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Niebergall, Friedrich (1866-1932)

(erstellt: März 2023)

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1. Leben und Werk

Der Praktische Theologe und Religionspädagoge Friedrich Niebergall hat die evangelische Religionspädagogik nachhaltig geprägt. Disziplingeschichtlich steht sein Name für die Entwicklung der Katechetik (→ Katechese/Katechetik) zur Religionspädagogik und theoriegeschichtlich für eine pädagogische Dimensionierung aller praktisch-theologischen Handlungsfelder. Die christliche „Jugend- und Volkserziehung“ erfordere seiner Meinung nach eine „Religionspädagogik auf religionspsychologischer Grundlage“ für alle Lebensalter und kirchlichen Angebote (vgl. Niebergall, 1924; dazu zuletzt Schweitzer, 2021).

Geboren am 20. März 1866 in Kirn an der Nahe, studierte Niebergall von 1880 bis 1889 in Tübingen, Berlin und Bonn. Nach dem Vikariat versah er bis 1903 seinen Pfarrdienst in der Pfalz. 1900 wurde Niebergall an der Universität Gießen zum Lic. theol. Promoviert. 1903 folgte die Habilitation in Heidelberg. 1908 wurde er zum außerordentlichen Professor für Praktische Theologie in Heidelberg, 1922 zum ordentlichen Professor in Marburg ernannt. Hier verstarb er am 20. September 1932.

1.1 Forschung und Lehre bis 1908

Niebergalls Veröffentlichungen umfassen u.a. wissenschaftliche Monographien, Zeitschriftenartikel, Lexikonbeiträge, populärwissenschaftliche Bücher, Predigten und Rezensionen. Allein in der 1876 gegründeten „Theologischen Literaturzeitung“ hat er 318 Rezensionen veröffentlicht, die erste 1902, die letzte 1932 (ein chronologisches und systematisches Schriftenverzeichnis [allerdings ohne Rezensionen] bietet Luther, 1984, 379-393).

Niebergalls Interesse an pädagogischen Fragen der Vermittlung bestimmte bereits das Thema seiner Heidelberger Habilitationsschrift über „Die paulinische Erlösungslehre im Konfirmandenunterricht“ (1903; 1910).Niebergall hat den facettenreichen Begriff der Moderne vergleichsweise früh in Anspruch genommen. 1905 trat er mit einem vielbeachteten Aufsatz über „Die moderne Predigt“ an die Fachöffentlichkeit (Niebergall, 1905). Seine letzte große Monographie erschien ebenfalls unter diesem Titel (Niebergall, 1929).

In den 1908 gegründeten „Monatsblätter für den evangelischen Religionsunterricht“ (MERU) steuerte Niebergall bis zu seinem Tod Beiträge bei, darunter einen dreiteiligen Grundsatzbeitrag über „Die Lehrbarkeit der Religion und die Kritik im Religionsunterricht“ (Niebergall, 1908). Er positionierte sich damit in den zeitgenössischen Diskussionen um die Lehrbarkeit der Religion (vgl. Plagentz, 2006; Heesch, 1997). Weitere Veröffentlichungen in den MERU beziehen sich u.a. auf die Selbstbindung der Religionspädagogik an die historisch-kritische Forschung (Niebergall, 1908) und auf das von ihm entwickelte Programm einer praktischen Exegese (dazu Kumlehn, 2016).

1.2 Außerordentlicher Professor in Heidelberg 1908-1922

Als außerordentlicher Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät in Heidelberg engagierte sich Niebergall in den reichsweiten Debatten um die Zukunft des Religionsunterrichts. Gemeinsam mit dem Jenaer Theologen Heinrich Weinel und dem Pädagogen Wilhelm Rein rief Niebergall u.a. den „Bund für die Reform des Religionsunterrichts“ ins Leben (→ liberale Religionspädagogik). Der in Heidelberg entstandene Artikel über „Die Entwicklung der Katechetik zur Religionspädagogik“ (Niebergall, 1911) steht für das Selbstverständnis der jungen Disziplin und ihr Bild ‚der‘ veralteten Katechetik: „1. geschichtliche statt psychologische Orientierung; 2. Lehre als Weg der Beeinflussung; 3. Vorordnung des Stoffes vor dem Kind; 4. Betonung von Lehre statt Leben; 5. kein Bewußtsein der Differenz zwischen kirchlichem und schulischem Unterricht“ (Schweitzer/Simojoki, 2005, 16).

Niebergall hat den Ausbruch des Ersten Weltkrieges anfangs begrüßt und später relativiert. Der Religionsunterricht habe „den Glauben fruchtbar zu machen für den Krieg oder vielmehr für das Vaterland, zu dessen Schutz er geführt wird“ (Niebergall, 1914, 297, zitiert nach Simojoki, 2016, 31). Im Jahr 1916 formuliert er zurückhaltender: „Der Krieg wird uns immer schrecklicher. Jeder Versuch versagt gegenwärtig, ihn mit unsern Gedanken zu rechtfertigen und mit unsern großen Grundsätzen übereinzubringen“ (Niebergall, 1916, 5, zitiert nach Simojoki, 2016, 33).

Im Zentrum der praktischen-theologischen Erforschung Niebergalls steht das in Heidelberg entstandene Lehrbuch der Praktischen Theologie, die er als „Lehre von der kirchlichen Gemeindeerziehung auf religionswissenschaftlicher Grundlage“ versteht (Niebergall, 1918/19). Der im Mai 1918 abgeschlossene erste Band erschien kurz vor, der zweite Band 1919 nach dem Tod seines Sohnes Fritz (dazu Staas 2015) und dem Ende des Ersten Weltkriegs. Das Ende der Monarchie spiegelt sich u.a. in seinem Kirchenverständnis wider. Hatte er 1918 noch für die staatskirchenrechtliche Einheit von Thron und Altar plädiert, geht er 1919 davon aus, dass die „alte Staats- und Beamtenkirche“ vorüber sei (Niebergall 1918/19, Bd. 2, 477, zitiert nach Sarx, 2016, 98).

1.3 Ordentlicher Professor in Marburg 1922-1932

Niebergall wurde 1922 an die Theologische Fakultät in Marburg berufen und zum Universitätsprediger ernannt. Die Berufungsakten dokumentieren, dass er nicht der Wunschkandidat der Fakultät war. Seine theologischen Positionen fanden kaum Resonanz bei seinen Kollegen. Zu diesen gehörten Rudolf Otto, Rudolf Bultmann und (1924/25 als Extraordinarius für Systematische Theologie) Paul Tillich (dazu Käbisch, 2016, 15-18).

In seiner 1924 erschienenen Religionspädagogik kommentierte Niebergall den von Otto eingeführten Leitbegriff des Numinosen kritisch (Niebergall, 1924, 2;4;29;64-67;77;94;100-103, mit Bezug auf Otto, 1917). Bultmann wiederum vertrat eine Jesusdeutung, die sich grundlegend von der liberalen Leben-Jesu-Forschung unterschied, an der sich Niebergall orientierte. Mit Bultmanns Begriff der Entscheidung und anderen „Modewörtern“ konnte Niebergall wenig anfangen (Niebergall, 1930, 138). Bultmann seinerseits stellte Niebergalls Persönlichkeitsbegriff in Frage, wie er ihn in seiner Auslegung des Johannesevangeliums entfaltet hatte (vgl. Kumlehn, 2007, 97). Niebergall sah deutlich die Unterschiede zwischen einer religionswissenschaftlich begründeten und einer dialektischen Religionspädagogik (Niebergall, 1930).

Niebergall veröffentlichte 1927 einen Überblick über die Vielfalt an Weltanschauungen und Religionen in der Gegenwart unter dem Titel „Im Kampf um den Geist“ (Niebergall, 1927). Zu einer positiven Wertschätzung von Pluralität und anderen Merkmalen der Moderne gelangt Niebergall wie die meisten seiner Zeitgenossen in diesem Buch nicht. Das Buch bildet „den umfassendsten und systematisch am stärksten entwickelten Ausdruck seines theologisch-zeitdiagnostischen Anliegens, den ‚modernen Menschen‘ in seiner Entfremdung von und seiner Angewiesenheit auf das Christentum zu begreifen“ (Braune-Krickau, 2016, 109).

Niebergall blieb auch in seinen Marburger Jahren dem Programm einer praktischen Exegese treu. Bezogen auf den Religionsunterricht plädierte er weiterhin für eine Hinwendung zum Menschen in der Moderne auf religionswissenschaftlicher Grundlage. Im Kontext der Theoriediskurse des 19. Jahrhunderts wird allerdings deutlich, dass die für die ‚neue‘ Disziplin der Religionspädagogik reklamierten Merkmale bereits in der Aufklärungszeit (→ Aufklärung) diskutiert wurden (vgl. Schweitzer, 1992) und zahlreiche Kontinuitäten zwischen der Katechetik und der von Niebergall vertretenen Religionspädagogik bestehen.

2. Wirkung und Rezeption

Neuere wirkungs- und rezeptionsgeschichtliche Studien fragen nicht nur nach der Wirkung und Rezeption Niebergalls in Fachdiskursen (vgl. Simojoki, 2016) und Forschungsarbeiten (vgl. Lachmann, 2016), sondern auch in den Institutionen der Pfarrer- und Lehrerbildung der sogenannten ersten, zweiten und dritten Phase. Aufschlussreich sind vor allem die hessischen Institutionen, da Niebergall von 1922 bis 1932 als ordentlicher Professor an der Universität in Marburg lehrte (dazu Käbisch, 2016).

2.1. In den Institutionen der Pfarrer- und Lehrerbildung in der preußischen Provinz Hessen

Niebergalls Stimme ist in Archivquellen zur Reform des Marburger Theologiestudiums, zu den praktisch-theologischen Seminaren, zum Universitätsgottesdienst (dazu Braune-Krickau/Käbisch, 2016), zu den akademisch-theologischen Ferienkursen, zu den in Marburg abgehaltenen Vereinstagungen sowie zu den Prediger- und Lehrerseminaren in der preußischen Provinz Hessen kaum zu vernehmen (vgl. Käbisch, 2016). Für die Zeit seiner Marburger Tätigkeit bestätigt sich damit der Eindruck, den Niebergall bereits in den Quellen zum Auswahl- und Berufungsverfahren 1921/22 hinterlassen hatte: Er war weder der Wunschkandidat der Fakultät bei der Wiederbesetzung der zweiten Stelle für Praktische Theologie noch erhoffte man sich von ihm weiterführende Impulse in den theologischen Richtungskämpfen der Gegenwart.

Unbestritten ist demgegenüber seine überregionale Bedeutung u.a. im „Bund für die Reform des Religionsunterrichts“ oder in den„Monatsblätter[n] für den evangelischen Religionsunterricht“. Die Wahrnehmung Niebergalls in Marburg und Hessen steht damit in Spannung zu der Wirkung, die Niebergall in überregionalen Diskursen und Reforminitiativen der Weimarer Republik entfalten konnte.

2.2. In zeitgenössischen Fachdiskursen

In zeitgenössischen Fachdiskursen, aber auch in späteren Forschungsarbeiten findet sich häufig die Einschätzung, dass Niebergall für eine kontextlose und „unbeirrbare liberale Stetigkeit“ (Simojoki, 2016, 26) stehen kann, da sich sein Denken über einen Zeitraum von über 30 Jahren kaum gewandelt habe. Es gebe keine grundsätzlichen Wandlungen (so auch Sandberger, 1972, 23; Luther, 1984).

Neuere Arbeiten haben das Bild vom kontextvergessenen Theologen und Pädagogen korrigiert. Insbesondere an seinen Beiträgen in den MERU lässt sich beispielhaft zeigen, wie Niebergall sensibel auf aktuelle politische und religionspädagogische Problemlagen einging (vgl. Simojoki, 2016, 39).

Niebergalls Anliegen einer integrativen Werterziehung fungiert in Gerhard Bohnes Buch über „Das Wort Gottes und der Unterricht“ (1929) als Negativfolie für seinen eigenen Ansatz, der davon ausgeht, dass der Mensch in der Spannung konkurrierender Wertesysteme stehe und lernen müsse, diese Spannungen auszuhalten (Bohne, 1929, 48f.; dazu Käbisch/Wermke, 2007). Niebergall verkörpert für Bohne „in profilierter Beispielhaftigkeit die liberale Religionspädagogik, von der er sich mit seinem religionsunterrichtlichen ‚Spannungsprogramm’ radikal“ abzusetzen suchte (Lachmann, 2016, 166).

Niebergalls Bedeutung in zeitgenössischen Diskursen ist heute vergleichsweise gut erforscht. Kaum bekannt sind hingegen seine transnationalen Beziehungen (→ Bildungsforschung, transnationale) u.a. nach Ungarn und Rumänien. Hier hat er 1925 die reformierte theologische Fakultät in Klausenburg (Cluj-Napoca) besucht. Im selben Jahr nahm er zudem an einer Konferenz mit Pfarrern und Religionslehrkräften in Neumarkt am Mieresch (Târgu Mureș) mit Hauptvorträgen zur praktischen Dogmatik, zur Religionspädagogik und zur Evangelisation teil (dazu Käbisch/Schröder, 2016, 229, mit Bezug auf Makkai, 1934).

Einen komparativen, weniger an Beziehungen und Transferprozessen orientierten Zugang (→ Religionspädagogik, komparative) bieten demgegenüber Richard Osmer und Friedrich Schweitzer (1997 und 2003). Im Vergleich mit zeitgleichen Entwicklungen und Diskussion in den USA machen beide deutlich, dass Niebergall auf Herausforderungen reagierte, die auch jenseits des Atlantiks erkannt und bearbeitet wurden. Eine Rezeption Niebergalls in US-amerikanischen Diskursen ist jedoch nicht nachweisbar.

2.3 In den Fachdiskursen bis heute

Das Urteil über Friedrich Niebergall nach seinem Tod fällt nach der Einschätzung Rainer Lachmanns eindeutig aus: „Eigenständige Forschungen zum Werk und Wirken Friedrich Niebergalls seitens der Evangelischen Unterweisung sucht man vergeblich“ (Lachmann, 2016, 176). Erst in den Jahren nach 1970 erwachte neues Interesse an dem liberalen Theologen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang Jörg Viktor Sandbergers Forschungsarbeit zu Niebergalls „Pädagogischer Theologie“ (Sandberger, 1972), Wolfgang Stecks Studie zum homiletischen Verfahren bei Niebergall (Steck, 1974) und Henning Luthers Studie zur Erwachsenenbildung (Luther, 1984).

In Darstellungen zur Geschichte der Religionspädagogik gehört Niebergall heute zu den Klassikern (z.B. Zilleßen, 1989; Meyer-Blanck, 2003). Die gegenwärtige Religionspädagogik weiß nach Lachmanns Einschätzung, was „sie Friedrich Niebergall an bleibendem Wert und religionspädagogischer Wirkung verdankt und sollte allen Tendenzen in den eigenen Reihen wehren, das in der Evangelischen Unterweisung praktizierte Verschweigen und Verketzern Friedrich Niebergalls wieder aufleben zu lassen“ (Lachmann, 2016, 177). Gleichwohl ist Niebergall aufgrund seiner eingeschränkten Modernedeutung kaum anschlussfähig an aktuelle bildungstheoretische Diskurse (so Dressler 2016). Auch die von Niebergall angestrebte pädagogische Beeinflussung durch eine ‚Übertragung von Werten‘ wird heute kritisch beurteilt (so Schröder, 2016).

Trotz seiner wissenschaftstheoretischen, fachlichen und thematischen Aktualität dürfte Niebergall heute primär historisch von Interesse sein: zur Entstehung der Religionspädagogik als eigenständige Disziplin, zur pädagogischen Dimensionierung der gesamten Praktischen Theologie und zur Transformation liberaler Theologie in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts (dazu ausführlich Käbisch/Schröder, 2016).

Literaturverzeichnis

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