüst und leer“), ist dabei eine rechte Herausforderung. Heute wird der Begriff „Tohuwabohu“ ja etwa umgangssprachlich für ein heilloses Durcheinander verwendet. Aber was war ursprünglich gemeint? Es könnte im Deutschen auch eine „geistliche Leere“ (also eine Art Orientierungslosigkeit) oder „geistige Leere“ (also Mangel an Denkvermögen) oder eine Verwüstung wie nach einem Krieg gemeint sein. Hier beschäftigt sich der Übersetzer ausführlich mit den alten Fassungen und antiken Übersetzungen des Textes, um herauszufinden, wie der text damals verstanden wurde. Die BasisBibel entscheidet sich schließlich für eine Formulierung, die den Kontrast zu dem dann geschilderten Schöpfungswerk Gottes herausarbeitet: „Die Erde war noch wirr und leer… Da sprach Gott, Licht soll entstehen!“ So bietet (fast) jeder Vers des Alten Testaments seine eigene Herausforderung.

Im Zuge der Übersetzung des Alten Testaments wird auch das bereits veröffentlichte Neue Testament überarbeitet. So werden zum Beispiel die Zitate aus dem Alten Testament angepasst. Zudem werden bei der Übersetzung des Alten Testaments neue terminologische Festlegungen getroffen, die auch auf das Neue Testament übertragen werden. Schließlich handelt es sich ja um eine Bibel.

Der aktuelle Übersetzungsstand

Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass die Vollbibel (AT und NT) im Herbst 2020 erscheinen wird. Auch wenn dieser Termin noch nicht als gesichert angesehen werden darf, setzt die Deutsche Bibelgesellschaft alles daran, dieses Ziel zu erreichen. Deshalb wurden (Dank eines Beschlusses des Aufsichtsrates) zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung gestellt, sodass weitere Übersetzerinnen und Übersetzer für das Projekt gewonnen bzw. eingestellt werden konnten. Darüber hinaus stehen nach der erfolgreichen Veröffentlichung der Lutherbibel 2017 nun auch wieder Kräfte zur Verfügung, die zuvor für den aufwändigen Prozess der Revision benötigt worden waren. Auf dem Hintergrund dieser Neuerungen sind wir zuversichtlich, den nun angestrebten Zeitplan umsetzen und die Fertigstellung der kompletten BasisBibel im Jahr 2020 erreichen zu können.

Derzeit wird an der Übersetzung folgender Bücher gearbeitet: Exodus, Numeri, Richter, Ezechiel, Jesaja, Ezechiel. Darüber hinaus läuft die Redaktion folgender Büchern: Numeri, Josua, 1./2. Könige, 1./2. Chronik, Ester, Jesaja, Ezechiel. Und natürlich hat auch die Durchsicht des Neuen Testaments (mit dem Römerbrief) begonnen.

Unterstützung für ein umfangreiches Projekt

Die BasisBibel ist eine Bibelübersetzung, die nah am Urtext ist und sich durch ein zeitgemäßes Deutsch mit kurzen, prägnanten Sätzen auszeichnet. Eine Bibel, die verständlich ist.
Für diese Verständlichkeit suchen wir BasisBibel Testleser, die einen ersten Einblick in den aktuellen Stand der Übersetzung werfen können. Auf die Texte abgestimmte Fragebögen helfen uns, Verständnisschwierigkeiten und Übersetzungsvarianten zu prüfen.

BasisBibel Testleser werden?

Eine neue Übersetzung ist bis zu ihrer endgültigen Veröffentlichung ein sehr umfangreiches Projekt. Die Übersetzung, Projektkoordination, Redaktion und Erstellung von Zusatzmaterialien sind nur ein paar Posten, die hier berücksichtig werden müssen. Für dieses Großprojekt und die Einhaltung des geplanten Erscheinungstermins der BasisBibel als Vollbibel, sind wir auch auf Spenden angewiesen. Für dieses Anliegen haben wir das BasisBibel Förderprogramm ins Leben gerufen, denn jeder Beitrag zählt!

Zum BasisBibel Förderprogramm

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