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United Bible Societies

Aktuell gibt es weltweit rund 150 nationale Bibelgesellschaften. Um ihre Arbeit besser koordinieren zu können, wurden im Jahr 1946 die United Bible Societies gegründet.

Ein globaler Player mit lokaler Wirkung

Die Botschaft der Bibel hat die Kraft, Menschenleben zu verändern. Jedem die Chance zu geben, diese Botschaft zu hören – das ist die gemeinsame Mission von fast 150 Bibelgesellschaften weltweit, die zu den United Bible Societies gehören. Dieser Zusammenschluss ist einzigartig. Gemeinsam können auf diese Weise Ziele erreicht werden, die einer einzelnen Bibelgesellschaft unmöglich wären.

Vor mehr als 70 Jahren fing alles an

Im Mai 1946, ein knappes Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, trafen sich Vertreter von 13 verschiedenen Bibelgesellschaften im Freizeitzentrum Elfinsward in England. Ihre Länder hatten Krieg gegeneinander geführt und einige der Delegierten hatten Gefängnisaufenthalte und Konzentrationslager hinter sich. Aber alle hatten ihren Glauben bewahrt, indem sie sich an den Zusagen der Bibel festhielten.

Es hatte schon lange Bestrebungen gegeben, als Bibelgesellschaften zusammenzuarbeiten; der Krieg hatte diesen Wunsch noch verstärkt. Es gab viele Herausforderungen: Flüchtlinge in ganz Europa benötigten Bibeln in ihren Muttersprachen; viele Bibelgesellschaften hatten keine Rohstoffe mehr – es fehlten Papier, Tinte und Buchbindematerial; die Unterstützung musste koordiniert werden.

„Wir finden nicht viel Hoffnung auf der Welt, aber wir finden sehr viel Hoffnung in der Bibel“, bemerkte Bischof Eivind Berggrav aus Norwegen, der den Großteil des Krieges in Einzelhaft verbracht hatte. „Friede und Hoffnung sind zwei der häufigsten Wörter in der Bibel, und die Welt will nun wissen, wie wir unseren Weg in die neue Zukunft hinein finden können.“

Der 9. Mai 1946 ist die Geburtsstunde der United Bible Societies, des Weltverbands der Bibelgesellschaften. Mit den Jahren wurden weitere lokale Bibelgesellschaften gegründet und schlossen sich an. Heute arbeiten um die 150 Bibelgesellschaften in über 240 Ländern und Regionen, um die lebensspendenden Worte der Bibel jedem zugänglich zu machen.

Die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben ist ein Menschenrecht

Die United Bible Societies verfolgen einen ganz­heit­lichen Ansatz: Die UBS übersetzen, verlegen und verteilen die Bibel nicht nur, sondern helfen den Menschen auch, ihre lebensrettende Botschaft zu verstehen. Ob Kinder, Blinde, Gehörlose, Traumatisierte oder Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen: Zielgruppengerechte Ansätze bereiten die Gute Nachricht für alle auf – und das mit der jeweils besten zur Verfügung stehenden Technologie. Außerdem bringen die UBS die Bibel in den öffentlichen Diskurs – sowohl in den zunehmend säkularisierten westlichen Ländern als auch in Regionen, in denen andere Religionen vorherrschen. In vielen Ländern unterhalten die UBS gute Beziehungen zur jeweiligen Regierung und werden teilweise z.B. von Kultusministerien unterstützt. Als Weltverband der Bibelgesellschaften sind die United Bible Societies außerdem offizieller Partner der UNESCO und begleiten beratend die Planung und Ausführung von Alphabetisierungsprogrammen.

1 Milliarde Menschen kann nicht lesen oder schreiben. 500 Millionen davon sind Frauen, 250 Millionen Männer und 250 Millionen Kinder. Bibelgesellschaften weltweit betreiben ca. 30 Alphabetisierungsprojekte in fast 60 Sprachen. Im Jahr 2018 profitierten davon 162.000 Menschen. Die UNESCO hat die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben zum Menschenrecht erklärt. „Wo immer ein Projekt eingeführt wird, gibt es weniger häusliche Gewalt und Verbrechen. Die Menschen sind in der Lage, Arbeitsstellen zu finden oder kleine Gewerbe anzumelden, und Gemeinden wachsen.“


600
Mio. Menschen
1200
Sprachen
20
Jahre

Ein mutiger Plan

1,5 Milliarden Menschen haben keine Vollbibel in ihrer Muttersprache und 247 Millionen Menschen haben überhaupt keinen Teil der Bibel. Vor diesem Hintergrund haben die United Bible Societies 2018 die „Bible Translation Roadmap“ (Bibelübersetzungsfahrplan) in Angriff genommen mit den Eckpunkten 600 Millionen Menschen – 1200 Sprachen – 20 Jahre. Dabei haben sich verschiedene in der Bibelüber­setzung aktive Organisationen zusammengeschlossen, um bis zum Jahr 2038 insgesamt 1200 Übersetzungs­projekte abzuschließen, die ca. 600 Millionen Menschen erreichen werden. „Ein außergewöhnlicher Moment: Bibelwerke und Spender arbeiten effektiver zusammen als jemals zuvor, und der technische Fortschritt bewirkt noch nie da gewesene Möglichkeiten“, sagt Alexander Schweitzer, Direktor für Bibelübersetzung bei den UBS.


Eintauchen in die Welt der UBS

Tauchen Sie mit dem „Bible Ministry Magazine“ der United Bible Societies (auf Englisch) in die vielfäl­ti­ge Arbeit der weltweiten Bibelgesellschaften ein. Erfahren Sie, wie sehr sich eine Volksgruppe in Eritrea freute, als sie das Neue Testament in ihrer Sprache erhielt, wie ein Mann aus Kambodscha durch ein bibelbasiertes Alphabetisierungsprogramm Lesen und Schreiben lernte oder wie Trauma­be­wäl­ti­gungs­kurse syrischen Kindern neue Hoffnung schenken.

 

Das 'Bible Ministry Magazine' online anschauen

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