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Was nicht in der Bibel steht

Apokryphe Schriften des frühen Christentums

Stuttgart. Der Band „Was nicht in der Bibel steht“ ist in einer überarbeiteten und erweiterten zweiten Auflage bei der Deutschen Bibelgesellschaft erschienen. Autor Dr. Uwe-Karsten Plisch hat dazu sogenannte apokryphe Schriften aus der frühen Zeit des Christentums zusammengestellt, die also nicht in das Neue Testament aufgenommen wurden. Die Schriften gehören zu den Gattungen Briefe, Evangelien, Apostelgeschichten und Apokalypsen. Für die Ausgabe wurden die Texte neu übersetzt. Einleitungen und Kommentare erleichtern das Verständnis.

Zu den Schriften zählen unter anderem das Thomasevangelium, das Judasevangelium, das geheime Markusevangelium, die Apokalypse des Petrus und der Briefwechsel zwischen Seneca und Paulus. Die Texte werden nach ihren literarischen Gattungen vorgestellt. Hinzu gekommen sind gegenüber der ersten Auflage Fragmente judenchristlicher Evangelien. „Damit berücksichtigt die Neuauflage zugleich den neuesten Stand der Apokryphenforschung“, so Plisch im Vorwort.

Der Band will Leserinnen und Lesern Kenntnisse vermitteln, die ihnen ein eigenes Urteil zu den apokryphen Schriften erlauben und Einblick gewähren in die geistige und literarische Vielfalt des frühen Christentums. „Die Kenntnis apokrypher Texte befruchtet das Verständnis des Neuen Testaments, so wie die Kenntnis des Neuen Testaments uns die apokryphen Texte besser verstehen lässt“, schreibt der Autor. Die Faszination apokrypher Texte sei groß. Doch wer daneben das Neue Testament unbefangen lese, werde feststellen, dass dessen Auswahl ausgesprochen gelungen ist.

Die meisten Übersetzungen stammen von Uwe-Karsten Plisch. Er ist ausgewiesener Spezialist für außerbiblische Texte der frühen Christenheit, Mitglied der „International Association for Coptic Studies“ (IACS) und Lehrbeauftragter am Seminar für Ägyptologie und Koptologie der Georg-August-Universität Göttingen. Bei einigen Übersetzungen des Schriftenfunds von Nag-Hammadi in Oberägypten wurde auf neue Übersetzungen zurückgegriffen, die im Berliner Arbeitskreis für Koptisch-Gnostische Schriften entstanden sind. Im Arbeitskreis ist der 53jährige Theologe ebenfalls tätig.

RTM


Was nicht in der Bibel steht
Apokryphe Schriften des frühen Christentums
Autor: Uwe-Karsten Plisch
Deutsche Bibelgesellschaft
ISBN 978-3-438-05148-6
Hardcover, 212 Seiten, Format: ca. 15,0 × 22,5 cm
Preis 18 Euro

Journalistinnen und Journalisten können per Mail an presse@dbg.de ein Rezensionsexemplar bestellen.

Mehr Informationen

www.die-bibel.de 

Über die Deutsche Bibelgesellschaft  

Die Deutsche Bibelgesellschaft übersetzt die biblischen Schriften, entwickelt und verbreitet innovative Bibelausgaben und eröffnet für alle Menschen Zugänge zur Botschaft der Bibel. Sie ist eine eigenständige Stiftung. Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland gibt sie die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers heraus. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Neben Bibelausgaben finden sich im Programm weitere Bücher und Medien rund um das Thema Bibel.
Mit den regionalen Bibelgesellschaften in Deutschland entwickelt sie kreative Bibelprojekte.
Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt gemeinsam mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Bibel.
Generalsekretär Dr. Christoph Rösel ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bibelgesellschaft. Vorsitzende der Vollversammlung und des Aufsichtsrates ist die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus.

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