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Canisius, Petrus (1521-1597)

(erstellt: März 2023)

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1. Biographie

Pieter Kanis wurde am 8. Mai 1521 in Nijmegen geboren und starb am 21. Dezember 1597 im Jesuitenkolleg in Fribourg in der Schweiz. Sein Vater Jakob Kanis, ein stadtbekannter und höchst geschätzter Ratsherr sowie seine Mutter Ägidia van Houweningen stammten beide aus dem städtischen Patriziat. Der Vater hatte früher in Paris die Rechte studiert und war eine Zeit lang Erzieher am herzoglichen Hof von Lothringen gewesen. Nach dem frühen Tod der Mutter Ägidia (+ 1526) heiratete Pieters Vater erneut. Seine zweite Frau Wendelina van Bergh (+ 1557) nahm den Erstgeborenen ihres Ehemannes an Sohnes statt an; aus dieser zweiten Ehe des Jakob Kanis (geschlossen 1530) ging ein Dutzend Kinder hervor.

Nach ersten Erfahrungen in der Lateinschule seiner Heimatstadt schrieb sich Pieter Kanis 1535 an der Kölner Universität ein. Folglich konnte er schon 1539 den Grad des Magister artium in der Philosophischen Fakultät erwerben. Nach einem Jahr des Studiums der Rechte an der Universität zu Leuven, auf Bitten seines Vaters hin, setzte Kanis in Köln sein Studium der Theologie fort, so dass er im Jahre 1545 als Baccalaureus biblicus seine akademische Ausbildung abschließen konnte.

In diesen Kölner Jahren hat sich Pieter Kanis neben seiner universitären Ausbildung mehr und mehr auch um seine geistliche Entwicklung gesorgt. Im Umkreis seiner Wohnung im Haus des Kanonikers von St. Gereon, Andreas Herrl van Bardewick, lernte Pieter auch Nikolaus van Esche kennen und schätzen, seinen späteren geistlichen Mentor. Beide brachten Pieter in Kontakt mit dem Freundeskreis, der sich im Umfeld der Kölner Kartause St. Barbara um Maria van Oisterwijk gebildet hatte. Insbesondere der Prior der Kartause P. Gerhard Kalckbrenner und der Mönch Johannes Justus Landsberg (Mitte der 1530er Jahre Herausgeber der Werke Gertruds von Helfta) führten ihn in die Welt der Devotio moderna und der Werke des Johannes Tauler ein. Aus dieser Kölner Studienzeit steht, gleichsam als Lebensmotto, über einem der Notizhefte des Pieter Kanis: “PERSEVERA - Bleib standhaft” (Moosbrugger, 2021, 33-35).

Im Jahre 1544 traf Peter Faber, einer der ersten Gefährten des hl. Ignatius, in Köln ein und begann in den Kreisen der Kölner Universität zu predigen und junge Leute für die geistlichen Übungen des Ignatius zu begeistern (Nebgen, 2014, 13-28). Im Jahre 1543 stellte sich auch Pieter Kanis dieser Erfahrung, die ihn innerlich derart aufwühlte, dass er am 8. Mai dieses Jahres um Aufnahme in den neu gegründeten Orden nachsuchte. In der Kirche St. Christoph in Mainz legte Pieter Kanis die ersten Gelübde vor Peter Faber ab, in denen er versprach, ins Noviziat der Jesuiten einzutreten (Nebgen, 2014, 47-66).

Der Ruf des jungen Pieter Kanis eilte ihm in der schnell wachsenden und dynamisch sich ausbreitenden Gesellschaft Jesu voraus, so dass Ignatius ihn bald nach seiner Priesterweihe (Köln 1546, Weihbischof Johannes Nöpel d. Ä.) in Rom kennenlernen wollte. Der Ordensgründer übernahm persönlich die Formung und letzte Ausbildung des Deutschen, so dass dieser am 4. September 1549 die feierlichen Professgelübde ablegen konnte. Darunter werden die in allen Ordensgemeinschaften üblichen Gelübde der Armut, Keuschheit und des Gehorsams verstanden; darüber hinaus, als viertes Gelübde, verspricht ein Jesuit besonderen Gehorsam in Bezug auf Aufträge des Papstes. Obgleich die neue Gemeinschaft schon im Jahre 1540 seitens des Papstes anerkannt worden war, hat Ignatius von Loyola sehr zurückhaltend agiert, wenn es darum ging, weitere Mitbrüder zu diesen feierlichen Gelübden zuzulassen. So wundert es nicht, dass Petrus Canisius im Jahr 1549 erst der achte Jesuit war, der dieses zusätzliche Gelübde des besonderen Gehorsams ablegen durfte (Moosbrugger, 2021, 23-59).

2. Apostolat

Schon früh war der Bischof von Augsburg, Otto Kardinal Truchseß von Waldburg (1514-1573), aufmerksam geworden auf Pieter Kanis. Deshalb war es für den Kardinal auch selbstverständlich, Kanis zu seinem persönlichen Konzilstheologen in Trient zu ernennen und ihn, zusammen mit Jacob Laínez, zur ersten Sitzungsperiode nach Bologna zu entsenden (1547). Ab dieser Zeit latinisierte Pieter Kanis konsequent seinen Namen (Moosbrugger, 2021, 110).

Sein Leben lang war Petrus Canisius unterwegs, um den Aufträgen der weltlichen Herrscher in Absprache mit seinen kirchlichen und jesuitischen Oberen nachzukommen. Mitten in seinen römischen Jahren hat Ignatius den jungen Deutschen aus der Provinz Nijmegen nach Sizilien geschickt (von März 1548 bis Juni 1549), um dort die Rahmenbedingungen dafür zu prüfen, ob sich die Gesellschaft Jesu für die Gründung eines Jesuitenkollegs engagieren kann und soll. Dieses erste Kolleg der Jesuiten auf Sizilien entfaltete sich zu einem vollen Erfolg. Ausgehend von Messina haben die Jesuiten infolgedessen die neuartige Kollegsidee nach ganz Europa getragen. Wohin immer sie gerufen wurden, um zum Aufbau und zur Erneuerung der katholischen Kirche in der Frühen Neuzeit beizutragen, haben die Jesuiten vor allem Kollegien gegründet. Im Vorfeld haben sie sogenannte Lateinschulen eingerichtet, um die Schüler dann in den Kollegien mittels Unterrichts in Rhetorik, in Logik und in Grammatik auf ein Hochschulstudium in der Philosophischen und der Theologischen Fakultät vorzubereiten.

Zurück aus Messina hatte Pieter Kanis im Zwiegespräch mit Ignatius seine Berufung nach Deutschland erkannt und schrittweise angenommen (Foresta, 2005). Auf Wunsch des bayerischen Herzogs Wilhelm IV. schickte Ignatius deshalb Canisius zusammen mit Alfonso Salmerón und Claude Jay an die Universität Ingolstadt. Auf dem Weg dorthin haben sich diese an die Universität von Bologna begeben, um dort, unter dem Vorsitz von Kardinal Del Monte (dem künftigen Papst Julius III.), ihren theologischen Doktorgrad zu erwerben (Steiner, 2019).

War ihm in Ingolstadt mit den Aufgaben des Theologie-Professors, des Rektors und des Vizekanzlers (1549-1552) kein nachhaltiger Eindruck unter seinen Hörern aus der Stadt und unter den Gläubigen geschenkt worden, so gestalteten sich seine Jahre in Wien, wo er dieselben Funktionen ausübte, ganz anders (März 1552-1556). In Pieter Kanis’ Wiener Zeit fiel auch die Gründung des Kollegs in Prag, das eine Gruppe von zwölf Mitbrüdern im April 1556 eröffnen konnte.

Von Juni 1556 bis zum Jahr 1561 fungierte er als der erste Provinzialobere der Oberdeutschen Provinz der Jesuiten mit Residenz in Wien. Anschließend (1563) wurde diese eine Provinz zweigeteilt in die Oberdeutsche und die österreichisch-böhmische Provinz. Canisius erhielt das Mandat, der Oberdeutschen Provinz mit Sitz in München eine weitere Amtszeit als Provinzial vorzustehen. Diese ordensinterne Verantwortung enthob ihn nicht der Pflicht, sich auf den Reichstag in Regensburg (1556/57) und zu dem geplanten Religionsgespräch nach Worms (1557) zu begeben. Ebenso hatte er an der ersten Generalkongregation des Ordens nach dem Tod des Ignatius teilzunehmen, die Diego Laínez zu dessen Nachfolger wählte (1558); auch war er Teilnehmer an der zweiten Generalkongregation 1565, die Franz von Borja zum Generaloberen wählte.

Eine unter seelsorglicher Hinsicht glanzvolle Zeit verbrachte Pieter Kanis von März 1559 bis 1566 als Domprediger in Augsburg. Dort zog er nicht allein durch seine regelmäßigen öffentlichen Predigten die Zuhörer in den Bann, sondern mehr noch durch sein eigenes Beispiel und indem er die Menschen in den geistlichen Übungen, den Exerzitien, begleitete.

Die letzte Phase seines Lebens und seiner Arbeit begann im Jahr 1580, als die Leitung der Oberdeutschen Provinz Pieter Kanis nach Fribourg in der Schweiz schickte, damit er dort ein Kolleg gründete. In der Tat hat Pieter Kanis die ganze Kraft seiner letzten Lebensjahre dafür eingesetzt, dass in der Schweiz das Kolleg St. Michel errichtet wurde, um die katholische Bevölkerung zu fördern.

Das Nachleben dieses Jesuiten aus der ersten Stunde der Gesellschaft Jesu kann unter vielerlei Rücksicht als eine fruchtbare Epoche im 16. Jahrhundert empfunden werden. Im Verlauf der nicht selten tumultartigen Verwirrungen dieser Zeit konnte Canisius seine Dienste als Vermittler einbringen, wenn Kontrahenten einmal mehr nicht wussten, wie sie noch miteinander reden könnten.

Die römische Kirche hat Petrus Canisius im Jahr 1864 seliggesprochen als sie selbst gerade die Autoritätskrise im Vorfeld des Ersten Vaticanums überwunden hatte. Papst Leo XIII. apostrophierte Canisius in seiner Enzyklika Militantis Ecclesiae als „Zweiten Apostel Deutschlands” nach dem hl. Bonifatius. Papst Pius XI. schließlich hat Canisius am 21. Mai 1925 zur Ehre der Altäre erhoben und zum Kirchenlehrer ernannt, als sich in Deutschland schon die Vorboten der Diktatur immer deutlicher zeigten (vgl. Steiner, 2021).

3. Schriften

Gleichzeitig zu allem kirchlichen Engagement und zu aller politischen Geschäftigkeit hat der erste deutsche Jesuit Petrus Canisius darüber hinaus zur Feder gegriffen und Werke der Unterweisung für die katholische Bevölkerung im Deutschen Reich verfasst (vgl. vor allem Sommervogel, 1890-1932, II, 617-688). Die wichtigsten Schriften werden im Folgenden genannt und vorgestellt.

In den Jahren, die dem Abschluss seines Studiums in Köln folgten, ist Canisius, neben seiner wahrscheinlichen Ausgabe der Werke des Johannes Tauler (bedenkenswert jedoch van de Schoor, 2011), zunächst vor allem als Herausgeber von Schriften der Kirchenväter hervorgetreten. So hat er 1546 einen Band mit Werken Kyrills von Alexandrien in lateinischer Übersetzung sowie einen Band mit den Homilien Leos des Großen (Sommervogel, 1890-1932, II, 617-618, Nr. 1 bis 3) herausgegeben; aber auch die Edition der Hieronymus-Briefe (Sommervogel, 1890-1932, II, 670, Nr. 12) gilt als Monument der Gelehrsamkeit. Ein Band mit den Werken Cyprians konnte niemals vollendet werden (van de Schoor, 2011, 161).

Die Korrespondenz des Petrus Canisius hat Otto Braunsberger SJ ab dem Ende des 19. Jahrhunderts kritisch ediert. In acht Foliobänden hat er das gesamte, damals bekannte Briefcorpus des Kirchenlehrers zusammengetragen und geordnet sowie mustergültig in den Druck gegeben. Ein neunter Band, der in der Zwischenzeit wiederaufgefundene Stücke und kleinere Schriften umfassen soll, befindet sich in der Vorbereitung.

Als seine Hauptwerke dürfen die verschiedenen Katechismen zählen, die Pieter Kanis während und nach dem Trienter Konzil veröffentlicht hat. Bei diesen Schriften handelt es sich, im Vergleich mit ähnlichen Werken Martin Luthers (→ Luther, Martin [1483-1546]), um eine völlig neue Gattung religionspädagogisch-katechetischer Literatur (Sommervogel, 1890-1932, II, 618-667).

Der Große Katechismus (“catechismus maior”) ist 1555 in Wien entstanden und wurde unter dem Titel Summa doctrinae christianae publiziert (hg. Filser/Leimgruber, 2003). Nach dem Abschluss des Konzils hat Canisius ihn im Sinne der Dekrete von Trient bearbeitet und 1566 in Wien erneut veröffentlicht. Als Katechismus für Pfarrer (“Catechismus ad parochos”) bzw. als Römischer Katechismus (“Catechismus Romanus”, Rom 1566) gab es mehr als 800 Ausgaben in 20 Sprachen.

Der Kleinste Katechismus (“catechismus minimus”) erschien 1555 in Ingolstadt im Druck.

Der Kleine Katechismus („catechismus parvus”), erschienen in Köln 1558, kannte schon zu Lebzeiten des Petrus Canisius Übersetzungen in viele Sprachen. Allein in Deutschland werden mehr als 200 Auflagen des Kleinen Katechismus gezählt.

Welche literarische Struktur und welches theologische Prinzip kennzeichnen, exemplarisch, die Summa doctrinae christianae in ihrer ersten Auflage? Petrus Canisius gliedert den Lernstoff, den er in Form von 213 Fragen aufbereitet hat (vgl. insgesamt Sievernich, 2000), mit Hilfe von zwei Versen aus der alttestamentlichen, von den Reformatoren jedoch als apokryph betrachteten Weisheit des Buches Ecclesiasticus (Sir 1,26 und 4,12-13). Gemäß der lateinischen Fassung der Bibel handelt es sich um die zentralen Begriffe Weisheit („sapientia”) und → Gerechtigkeit („iustitia”). Canisius orientiert seine Summa doctrinae christianae im ersten Teil gemäß dem Stichwort „sapientia” sowie, im zweiten Teil, unter der Überschrift “iustitia”.

Die theologische Grunddifferenz zwischen den Katechismen Luthers und Canisius lässt sich nicht übersehen: „Somit signalisieren schon die Stichworte der Weisheit und der auf die ‚guten Werke’ abzielenden Gerechtigkeit ein deutliches Gegenüber zu reformatorischen Positionen” (Sievernich, 2000, 417). Während sich außerdem Martin Luther an die Pfarrer, an Prediger, ja an Hausväter wendet, ist bei Petrus Canisius die Jugend selbst Adressat der Katechismen, gemäß der Auskunft auf dem Titelblatt des Großen Katechismus („in usum Christianae Pueritiae”). Auch wenn festzustellen bleibt, dass beide katechetischen Vorgehensweisen unterschiedliche theologische Perspektiven erkennen lassen, so bleibt dennoch die grundlegende Einheit festzuhalten, „daß beide Reformer auf dieselben katechetischen Hauptstücke der kirchlichen Tradition zurückgreifen und sie für ihre Zeit in einer Weise auslegen, die bis heute zu denken gibt.” (Sievernich, 2000, 422)

Den Auftrag, eine Entgegnung auf die von Matthias Flacius Illyricus angeregten Magdeburger Centurien (erschienen 1559-1574) zu verfassen, ließ Papst Pius V. dem Petrus Canisius am 31. Mai 1567 durch den Generaloberen der Gesellschaft Jesu, Franz Borgia, überbringen. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts hatten in der Tat protestantische Gelehrte in Magdeburg damit begonnen, die nach ihrer Auffassung katholisch anmutende Kirchengeschichtsschreibung des 15. und 16. Jahrhunderts im Detail zu widerlegen. Im Unterschied dazu wollte Matthias Flacius eine ausdrücklich lutherische Sichtweise auf die Kirche in ihrer Geschichte zur Sprache bringen. Dabei haben die Autoren dieser Magdeburger Centurien die Geschichte erstmals im Rhythmus von Jahrhunderten dargestellt und diesen als ebenso zeitliche wie intellektuelle Deutungseinheit ihrer Historiographie zugrunde gelegt.

Während Petrus Canisius an der beauftragten dreiteiligen Widerlegung arbeitete, zeigte sich zunehmend, dass er der Herausforderung nicht gewachsen war. Selbstredend kannte Canisius die Lehre der Heiligen Schrift und der Väter der Kirche, auch die Theologie des späten Mittelalters, insbesondere des Thomas von Aquin, war ihm nicht fremd. Aber „es [fehlte] ihm nämlich am eigentlichen historischen Sinn und Verständnis” (Schneider, 1957, 312). Dem Jesuiten Petrus Canisius war es unmöglich, den für ein derartiges Unterfangen erforderlichen intellektuell-methodischen Abstand aufzubringen. Denn wissenschaftsgeschichtlich gesprochen, warteten die dafür erforderlichen Historischen Hilfswissenschaften noch auf ihre Stunde.

Stattdessen veröffentlichte Canisius unter dem Titel „Über die Verderbnisse des Wortes Gottes (“De corruptelis verbi Dei”; Sommervogel, 1890-1932, II, 673-675, Nr. 16) je einen Teil mit den biblisch-patristischen Nachweisen über die Sendung Johannes des Täufers (im Jahre 1571) und über die Gottesmutter Maria (im Jahre 1577), wobei es sich wohl um den ersten mariologischen Traktat eines Jesuiten handelte (Melion, 2010). Ein geplanter dritter Teil über den Apostel Petrus musste unvollendet liegenbleiben. In den beiden veröffentlichten Teilen bemühte sich Canisius, alle erreichbaren Belege aus der Heiligen Schrift und den Vätern zusammenzustellen mit der Absicht, auf diesem Wege die katholische Wahrheit nachzuweisen (vgl. Oswald/Haub, 1997, 17-18).

Bei dem Spätwerk des Canisius, den Meditationes seu Notae in Evangelicas lectiones quae festis sanctorum in ecclesiis recitantur (Streicher, 1961), erschienen im Jahr 1591, handelt es sich um Auslegungen der Evangelien-Perikopen zu jedem Sonntag des Temporale sowie zum Sanctorale (Sommervogel, 1890-1932, II, 617-688, Nr. 26). Dabei bleibt die dreiteilige Struktur der Kommentare zu den einzelnen Evangelien-Perikopen stets erhalten. Zunächst bietet Petrus Canisius eine zusammenfassende theologisch-spirituelle Auslegung der jeweiligen Perikope dar („sequentis evangelii argumentum”), die genuin seine Lektüre der Perikope ins Wort bringt. Im zweiten Schritt folgt der Text des jeweiligen Evangelienabschnitts selbst („Evangelium”). Schließlich diskutiert Canisius anhand der ihm damals vorliegenden exegetischen Kommentare der Kirchenväter oder mittelalterlicher Autoren die gegebene Stelle (“Notae meditationum et precationum circa evangelium et ferias”). Dabei zeigt sich heute, dass der Quellenapparat der vorliegenden kritischen Ausgabe von Friedrich Streicher dringend einer quellenkritischen Bearbeitung bedarf, um fundierte Rückschlüsse auf die Arbeitsweise des Canisius zu ermöglichen.

Als Petrus Canisius um das Jahr 1570 seine Confessiones verfasste, erfreuten sich im Umfeld der Gesellschaft Jesu weder Augustinus noch irgendein anderer nicht-jesuitischer Autor besonderer Wertschätzung als geistlicher Schriftsteller. Dies änderte sich erst etwa zehn Jahre später, als Everard Mercurian, der vierte Generalobere, verschiedene Regeln für das jesuitische Leben erließ. Ab dieser Zeit erschien nicht nur der Name des Augustinus, oftmals begleitet von Titeln seiner Schriften, in den unterschiedlichen Bücherlisten innerhalb des Ordens. Darüber hinaus galten insbesondere die Confessiones des nordafrikanischen Kirchenvaters als „notum exemplum”, nach dessen Vorbild jeder Jesuit seine eigenen Confessiones schreiben möge (Pabel, 2007).

Das sein Leben abschließende persönliche Testament des Petrus Canisius ist erst vor kurzem kritisch ediert worden (Oswald/Haub, 1997). Canisius sieht sein Testament „als eine Art Denkschrift über die empfangenen, einzigartigen Wohltaten des allmächtigen Gottes und die Hauptabschnitte meines bisherigen Lebens...” (Oswald/Haub, 1997, 26;59).

4. Kontroversen

Der erste deutsche Jesuit lebte in bewegter Zeit. Abgesehen von seinen Jugendjahren im elterlichen Haus in Nijmegen, hatte er vom Beginn seiner Kölner Studienjahre an (etwa ab 1535) dauerhaft Konflikte zu bestehen. Sein ganzes Leben könnte als eine einzige Konfliktgeschichte gelesen werden. Manchmal war er persönlich involviert. Bisweilen wurde er gerufen oder auch geschickt, um in ausweglos erscheinenden Situationen eine friedliche Lösung zu finden (vgl. Foresta, 2016).

Nachdem sich der erste Augsburger Zinsstreit zu Beginn des 16. Jahrhunderts faktisch widerspruchslos zur allgemeinen kaufmännischen Praxis der Einführung eines 5-Prozent-Zinses entwickelte, hatten die Jesuiten in der Mitte des Jahrhunderts den zweiten Augsburger Zinsstreit gleichsam herbeigeführt (Wurm, 2014). Petrus Canisius, der zusammen mit anderen Jesuiten die ältere, ablehnende Position vertrat, geriet in diesem Zusammenhang in einen Konflikt mit seinem Nachfolger im Amt des Provinzialoberen Paulus Hoffaeus (1530-1595) und den jüngeren Theologen des Ordens, unter anderem mit Gregor von Valencia.

Im Rahmen des Canisius-Jubiläums von 1997 (vgl. Berndt, 2000) wurde die Rolle von Stifterinnen und Lehrerinnen an den Kollegien der alten Gesellschaft Jesu thematisiert. Die grundlegendere Frage nach einer pädagogisch-sachorientierten Zusammenarbeit mit Frauen in der damaligen Zeit kam dabei jedoch nicht in den Blick (vgl. Conrad, 2000). Soweit ersichtlich, wurde dieser Forschungsfrage auch seitdem nicht weiter nachgegangen. Der hier angesprochenen Problematik (siehe Moosbrugger, 2021, 211-249) wäre dies jedoch zu wünschen.

5. Leitmotive der canisianischen Sendung

Petrus Canisius zählte seinerzeit zum Kreis der Persönlichkeiten, die ab der Mitte des 16. Jahrhunderts die einsetzende Konfessionalisierung des Alten Reiches mitgestalteten. Im Blick auf die historisch greifbare Persönlichkeit des ersten deutschen Jesuiten soll nachfolgend die Interaktion zwischen Krisenherden und Konflikten im damaligen Kontext nachgezeichnet werden.

5.1. Bildungsoffensive in der Spannung zwischen Erbe und Aufbruch

Ab 1536 in Köln immatrikuliert, kam Pieter Kanis schnell in Kontakt mit den Freundeskreisen um die Kölner Kartause. Diese Gruppen waren geistlich verwurzelt in der am Niederrhein beheimateten spätmittelalterlichen Devotio moderna. Theologisch dagegen griff Canisius vor allem auf die Kirchenväter und deren Werke zurück. Zweifellos hat Pieter Kanis während des Studiums seine persönliche Affinität zu einer soliden christlichen Lebenskonzeption weiter gepflegt.

Als Pieter Kanis im Jahr 1542 dem französischen Jesuiten Peter Faber begegnete, war er schon entschlossen, das Priesteramt anzustreben und sich obendrein der Reform der Kirche zu verschreiben. Petrus Canisius hatte die Kultur seiner Zeit und ihre neuen Möglichkeiten aufgrund persönlicher Lebens- und Glaubenserfahrung erkannt. Dank der erfolgreichen Kollegsgründung in Messina, bemühte Canisius sich um die Verbreitung dieses neuen Typs von Bildungseinrichtung, die die katholische Kultur des Barocks geformt hat. Der Einsatz für Bildung und Ausbildung der jungen Generation durchzieht seitdem die Geschichte des Jesuitenordens.

Bereits Ignatius von Loyola und seine ersten Gefährten motivierten zwei besondere Beweggründe, die ihnen aus den Problemen der damaligen Zeit sowie aus der Reflexion ihrer eigenen spirituellen Erfahrungen erwuchsen. Zum einen stammte Ignatius von Loyola aus einer baskischen Familie und wurde an einem spanischen Hofe des 16. Jahrhunderts erzogen. Bedingt durch diese Erfahrungen wusste er, dass der Kirche seiner Zeit eine Reform Not tat. Später in Rom, als Generaloberer des neuen Ordens, wurde Ignatius mit dem spezifischen, reformatorischen Problem der deutschsprachigen Länder konfrontiert. Damit war für ihn vollends offensichtlich: Wollte nicht die katholische Kirche die intellektuelle Bewegung der Renaissance endgültig verpassen, mussten umgehend der Bildungsstand des gesamten Klerus gehoben und die Glaubensunterweisung der Christen verbessert werden.

Zum anderen hatte Ignatius infolge seines Bekehrungserlebnisses im Jahr 1521 eine erste Phase durchlebt, in der er auf dem Weg zum Glauben jedes äußere Zeichen einer religiösen Praxis (z.B. häufiger Messbesuch, großes Gebetspensum etc.) beiseitelassen wollte. Während seines Studiums in Paris stellte er sich dann die Frage: Wie sollte ein Mensch in seinen täglichen Entscheidungen als Christ vorangehen, wenn nicht mit Hilfe aller seiner Fähigkeiten? Diese aber müssen gefördert und gebildet werden. Das für die Renaissance so charakteristische schulreformerische Anliegen, erhielt durch den jesuitischen Einsatz eine spirituell-anthropologische Note.

Aufgrund der Einsicht in den Zusammenhang zwischen christlichem Glauben und Bildung entschloss sich also die Gesellschaft Jesu, Schulen und Universitäten zu gründen. Sie setzte weltweit auf die Urbanisierung der christlichen Verkündigung. Dies belegt die Tatsache, dass es bei der Auflösung des Ordens im Jahr 1773 etwa 700 Jesuitenkollegien gab. Da zuvor im 16. Jahrhundert nur die Kinder wohlhabender und mächtiger Zeitgenossen in den Genuss der Bildungseinrichtungen gelangten, war es eine Bereicherung für das damalige Europa, dass die Jesuiten ihre Schulen unentgeltlich führten und somit allen Bevölkerungsschichten öffneten.

Daraus entstand schon in der Frühen Neuzeit das jesuitische Erziehungsideal, das besonders auf die Inkulturation des Evangeliums abhebt. Deshalb verbinden Jesuiten bis heute in den Curricula ihrer Bildungseinrichtungen (vgl. Giard, 2000) christliche Unterweisung mit humanistischer Bildung, mit Kunst (vgl. von zur Mühlen, 1997) und Musik, Literatur und Theater. Dieser Bildungsaufgabe hat sich im 16. Jahrhundert Petrus Canisius mit allen seinen Kräften gestellt.

5.2. Europäische Einheit im Widerstreit: Petrus Canisius hat im „europäischen Haus” gewohnt

Zum einen kann das Jahr 1521, in dem Canisius geboren wurde, als Schicksalsjahr der neueren europäischen Geschichte betrachtet werden, denn zum einen am 8. Mai 1521 ließ Kaiser Karl V. auf dem Wormser Reichstag die Reichsacht über Martin Luther (→ Luther, Martin [1483-1546]) verhängen. Von da an trennten sich die Wege Luthers und Karls V. Zum anderen ist 1597, im Todesjahr des Petrus Canisius, die Konfessionalisierung Europas in vollem Gange. Die katholische Reform (→ Katholische Reform/Gegenreformation) in Europa und die Mission in Übersee sind zwei im Wesentlichen von den Jesuiten getragene Bewegungen. Beide zeitigen Erfolge, stoßen aber auch auf ihre ersten Grenzen. Der durch die canisianischen Reisen konstituierte Raum fällt interessanterweise mit dem hochmittelalterlichen Imperium zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert zusammen.

Damit ist ein erstes, geistiges Spannungsfeld angedeutet, das Petrus Canisius prägte. Er ist Humanist dank seiner Herkunft und Ausbildung. Für Canisius war Europa gleichbedeutend mit Rom und mit der Bindung an den Apostel Petrus. Canisius hatte am Apostelgrab in der römischen Peterskirche ein inneres Erlebnis, aufgrund dessen er sich nach Deutschland gesandt fühlte (vgl. Foresta, 2005). Ein zweites, politisches Spannungsfeld zeigt sich im europaweiten Wirkungskreis des Petrus Canisius, da er im gesamten Alten Reich unterwegs war. Vielerorts erlebte er sich als Mittler. Canisius wusste bei allen seinen Aktivitäten um die Gratwanderung zwischen den widerstreitenden politischen Perspektiven. Er hat auf seine Weise mit dazu beigetragen, den langen Weg zu einer geistigen Verständigung unter den sich bildenden europäischen Nationen zu ebnen.

Petrus Canisius erhielt in Rom die Sendung nach Deutschland. Obwohl gebürtig aus dem Reichsterritorium, kam er von außen wieder zurück in das Gebiet, das ihm vertraut und fremd zugleich war. Aus diesem Gegenüber gewann der „Zweite Apostel Deutschlands” (Papst Leo XIII.) die nötige Kraft und Distanz, um Missstände und grobe Ungerechtigkeiten, sozialer und spiritueller Natur gleichermaßen, zu kritisieren.

5.3. In der Spannung zwischen Individuum und Gemeinschaft

Angesichts der verschiedenen Nöte, mit denen Petrus Canisius in Deutschland konfrontiert wurde, bedurfte es großer Mobilität und geistiger Wendigkeit, wollte man neue originelle Lösungen entwickeln. Wie gelang es Canisius, eine persönliche, religiöse und geistige Orientierung beizubehalten? Worin war er verwurzelt?

Zu seiner persönlichen Mitte fand Canisius, als er unter der Leitung Peter Fabers die Exerzitien gemacht hatte und in der Folge in den neuen Orden eingetreten war. Canisius war so sein ganzes Leben lang in der Gesellschaft Jesu verwurzelt, die ihn von neuem nach Deutschland sandte. Die canisianischen Katechismen belegen sein Bemühen um die Darlegung der objektiven Lehre der Kirche. Erst sein Testament aus den letzten Lebensjahren lässt seine subjektive Religiosität durchschimmern, wenn Canisius gesteht, dass er „in Gottes Wort, Freunden und Feinden dienen möchte”, und dass er „über seinen wahren Glauben öffentlich Rechenschaft ablegen möchte.” Kraft seiner subjektiven Glaubensentscheidung haben seine Herkunft und seine Bildungswelt Petrus Canisius in den Stand versetzt, eine Analyse seines Jahrhunderts vorzunehmen und zu einem klaren Urteil über die beklagenswerten Zustände zu gelangen. Sein Mitfühlen und sein Verständnis für die Leiden der Menschen haben ihn zum Einsatz für das Allgemeinwohl befähigt.

Literaturverzeichnis

Werke

  • Beati Petri Canisii societatis Iesu Epistulae et acta collegit et adnotationibus illustrauit Otto Braunsberger, I-VIII, Freiburg i. Br. 1896-1923.
  • Catechismus magnus, ed. Friedrich Streicher, 1933-1936.
  • Meditationes seu Notae in Evangelicas lectiones quae festis sanctorum in ecclesiis recitantur, ed. Fridericus Streicher, München 1961.
  • Das Testament des Petrus Canisius. Vermächtnis und Auftrag. Eingeleitet und herausgegeben von Julius Oswald SJ. Bearbeitet von Rita Haub (Geistliche Texte 19), Frankfurt a. M. 1997.
  • Petrus Canisius, Der Große Katechismus. Summa doctrinae christianae (1555). Ins Deutsche übertragen und kommentiert von Hubert Filser und Stephan Leimgruber (Jesuitica 6), Regensbrug 2003.

Studien

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