Sprachwahl: DE EN
Sprachwahl: DE EN

Herausgeber von „Nestle-Aland“ und Greek New Testament tagen im Bibelmuseum in Washington

Vorbereitungen für Neuauflage der maßgeblichen wissenschaftlichen Texte

Stuttgart/Washington. Die Herausgeber für das Greek New Testament und das Novum Testamentum Graece („Nestle-Aland“) haben sich im neu eröffneten „Museum of the Bible“ (MOTB) in der amerikanischen Hauptstadt Washington getroffen. Nach der Tagung zeichnen sich die Konturen für Neuauflagen der beiden weltweit maßgeblichen wissenschaftlichen Ausgaben des griechischen Neuen Testaments ab. Das Global Council des Weltverbandes der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) hat das international besetzte Gremium vor einiger Zeit neu berufen.

Die Ausgaben werden im von Kurt Aland gegründeten Institut für Neutestamentliche Textforschung an der Universität Münster unter der Leitung von Prof. Holger Strutwolf erarbeitet. Neben ihm wurden folgende Wissenschaftler als Herausgeber berufen: Prof. Christos Karakolis (Universität Athen), Prof. David Parker (Universität Birmingham), Prof. Stephen Pisano (Päpstliches Bibelinstitut, Rom), Dr. David Trobisch (Green Collection, Oklahoma City) und Dr. Klaus Wachtel (Universität Münster). So wird sichergestellt, dass die Erfahrungen und Interessen sowohl verschiedener Regionen als auch Konfessionen (evangelisch, katholisch und orthodox) einfließen. Außerdem wirken Dr. Simon Crisp (UBS) und Dr. Florian Voss (Deutsche Bibelgesellschaft) in dem Gremium mit.

„Die Erforschung des Textes des Neuen Testaments befindet sich in einem spannenden Stadium“, berichtet Florian Voss. Im Rahmen eines groß angelegten, internationalen Forschungsprojektes wird in Münster, Birmingham und anderen Städten der griechische Ausgangstext des gesamten NT, der sogenannte Urtext, neu konstituiert. Im Ergebnis führt das unter anderem dazu, dass der griechische Text sich an vielen Stellen ändert. „Das wird sich auch auf die Textauslegung und die Übersetzung auswirken“, erläutert der Lektor der Deutschen Bibelgesellschaft. Geplant sind Neuauflagen für 2021/2022. Sie werden besonders im Markusevangelium und der Apostelgeschichte Änderungen bringen. Außerdem überlegen die Wissenschaftler, die Reihenfolge der neutestamentlichen Schriften an die in den Handschriften vorherrschende Tradition anzupassen, wonach auf die Apostelgeschichte unmittelbar die sogenannten katholischen Briefe folgen, die Briefe des Jakobus, Petrus, Johannes und Judas.

Die Deutsche Bibelgesellschaft verlegt in Abstimmung mit den United Bible Societies die wichtigsten wissenschaftlichen Ausgaben der biblischen Grundtexte. Die Ausgaben sind weltweit Grundlage von Bibelübersetzung und Exegese.

Kontakt
Dr. Florian Voss
Verlagslektor
Deutsche Bibelgesellschaft
Balinger Straße 31 A
Telefon: +49 (0) 711 7181-202
Telefax: +49 (0) 711 7181-250
E-Mail: voss@dbg.de 

Mehr Informationen
www.die-bibel.de 

Über die Deutsche Bibelgesellschaft

Die Deutsche Bibelgesellschaft übersetzt die biblischen Schriften, entwickelt und verbreitet innovative Bibelausgaben und eröffnet für alle Menschen Zugänge zur Botschaft der Bibel. Sie ist eine eigenständige Stiftung. Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland gibt sie die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers heraus. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Neben Bibelausgaben finden sich im Programm weitere Bücher und Medien rund um das Thema Bibel.
Mit den regionalen Bibelgesellschaften in Deutschland entwickelt sie kreative Bibelprojekte.
Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt gemeinsam mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Bibel.
Generalsekretär Dr. Christoph Rösel ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bibelgesellschaft. Vorsitzende der Vollversammlung und des Aufsichtsrates ist die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus.

Im Foto sind v.l. zu sehen:
Dr. David Trobisch (Green Collection, Oklahoma City), Prof. Holger Strutwolf (Institut für Neutestamentliche Textforschung an der Universität Münster), Theodora Panella (Mitarbeiterin im INTF, im Artikel nicht erwähnt), Dr. Florian Voss, Dr. Klaus Wachtel (Universität Münster), Prof. Christos Karakolis (Universität Athen), Dr. Hugh Houghton (Universität Birmingham in Vertretung für David Parker), Prof. Stephen Pisano (Päpstliches Bibelinstitut, Rom), Simon Crisp (UBS).

Jetzt anmelden

Ich habe bereits ein Nutzerkonto:

Einloggen mit Ihrer E-Mail Adresse und Passwort.

Passwort vergessen?