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Tobias Keil, Referent der Weltbibelhilfe

Unterwegs mit der Bibel im Gepäck

Kurz bevor die Corona-Pandemie das Reisen unmöglich machte, konnte ich Christen in Sibirien besuchen. Gemeinsam mit Alexej Bulatov von der Russischen Bibelgesellschaft fuhr ich 1.200 Kilometer zu den entlegensten Orten. Wir verteilten Bibeln und sprachen mit Christen, die sich in sozialen Projekten engagieren und Menschen, von denen viele sich Gottes Wort so sehr wünschen.

Mein Eindruck: Die Unterstützung aus Deutschland ist äußerst wichtig und unsere Hilfe kommt direkt bei den Menschen an.

 

Auch ich möchte helfen


Die Bibel, ein kostbares Geschenk

»Ihr kommt von so weit her, um mir eine Kinderbibel zu bringen. Vielen Dank!«, sagt die 14-jährige Jelena. Alexej und ich lernen Jelena in einem kleinen Dorf in der Republik Chakassien kennen. Ihr Dorf liegt weit entfernt von den großen Städten. Kaum jemand verirrt sich hierher. Die Menschen leben mehr schlecht als recht von der Landwirtschaft. Eine Bibel ist deshalb ein kostbares Geschenk, das dankbar angenommen wird.

Sie erzählt uns: „Ich freue mich jeden Freitag auf die Kinderbibelstunde im Jugendhaus unseres Dorfes. Mir gefällt die Geschichte vom blinden Bartimäus. Weil er sich nicht abwimmeln ließ und Jesus vertraute, hat Jesus ihn geheilt.“

Die Leiterin von Jelenas Kindergruppe ist die 27-jährige Marina mit ihrem Team. Sie haben diese Arbeit aufgebaut und kommen jede Woche aus Abakan angereist. Die Hauptstadt Chakassiens liegt zwei Autostunden entfernt. Marina hat Alexej ein halbes Jahr zuvor um Kinderbibeln für ihre Gruppe gebeten. Am Tag unseres Besuches werden die Bibeln übergeben: Die Kinder singen anfangs Bewegungslieder und machen Gruppenspiele. Dann erzählt Marina eine Geschichte aus der Bibel. Dieses Mal geht es um einen Hirten, der ein verlorenes Schaf sucht und dabei seine anderen 99 Schafe zurücklässt. „Jeder von euch ist Gott wichtig, weil er euch so lieb hat!“, sagt Marina. Am Ende verteilen wir die mitgebrachten Bibeln – und sehen in glückliche Kinderaugen.


Auf der langen Reise von Abakan nach Nowosibirsk lerne ich viele Christen kennen, die sich sozial engagieren. Wir überreichen Bibeln an Freiwillige aus Kirchengemeinden, die sich um heimatlose Menschen kümmern und eine Obdachlosenunterkunft betreiben. Eine andere Gemeinde erhält Bibeln für die Bewohner eines Altersheims. Und nicht zuletzt begleiten wir einen Pastor in ein Kinderkrebszentrum. Er bietet Gespräche für Patienten und Angehörige an und verteilt Getränke und Obst. Mit manchen Kindern betet er. Wenn sie wollen, lässt er den kleinen Patientinnen und Patienten auch ein Geschenk da: eine farbenfrohe Kinderbibel der Russischen Bibelgesellschaft, aus den Händen von Alexej. Die Geschichten von Jesus schenken den Kindern Trost und geben ihnen neuen Mut für die Zukunft.

Meine Reise durch Sibirien hat mir gezeigt, was für ein großes Geschenk Gottes Wort für Menschen in Not sein kann – und wie dankbar die Menschen in Sibirien dafür sind.


Das Leben neu ausrichten

Lesen Sie in unserem Projektflyer die Geschichte von Pastor Gennadi, der eine Einrichtung leitet, in der drogenabhängige Menschen nach ihrer Entziehungskur betreut werden. Alkohol und andere Drogen sind in Sibirien ein großes Problem. Pastor Gennadi hilft den Gästen – wie sie hier genannt werden – ihren Weg ins Leben zurückzufinden.

Den Projektflyer online anschauen

Die gedruckte Version des Projektflyers erhalten Sie kostenlos unter 0711/7181-270. Lieferung solange Vorrat reicht.

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