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Mingling Ai

Sehnsucht nach Gottes Wort

Mingling Ai geht schon lange regelmäßig in die Kirche. In der Bibel hat sie jedoch nie gelesen – bis sie vor Kurzem ihre erste eigene Bibel erhielt. Ein Bibelvers geht ihr besonders zu Herzen: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“ Der Vers hat ihr Leben verändert: Gottes Wort wohnt nun in ihrem Herzen.

In der Provinz Shandong, in der Mingling Ai lebt, haben vergangenes Jahr 16 000 Christinnen und Christen ihre lang ersehnte Bibel erhalten. Im gesamten Land treten immer mehr Menschen in die Kirchen ein. Und sie alle wünschen sich eine eigene Bibel. Niemand weiß genau, wie viele Christen es in China gibt. Die Schätzungen variieren zwischen 46 und 100 Millionen. Fast zwei Drittel von ihnen leben auf dem Land, wo viel Armut herrscht. Der Bedarf an kostenlosen Bibeln ist hier daher besonders groß.

Im Jahr 2021 will der Weltverband der Bibelgesellschaften Kirchengemeinden in China mit 1,46 Millionen Bibeln unterstützen. Bitte helfen Sie, damit möglichst viele Christen in China eine Bibel erhalten.

 

Ja, ich möchte helfen


Jesus sagt: „Folge mir nach!“

Eine junge chinesische Christin erzählt aus ihrer Kirchengemeinde: „Den Zusammenhalt in unserer Kirche mag ich sehr. Die Menschen sorgen sich umeinander und helfen sich gegenseitig in allen Lebenslagen. Die Bibel hat mich anfangs weniger interessiert. Das änderte sich, als ich zu einer Bibellesegruppe eingeladen wurde. Wir lasen zusammen die Geschichten von Jesus und im Austausch darüber wurde mir klar, wie wichtig sie für mein Leben sind.

Im Matthäus-Evangelium geht es an einer Stelle um die Nachfolge. Jesus sagt: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Das ging mir direkt ins Herz! Mir wurde bewusst: In vielen Situationen muss ich meinen Egoismus, meinen Stolz oder Eifersuchtsgefühle aufgeben. Nur so kann ich noch liebevoller mit den Menschen um mich herum umgehen. Gerade in der Coronazeit, als wir uns nicht treffen konnten, habe ich begriffen, wie wertvoll das Leben ist. Gott hat es uns geschenkt! So wuchs in mir der Wunsch, anderen zu helfen. Deshalb stellten wir Jugendliche in dieser schwierigen Zeit älteren Gemeindemitgliedern öfter Essen vor die Tür. Seit wir uns wieder treffen dürfen, ist es eine Selbstverständlichkeit geworden, dass wir einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ich bete viel mit meinen Freundinnen und wir lesen regelmäßig in der Bibel, denn Gottes Wort ermutigt uns! Besonders aus Psalm 18 schöpfen wir Kraft: Als mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott. Da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel."


Gott schenkt Hoffnung

Weixu Mu aus der Volksgruppe der West Lisu ist Laienpastor und betreut zwei Kirchengemeinden. Eine große Aufgabe für den erst Dreißigjährigen! Weixu wuchs mit gläubigen Eltern und Großeltern auf. Seine Oma brachte ihm das Beten bei. So wurde Gott Teil seines Lebens. „Als ich jünger war, betete ich, wenn ich in die Berge ging, um Holz zu sammeln oder die Kühe zu hüten. Beim Beten hatte ich nie das Gefühl, nur mit der Luft zu sprechen. Im Gegenteil: Ich spürte immer, dass Gott mir sehr nahe war.“ 2015 schrieb er sich beim Theologischen Seminar in Yunnan ein und schloss sein Studium 2018 als Laienpastor ab.

Oft wird Weixu auch in andere Kirchen eingeladen, um Gottes Wort weiterzugeben und darüber zu predigen. Zudem unterrichtet er regelmäßig im örtlichen Bibelschulungszentrum. Weixu sagt: „Laienpastoren werden von der Kirche nicht bezahlt. Gelegentlich geben mir Gemeinden ein Opfer, obwohl sie so arm sind.“ Um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, muss Weixu Tee pflücken. In der Coronazeit bleibt der Pastor mit seinen Kirchengemeinden über soziale Medien in Kontakt. Er zeichnet Gottesdienste und Predigten auf Video auf. Diese werden mittlerweile von 21 Kirchen in seiner Region genutzt.

Bitte beten Sie für die Menschen, die Gottes Wort in China verkündigen! Und bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, damit viele Menschen in China mit Gottes Wort erreicht werden und eine Bibel erhalten.“

 

Ja, dafür spende ich gerne


Die Kirche in China unterstützen

"Wir müssen tun, was wir können, solange wir es dürfen! Wir wollen der Kirche in China dienen und sie unterstützen, indem wir so viele Bibeln wie möglich drucken. So kann das Wort Gottes an jeden chinesischen Christen und an jeden Einwohner im ganzen Land weitergegeben werden, der sich danach sehnt", sagt Wee Seng Kua vom Weltverband der Bibelgesellschaften.

"Die meisten Christen in ländlichen Regionen Chinas müssen für ihr Auskommen hart arbeiten. Unser Ziel ist: Jeder, der sich eine Bibel wünscht, soll eine bekommen! Wir möchten außerdem Pastorinnen und Pastoren sowie Laien in der theologischen Ausbildung unterstützen. Hier besteht bei vielen Kirchen im Land ein großer Bedarf. Oft arbeiten die Leiter der Gemeinden ehrenamtlich und müssen ihren Lebensunterhalt selbst verdienen wie Weixu Mu. Schätzungsweise eine halbe Millionen Menschen werden jedes Jahr getauft. Sie sind auf gut ausgebildete Hirten angewiesen. Ich habe noch einen anderen großen Wunsch: Dass die Bibel in weitere Minderheitensprachen übersetzt werden kann. Viele Millionen Menschen in China gehören einer ethnischen Minderheit an. Sie sollen Gottes Wort in der Sprache ihres Herzens erhalten, damit Gottes Liebe sie erreicht.

Die Deutsche Bibelgesellschaft stellt kostenlos Wissenschaftliche Ausgaben für Studierende der Theologie in China zur Verfügung. Mit ihnen können sie Gottes Wort auf Hebräisch und Griechisch studieren und es nachher korrekt weitergeben.

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