• Hebräer

Der Name wird als Bezeichnung für die Israeliten zunächst überwiegend von Außenstehenden und gegenüber Außenstehenden gebraucht (Gen 14,13; 40,15; Ex 3,18; 1Sam 4,6; 13,3; 29,3). Seine Bedeutung ist nicht gesichert. Man bringt ihn in Verbindung mit den Apiru, die in ägyptischen und assyrischen Quellen des 2. Jahrtausends v.Chr. erwähnt werden und die u.a. vom 15. bis 12. Jh. als Fremdarbeiter in Ägypten bezeugt sind. In den Samuel-Büchern ist damit vermutlich ein bestimmter Teil der Bevölkerung gemeint, der mit wenig Macht und geringen Rechten ausgestattet war und außerhalb der kanaanitischen Städte, im Bergland und an den Rändern des Kulturlandes, lebte. Das frühe Israel gehörte zu diesen Hebräern, aber nicht alle Hebräer gehörten zu Israel.
In der Zeit nach dem babylonischen Exil wird das Wort zum Ehrennamen und zur jüdischen Selbstbezeichnung (Jona 1,9). Speziell und im Unterschied zu »Israeliten« (als dem erwählten Gottesvolk allgemein) bezeichnet dann »Hebräer« den Diasporajuden palästinischer Herkunft oder den Juden reiner Abstammung, der die Traditionen der Vorfahren streng bewahrt (2Kor 11,22; Phil 3,5; 2Makk 7,31).

Quelle: Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart